Grüne: Senatsjagd abblasen!

Jedes Jahr im Herbst hat der senatsjagd1Wirtschaftssenator ausgewählte Waidmänner zur Jagd und zur Kontaktpflege im Staatsforst eingeladen, zuletzt fand das Ritual am 11. November statt. Die Grünen hatten die Veranstaltung als überflüssige Brauchtumspflege kritisiert und deren Abschaffung gefordert. Der Antrag dazu wird heute in der Bürgerschaft debattiert. Die SPD hat reagiert und will jetzt offenbar auf die Senatsjagd verzichten. Die Grünen freuen sich über die Einsicht bei der Regierungsfraktion.

Jens Kerstan, Fraktionsvorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion, sagt dazu: „Es ist schon etwas seltsam, dass wir diese Debatte im Jahr 2013 überhaupt führen müssen. Ein Ritual wie die Senatsjagd passt nicht in die Zeit, und es passt nicht zu Hamburg. Wir freuen uns, dass die SPD dies anscheinend einsieht und künftig keine Senatsjagd mehr abhalten will. Sie versucht zwar, das Thema in eine jagdpolitische Fachdebatte umzubiegen. Darum geht es aber nicht. Es geht um die Frage von Politikstil und Transparenz: Für uns ist es kein zeitgemäßes Politikverständnis, wenn Politiker und Wirtschaftsführer sich zu geheimen, bewaffneten Kungelrunden im Wald treffen. Gut, wenn die SPD sich unserer Kritik beugt und Konsequenzen zieht.“
2013-11-27 GRÜNE AN Senatsjagd
Pressemitteilung Grüne Bürgerschaftsfraktion

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