Wohnungsbau anders denken: Aufstockung statt Versiegelung!

Die GRÜNEN in Wandsbek wollen in Sachen Wohnungsbau Gruene_Logo_RGB_aufTransparent_hellesBlau_aufGruenverstärkt auf Nachverdichtung setzen, um die Bebauung weiterer Grünflächen zu verhindern und gleichzeitig ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Sie suchen im gesamten Bezirk daher derzeit nach möglichen Aufstockungspotentialen und rufen Gründeigentümer, die bereit sind, in ihrem Wohnungsbestand nachzuverdichten oder aufzustocken, dazu auf, sich aktiv beim grünen Kreisverband in Wandsbek zu melden.

Hierzu erklärt Jan-Hendrik Blumenthal, Mitglied des Kreisvorstands und des Stadtplanungsausschusses: „Der ohnehin angespannte Wohnungsmarkt in Hamburg ist 2015 endgültig an seine Grenzen gestoßen. Wir halten es für den verkehrten Weg, darauf mit der Versiegelung und Bebauung immer neuer Flächen zu reagieren. Stattdessen wollen wir nachverdichten. Eine aktive Beteiligung der Wohnungswirtschaft und Grundeigentümer ist hierfür aber dringend notwendig. Wer auf seinem Grund gern mehr Wohnraum schaffen möchte, aufgrund des Baurechts dazu aber bisher nicht in der Lage ist, möge sich an uns wenden, damit wir die Möglichkeiten prüfen können. Je nach Gegebenheit lassen sich dadurch möglicherweise zusätzlichen Wohnraum kurzfristig ausschöpfen.“

Zum Hintergrund: Hamburg ist beliebt und wächst. Seit Jahren verzeichnet die Stadt steigende Zuzugszahlen. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist dadurch bereits seit Jahren angespannt, Mieten steigen stetig.

Die große Zahl von hilfesuchenden Menschen, die vor Krieg und Verfolgung aus ihren Ländern fliehen, kam im Jahr 2015 noch hinzu und verschärfte die Lage auf dem angespannten Markt weiter. Viele der Menschen konnten bisher oftmals nur notdürftig untergebracht werden. Als Reaktion darauf sollte jeder Hamburger Bezirk Flächen benennen, auf denen kurzfristig Wohngebäude für Geflüchtete erstellt werden sollen. Diese Flächen sind aus ökologischen und sozialen Gründen in den meisten Fällen für Wohnungsbau jedoch ungeeignet.

Die GRÜNEN in Wandsbek wollen daher andere Wege gehen, um die Bebauung weiterer Grünflächen zu verhindern und gleichzeitig ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Die Nachverdichtung und Aufstockung von bestehenden Wohnquartieren soll zukünftig noch stärker in den Fokus gerückt werden. Dies kann wertvolle Grünflächen schonen und sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung der Wohneinheiten auf den Bezirk, anstatt diese an wenigen Stellen zu konzentrieren.

Grundeigentümer, die gern nachverdichten möchten, sind aufgefordert, eine kurze Mail mit Lage und Beschreibung ihrer Wohneinheiten sowie mit Kontaktdaten an kreisverband(ät)gruene-wandsbek.de zu senden.

Pressemitteilung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Wandsbek

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