Radverkehr ist wichtiger Baustein für einen Mobilitätsmix

Hamburg ist beim Ausbau seiner Verkehrsinfrastruktur in den letzten Jahren ein großes Stück vorangekommen. Neben Auto, Bus und Bahn spielt dabei auch der Radverkehr eine wichtige Rolle.

 

In der heutigen Aktuellen Stunde der Bürgerschaft erklärt dazu Lars Pochnicht, Radverkehrsexperte der SPD-Fraktion: „Wir brauchen und wir fördern hier in Hamburg einen Mobilitätsmix, der die unterschiedlichen Verkehrsträger mit ihren jeweiligen Stärken nachhaltig und zukunftsfähig miteinander vernetzt. Unser Projekt ‚Fahrradstadt Hamburg‘ ist dabei ein ganz wichtiger Baustein. Und die Richtung ist klar: Wir wollen den Radverkehrsanteil auf 25 Prozent in den 2020er Jahren steigern, denn für die Mobilität in einer modernen Metropole wie Hamburg ist das Fahrrad unverzichtbarer Bestandteil.“

Pochnicht weiter: „Und natürlich haben wir immer auch alle anderen Verkehrsträger im Blick. Bestes Beispiel dafür ist unser erfolgreiches Erhaltungsmanagement Straßen: Wir sanieren jedes Jahr 100 Kilometer Fahrbahn und davon profitieren Autofahrer, Busse – aber eben auch Radfahrende. Deswegen ist eine Maßnahme für den Autoverkehr oftmals auch gleichzeitig eine für den Radverkehr. Und zu dieser guten Infrastrukturpolitik gehört auch, dass wir immer nach der besten Radverkehrsführung suchen. Mit dem Projekt Radweg-Check haben wir den Grundstein für eine systematische Überprüfung aller Flächen für den Radverkehr gelegt. Dabei zeigt sich, dass viele altbekannte Radwege nicht mehr das taugliche Mittel für die Zukunft sind. Mehr Sicherheit wird dort erreicht, wo der Radfahrende deutlich erkennbar ist. Und das ist er häufig nicht auf dem Fahrradweg hinter Büschen und parkenden Autos, sondern auf der Fahrbahn. Deswegen haben wir überall dort, wo Fahrbahnen oder ganze Straßen neu gebaut worden sind, auch gleich zeitgemäße Radverkehrsanlagen hergestellt, sei es in Form der Radfahr- oder Schutzstreifen oder in besonderen Fällen als Fahrradstraße.“

Neben vielen Einzelthemen setze Hamburg gerade auch auf eine sinnvolle Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsträger, so Pochnicht weiter: „Mit dem Bike-and-Ride-Programm investieren wir mehr als 30 Millionen Euro in die Infrastruktur an den S- und U-Bahn-Haltestellen. Damit entstehen 1.200 neue B+R-Plätze im Jahr, bis 2025 werden wir in Hamburg rund 28.000 Plätze haben, davon die Hälfte überdacht. So erleichtern wir den Umstieg vom Fahrrad in die Bahn und umgekehrt und verbessern so die Verknüpfung dieser beiden modernen Verkehrsmittel. Denn auch beim schienengebundenen Nahverkehr setzen wir auf Wachstum. Der Sprung zunächst an die Elbe mit der neuen U- und S-Bahn-Station Elbbrücken, neue Haltepunkte in Ottensen und Oldenfelde, die U4 nach Osten Richtung Horner Geest, die S4 nach Oldesloe und nicht zuletzt die U5 nach Steilshoop und Bramfeld sowie die Anbindung von Lurup und des Osdorfer Born. All diese Haltepunkte wird man zukünftig auch für Bike & Ride nutzen können.“

Pressemitteilung SPD Bürgerschaftsfraktion

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