Eröffnung der Ohlendorff’schen Villa

Nach einer umfangreichen InstandsetzungOhlendVilla und Restaurierung der neoklassizistischen Villa der Familie Ohlendorff in Volksdorf, wird das Haus ab 1. September als Kultur- und Begegnungsstätte genutzt und künftig von der gemeinnützigen Stiftung Ohlendorff’sche Villa betrieben.

 

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Mit der Restaurierung der Villa Ohlendorff und der damit verbundenen Eröffnung einer Kultur- und Begegnungsstätte ist es gelungen, ein wichtiges Baudenkmal der Stadt Hamburg nicht nur zu erhalten, sondern auch als zentralen Treffpunkt für Volksdorf erlebbar zu machen. Es freut mich außerdem, dass die Ohlendorff’sche Villa Teil des ‚Tages des offenen Denkmals 2014‘ von 12.-14. September sein wird und auch dann einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden kann.“

Andreas Meyer, Vorstandsvorsitzender Stiftung Ohlendorff’sche Villa: „Die Menschen hier erhalten ein prächtiges Kleinod mitten im Ortszentrum – schöner und strahlender als es zu hoffen war. Wir freuen uns sehr und sind dankbar für die Unterstützung durch die Politik, die Verwaltung und vor allem die engagierten Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Volksdorfs.“

Marc Schauenburg: geschäftsführender Gesellschafter FRANK-Gruppe: „Um das zu schaffen, was wir hier geschafft haben, braucht es viele Akteure mit dem gleichen Ziel. Die Villa dem Dorf wieder zurück zu geben, und sie schöner denn je erscheinen zu lassen. Das war unser Ziel. Auf dem Weg dahin fühlten wir uns manchmal wie der Prinz sich gefühlt haben muss, als er sich zu Dornröschen durch schlug.“

Die Villa wurde 1928 von Hans von Ohlendorff an der Stelle des alten Gutshauses seines Vaters in Volksdorf, Im Alten Dorfe 28 errichtet. Die Architekten Gottfried Schramm und Erich Elingius haben den Bau realisiert, der als historisches Zeugnis der neo-klassizistischen Villen- und Landhausarchitektur der 1920er Jahre gilt.

Hans von Ohlendorff verkaufte die Villa an die Stadt Hamburg, die das Gebäude als Ortsamt der Walddörfer bis zur Strukturreform der Bezirksverwaltung im Jahr 2006 nutzte. Auf Betreiben der Kulturkreis Walddörfer e.V. wird das Haus nun nach dessen Sanierung als Kultur- und Begegnungsstätte genutzt. Die Kindertagesstätte „Kindergarten Volksdorf e.V.“ wird ebenso Einzug in das Gebäude finden, wie ein Wiener Kaffeehaus. Räume der Villa können ab sofort für Veranstaltungen und für kulturelle Zwecke gemietet werden.

Die Bauarbeiten am Gebäude übernahm die FRANK-Gruppe, die das Gebäude zuvor mit den Flächen des dazugehörigen Parks mit der Auflage erworben hatte, die Villa denkmalgerecht zu sanieren. Die Parkflächen werden für den Wohnungsbau genutzt. Die Gesamtkosten an Umbau- und Renovierungskosten betragen rund 1,6 Millionen Euro. Das Denkmalschutzamt der Kulturbehörde beteiligte sich dabei mit einem Betrag von 112.000 Euro. Die Stiftung Ohlendorff’sche Villa kommt mit 250.000 Euro für die Sanierung auf.

Von besonders hohem Denkmalwert sind insbesondere die Freilegung von verlorenen oder verdeckten historischen Materialien und Oberflächen sowie die Wiederherstellung der ursprünglichen Farbigkeit an der Fassade und in den repräsentativen Innenräumen. Das Denkmalschutzamt betreute die Instandsetzung intensiv mit fachlichen Beiträgen zur Geschichte und Bedeutung des Denkmals, zu Möglichkeiten und Grenzen des Umbaus, zu bauphysikalischen, technischen, restauratorischen und gartendenkmalpflegerischen Fragen.

Informationen über die Stiftung und die Villa Ohlendorff unter: www.ohlendorffsche.de
Pressemitteilung der Kulturbehörde

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