Fünf weitere Haltestellen werden barrierefrei

Das Großprojekt „Barrierefreier Ausbau“ nimmt weiter an U-BahnzeichenFahrt auf. Während aktuell an vier Haltestellen (Klosterstern, Ohlstedt, Buchenkamp und Schmalenbeck) parallel gebaut wird, beginnt die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) in diesen Wochen die Arbeiten an fünf weiteren Haltestellen: Auf der U1 werden Ahrensburg West, Ahrensburg Ost und Buckhorn, auf der U2 Joachim-Mähl-Straße und Hagendeel barrierefrei ausgebaut.

 

Insgesamt befinden sich damit neun der 91 U-Bahn-Haltestellen zeitgleich im barrierefreien Ausbau – mehr als je zuvor. Wenn die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, verfügt die Hamburger U-Bahn über 67 barrierefreie Haltestellen, dies entspricht einem Wert von 74 Prozent – verglichen mit gerade einmal 42 Prozent vor Beginn des senatsfinanzierten Großprojektes 2012. Innerhalb des Projektes verfünffachte die HOCHBAHN das Ausbautempo. Bis Anfang des kommenden Jahrzehnts soll das komplette Hamburger U-Bahn-System barrierefrei sein.
Jede Haltestelle stellt spezifische Herausforderungen
Damit ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Fahrgäste mit Handicaps einfach und bequem die U-Bahn nutzen können, erhalten alle Haltestellen Aufzüge, höhere Bahnsteige und ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte Menschen. Jede Haltestelle bietet aber andere bauliche, verkehrliche und sonstige Rahmenbedingungen, auf die sich die Umbauplanungen und Arbeiten einstellen müssen:
Ahrensburg West: Neben den Maßnahmen für den barrierefreien Ausbau werden ein neuer Fahrgastunterstand gebaut, eine neue Beleuchtung installiert, die Bahnsteigwände saniert und elektrische Türen im Haltestellengebäude eingebaut. Die Haltestelle ist als „Einfaches Kulturdenkmal“ klassifiziert. Der Umbau kostet 2 Millionen Euro und wird von der NAH.SH GmbH, dem Kreis Stormarn und der Stadt Ahrensburg gefördert. Die Haltestelle nutzen täglich rund 3 000 Fahrgäste. Der Umbau startet am 20. Juni 2016. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein.
Ahrensburg Ost: Für den barrierefreien Ausbau muss ein neuer Aufzugsturm in die Böschung gebaut werden. Auch hier werden die Bahnsteigwände saniert und elektrische Türen im Haltestellengebäude eingebaut. Gleichzeitig erhält der Vorplatz ein neues Gesicht. Die Haltestelle ist als „Einfaches Kulturdenkmal“ klassifiziert. Der Umbau kostet 1,4 Millionen Euro und wird von der NAH.SH GmbH, dem Kreis Stormarn und der Stadt Ahrensburg gefördert. Die Haltestelle nutzen täglich rund 1 500 Fahrgäste. Der Umbau startet am 13. Juni 2016. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein.
Buckhorn: Für den barrierefreien Ausbau müssen ein neuer Aufzugsturm und eine neue Fußgängerbrücke gebaut werden. Der Umbau kostet 2,7 Millionen Euro. Die Haltestelle nutzen täglich rund 1 300 Fahrgäste. Der Umbau startet am 4. Juli 2016. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein.
Gemeinsam mit den drei schon gestarteten U1-Haltestellen Ohlstedt, Buchenkamp und Schmalenbeck und den schon laufenden Brücken- und Instandsetzungsarbeiten sind die Maßnahmen auf der „Walddörfer Bahn“ eines der größten HOCHBAHN-Projekte der letzten Jahrzehnte. Aufgrund der Bündelung der Maßnahmen muss die U1 nur einmal gesperrt werden, allerdings aufgrund der Komplexität der Einzelmaßnahmen für einen längeren Zeitraum.

Vom 2. Juli bis zum 20. Oktober fahren zwischen Volksdorf und Großhansdorf Busse statt Bahnen.
WUZ-Info: Die Strecke nach Ohlstedt ist von der Sperrung nicht betroffen

Auch auf der U2 laufen die Arbeiten an den noch nicht barrierefreien Haltestellen an:
Joachim-Mähl-Straße (Niendorf): Die Haltestelle erhält zwei Aufzüge (je einen pro Bahnsteig). Um die Einschränkungen für die Fahrgäste und den Straßenverkehr so gering wie möglich zu halten, erfolgt der Umbau in zwei Phasen. Eine Sperrung der U2 ist nach derzeitigen Planungen nicht erforderlich. Der Umbau startet am 13. Juni 2016 und soll im Sommer 2018 abgeschlossen sein. Er kostet insgesamt 4,4 Millionenen Euro. Die Haltestelle wird täglich von rund 2 300 Fahrgästen genutzt.
Hagendeel (Lokstedt): Die Haltestelle erhält zwei Aufzüge (je einen pro Bahnsteig). Der hohe Grundwasserstand erfordert eine Vereisung des Bodens zur Herstellung der Baugrube. Der Umbau startet am 27. Juni 2016 und soll im Herbst 2017 abgeschlossen sein. Er kostet insgesamt 3,7 Millionen Euro. Die Haltestelle wird täglich von rund 3 500 Fahrgästen genutzt.
Im Herbst beginnen dann schließlich auch die Arbeiten an der letzten noch nicht barrierefreien U2-Haltestelle: Merkenstraße. 2018 werden dann alle U2-Haltestellen barrierefrei sein.

Pressemitteilung Hamburger Hochbahn AG

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