Radfahrstreifen nur bei einer von 124 sanierten Straßen

„Wo immer sie geeignet sind, sollen aber Fahrradstreifen zum Einsatz kommen. Sie erfordern oft nur kleine Umbauten und kommen sonst mit Markierungen aus“, hat Senator Horch im Mai 2011 verkündet. Leider nur ein Lippenbekenntnis, wie sich jetzt herausstellt. Von 124 Straßen, die 2012 bisher saniert wurden, erhielt eine einzige einen Radfahrstreifen. Die Grünen fordern, solche Chancen nicht weiter zu vergeuden.

Dr. Till Steffen, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion, sagt dazu: „124 Hauptverkehrs- und Bezirksstraßen wurden 2012 saniert. Dabei hatte nur eine einzige das Glück, einen Fahrradstreifen zu bekommen. Die großspurigen Ankündigen von Senator Horch waren nichts mehr als reine Lippenbekenntnisse.

Überall werden Fahrbahndecken aufgerissen und saniert, ohne dass überhaupt geprüft wurde, ob sich dabei ein Radstreifen schaffen lässt. Dabei liegt hier die Chance, eine günstige und effektive Radverkehrspolitik zu betreiben. Wenn Horch und seine Verkehrsplaner spürbar etwas verbessern wollen, sollten sie solche Gelegenheiten nicht mehr verstreichen lassen.“

Hintergrund:
Wie der Senat auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Grünen einräumen musste (DRS 20/5718), wurden lediglich auf dem Billhorner Röhrendamm Radfahrstreifen angelegt. Bei 123 der 124 Hauptverkehrs- und Bezirksstraßen, die in diesem Jahr saniert wurden, gab es keine Verbesserung für den Radverkehr.
Pressemitteilung GRÜNE-Bürgerschaftsfraktion

Foto: In Kopenhagen gehören Radfahrstreifen zum normalen Straßenbild (c) WUZ

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