P+R-Anlage Poppenbüttel: Gemeinsame Lösung erarbeitet

Die Park+Ride-AnlaPlanungJuni2013ge am Stormarnplatz in Poppenbüttel soll durch ein modernes Parkhaus ersetzt werden, damit der zusätzliche Bedarf an P+R Stellplätzen im Nordosten Hamburgs gedeckt werden kann. Nach einem umfangreichen Abstimmungs- und Beteiligungsverfahren mit den Vertretern der Interessengemeinschaft Langenstücken-Stormanplatz (IGELS) unter Vermittlung der Bürgerschaftsabgeordneten Andreas Dressel und Karin Timmermann hat die P+R- Betriebsgesellschafts mBH heute die aktuellen Baupläne vorgestellt.

 

Statt der bisher vorhandenen 140 Stellplätze entstehen nun 367 moderne und den heutigen Qualitätsmaßstäben entsprechende P+R Stellplätze. Jens-Günter Lang, Geschäftsführer der P+R-Betriebsgesellschafts mbH sagte anlässlich der Planvorstellung: „Mit der nun erreichten Einigung haben wir eine für alle Beteiligten tragfähige Lösung geschaffen, um den täglichen Berufspendlern im Nordosten Hamburgs eine weitere attraktive P+R-Anlage zur Verfügung zu stellen und damit den Umstieg auf Bus und Bahn noch leichter zu machen.“ Der Bürgerschaftsabgeordnete Andreas Dressel, der über Monate zwischen Behörde, P+R- Betriebsgesellschaft und der Anwohnerinitiative IGELS vermittelt hatte, dankte allen Beteiligten: „Das wichtigste ist, dass die Hängepartie um die Parkhausplanungen in Poppenbüttel ein Ende hat.

Seit über 10 Jahren wird ein dringend benötigtes Parkhaus geplant, um geplant und wieder verworfen. Jetzt gibt es Klarheit mit einer gleichermaßen anwohner- wie pendlerfreundlichen Lösung. Über 450 P+R-Plätze wird es bald am Stormarnplatz und am Tennigkeitsweg geben. Die neue P+R-Anlage wird den modernsten Anforderungen entsprechen. Mehr Fahrradabstellplätze, eine direkte Anbindung an den Ring 3 und vieles mehr. Das alles wird das Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver machen. Zusammen mit der bald fertigen neuen Brücke, dem neuen Bahnhofszugang und dem neuen ZOB hat Poppenbüttel endlich einen attraktiven Bahnhof.“

Die Bürgerschaftsabgeordnete Karin Timmermann, die den Verhandlungsprozess in den letzten Monaten ebenfalls eng begleitet hat, zeigte sich zufrieden: „Es ist eine gute Nachricht für Poppenbüttel und das Alstertal, dass es jetzt bald losgehen kann. Der Bedarf für die zusätzlichen Parkplätze ist da und er ist groß. Viele Pendler bekommen heute keinen Parkplatz und fahren dann weiter mit dem Auto in die Stadt. Alle Beteiligten haben sich am Schluss bewegt. Die gemeinsame Lösung ist ein Beispiel gelungener Bürger- und Anwohnerbeteiligung.“

Antje Jordan-Verges und Michael Buchholz von der Anwohnerinitiative IGELS, die rechtlich von der Rechtsanwältin Sabine Sievers (Kanzlei Oberthür und Partner) beraten wurden, zeigten sich zufrieden mit dem gefundenen Kompromiss. „Wir erkennen an, dass die Vermittlungsbemühungen der Abgeordneten dazu geführt haben, dass sich die Stadt erheblich auf die Interessen der Bewohner zubewegt hat. Viele Bedenken hinsichtlich Verkehr und Lärm und die Sorge um die Lebensqualität wurden aufgegriffen. Es ist ein fairer, quartiersverträglicher Kompromiss gefunden worden, der jetzt vom Bauherrn umgesetzt werden muss. So kann das Projekt zügig und ohne Gerichtsverfahren in Angriff genommen werden.“

Ein Ergebnis des gemeinsamen Vorschlags ist der Verzicht auf die zunächst geplante 3- geschossige Bauweise. Das neue Parkhaus wird nun kein Obergeschoss besitzen und ist dadurch deutlich niedriger als geplant. Zusätzlich zum Parkhaus wird ein ebenerdiger Parkplatz bis an den Saseler Damm gebaut. Insgesamt entstehen 367 neue Park+Ride- Stellplätze. Die Interessen der Anwohner wurden noch in einem weiteren Punkt mit einbezogen: vom Stormarnplatz bis zum Saseler Damm wird auf der Wohnseite eine begrünte Lärmschutzwand gebaut und ein 2,5 Meter langer Grünstreifen als Grünausgleich angelegt.

Der zu erwartenden zusätzlichen Verkehrsbelastung durch die höhere Kapazität der Anlage wird mit einer zweiten Ein- und Ausfahrt zum Saseler Damm entgegengewirkt. Gleichzeitig wurde vom Bezirksamt Wandsbek eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h auf der Straße Langenstücken zugesichert.

Auch für die Radfahrer gibt es Neuerungen. Auf dem Vorplatz der Anlage werden knapp 250 Fahrradabstellplätze errichtet. Weitere 40 Fahrräder können innerhalb des Parkhauses in einer Bike+Ride-Anlage wettergeschützt und gesichert abgestellt werden. Die Anlage schafft auch die Voraussetzungen zukünftig Carsharingangebote zu integrieren.

Aktuell wird das angepasste Bauvorhaben in den Genehmigungsstellen geprüft. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein. Eine Fertigstellung der neuen Anlage kann schon Ende 2014 erfolgen. Es werden inklusive der öffentlichen Erschließung der Anlage und der neuen Zufahrt zum Stormarnplatz insgesamt 7,2 Millionen Euro investiert.

Presseinformation P + R-Betriebsgesellschaft mbH

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