Tag gegen Lärm: Mahnwache am Flughafen

Im Jahr 2015 wird der „Tag geBAW-Mahnwachegen Lärm – International Noise Awareness Day“ volljährig. Die Bürgerinitiative für Fluglärmschutz (BAW) ruft zur aktiven Teilnahme am „18. Tag gegen Lärm“ am Mittwoch, den 29. April ab 18 Uhr im Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel zu einer Mahnwache auf.

 

Am Mittwoch, den 29. April 2015 findet ab 18:00 Uhr im Flughafengebäude die gemeinsame Mahnwache der Hamburger und Schleswig-Holsteiner Bürgerinitiativen gegen den Fluglärm statt. Ziel ist die Solidarisierung mit den bundesweiten Lärmschutzinitiativen, die unter dem Slogan „Lärm – voll nervig!“ zeitgleich in Berlin ihren Protest kundtun. Treffpunkt ist das Terminal 2 im Rolltreppenbereich. Gegen 18:30 Uhr ist eine gemeinsame Minute der Stille vorgesehen, um zu demonstrieren, was uns durch das rücksichtslose Verhalten der Flughafen GmbH sowie der Fluglinien tagtäglich geraubt wird.

Gleichzeitig soll ein starkes Signal an die Verantwortlichen in der Deutschen Flugsicherung (DFS) sowie den Fachbehörden des Landes und Bundes gesendet werden, dass die im sogenannten 16-Punkte-Plan der Hamburger Bürgerschaft parteiübergreifend einvernehmlich beschlossenen Maßnahmen des aktiven Fluglärmschutzes endlich konsequent umgesetzt werden.

Wir, die Bürgerinitiativen und Vereine für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein fordern unter Beachtung und notwendiger Ergänzung des 16-Punkte-Plans:

· Umsetzung des im Koalitionspapier von SPD & Bündnis 90/Die Grünen festgeschriebenen Nachtflugverbots für die Zeit von 22 bis 6 Uhr
· Anpassung des Fluglärmkontingents von 1997 an den aktuellen Stand der Technik, unter Umsetzung der Lärmgrenzwerte aus dem Fluglärmschutzgesetz von 2007
· Konsequente Umsetzung des Gesetzgebungsverfahrens zur Reformierung der Position des Fluglärmschutzbeauftragten als direkte Vertretung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger und nicht der Fluglobby
· sofortige Veröffentlichung der ersten Quartalsberichte in Erfüllung der Berichtspflichten über die Fortschritte bei der Umsetzung des 16-Punkte-Plans
· Einführung des „Euro für den Fluglärmschutz“ für jeden Passagier je Start und Landung und zur ausschließliche Verwendung für Maßnahmen des aktiven Fluglärmschutzes

Unstreitig ist, dass der Betrieb des innerstädtischen Großflughafens Hamburg-Fuhlsbüttel zu erheblichen Lärmbelastungen bei der betroffenen Bevölkerung führt. Die Anzahl an Flugbewegungen darf jedoch nicht durch die technische Machbarkeit oder den ungezügelten Wachstumsgelüsten der Flughafen GmbH bestimmt werden, sondern muss sich der Akzeptanz bei der vom Fluglärm betroffenen Bevölkerung unterordnen. Mit aktuell ca. 154.000 Flugbewegungen pro Jahr ist die maximal verträgliche Belastbarkeit wesentlich überschritten. Zentrale Forderung ist daher, dass das bestehende Übermaß an Fluglärmbelastung nachhaltig – d.h. ohne neue Fluglärmbetroffenheiten an anderer Stelle zu erzeugen – verringert wird.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen – gerne in dunkler Kleidung, um dem Aspekt der Trauer ob der verlorenen Ruhe auch optisch Ausdruck zu verleihen.

Mehr Infos: www.tag-gegen-laerm.de

Pressemitteilung BAW Bürgerinitiative Alstertal/Walddörfer/Ahrensburg für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein

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