31. Tschernobyl-Jahrestag

Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft: Benefiz-Filmvorführung für „Pryvit“ im Metropolis Kino Hamburg am Sonntag, 7. Mai 2017 um 17 Uhr, Kleine Theaterstr. 10.

 

„Nicht nahe herangehen! Nicht küssen! Nicht streicheln! Das ist nicht mehr der geliebte Mensch, er ist ein verseuchtes Objekt.“

Im ​Oskarbeitrag Luxemburgs 2017 adaptiert der Regisseur ​Pol Cruchten einfühlsam und bildgewaltig den Bestseller von ​Swetlana Alexijewitsch​. Die Nobelpreisträgerin ist drei Jahre lang durch Weißrussland und die Ukraine gereist und sprach mit Betroffenen des Reaktorunglücks von Tschernobyl​, der größten technogenen Katastrophe der Menschheit. Viele der Interviewten sind kurze Zeit später an den Folgen der Verstrahlung gestorben und auch die Autorin selbst trug schwere gesundheitliche Schäden davon. Der Arthouse Dokumentarfilm stellt die Nuklearkatastrophe bewusst nicht in den Mittelpunkt. Stattdessen offenbaren die Protagonisten ihre gebrochenen Schicksale und erzählen ihre ganz persönlichen Geschichten.

50% der Kasseneinnahmen werden für Kinder aus dem Tschernobyl-Gebiet gespendet. Der gemeinnützige Verein ​PRYVIT – Hilfe für Tschernobyl-Kinder e.V. aus Großhansdorf bei Hamburg organisiert seit 2012 jährlich Erholungsaufenthalte für 16 bis 18 kranke und erholungsbedürftige Kinder und Jugendliche aus dem Tschernobyl-Gebiet in Deutschland. Die Gäste erleben nicht nur ein abwechslungsreiches Ferienprogramm, sie werden auch durch Fachärzte verschiedener Disziplinen umfassend medizinisch versorgt. Auch nach der Rückkehr in ihre Heimatdörfer unterstützt der Verein PRYVIT die bedürftigen Familien in vielfältiger Weise.

Mehr Infos: www.pryvit.de

PRYVIT – Einladung METROPOLIS-Kino 07.05

Pressemitteilung Verein Pryvit

31. Tschernobyl-Jahrestag: Proteste in Brokdorf und anderswo
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ruft für den 23. April 2017 gemeinsam mit Anti-Atomkraft-Initiativen und anderen Organisationen zur Teilnahme an einer Protest- und Kulturmeile an dem Atomkraftwerk Brokdorf auf. Anlass der Aktion, die um „zwei vor zwölf“ Uhr beginnt, ist der 31. Jahrestag des Beginns der Atomkatastrophe in Tschernobyl (26. April 1986).

Im Aufruf zur Teilnahme an dieser bunten Demonstration heißt es: „Im Falle eines schweren Nuklear-Unfalls im AKW-Brokdorf müsste Norddeutschland evakuiert werden – von Flensburg bis Hannover, von Emden bis Schwerin. Das hat die für den Strahlenschutz zuständige Behörde, das Bundesamt für Strahlenschutz, im Jahr 2014 errechnet. Bis zur Stilllegung des AKW Brokdorf sind wir, ca. 5 Millionen Menschen, dem Risiko einer Verstrahlung ausgesetzt. Außerdem wachsen die Atommüllberge weiter.“

Aktuell fordert der BBU, dass Landes-Umweltminister Robert Habeck sein Versprechen an die Bevölkerung von Schleswig-Holsteinisch Bevölkerung einhält, das AKW Brokdorf abgeschaltet zu lassen, da die Ursache der Oxidation der Brennstäbe nach wie vor ungeklärt ist. „Minister Habeck sollte konsequent bleiben und gleich die endgültige Abschaltung gegenüber den AKW-Betreibern Preussen-Elektra und Vattenfall durchsetzen“, so das Hamburger BBU-Vorstandsmitglied Regina Ludewig.

Informationen zur Demonstration in Brokdorf: http://www.brokdorf-akut.de, http://akw-brokdorf-abschalten.de Der BBU fordert generell die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und Atomanlagen – und das international. Der Verband engagiert sich zudem gegen die zahlreichen Atomtransporte, und fordert speziell für die norddeutschen Hafenstädte ein Transport- und Verladeverbot für die Häfen.

Weitere Aktionen zum 31. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe finden u. a. an den AKW-Standorten Philippsburg und Lingen statt. In Philippsburg findet am 25. April von 17 Uhr bis 19.30 Uhr eine Mahnwache auf dem Marktplatz statt. In Lingen wird am 26. April von 18 Uhr bis 18.30 Uhr mit einem Schweigekreis an die Tschernobyl-Katastrophe erinnert und vor den Gefahren der Atomanlagen in Lingen gewarnt. Weitere Termine aus der Anti-Atomkraft-Bewegung unter http://www.bbu-online.de/Termine/Termine.htm

Pressemitteilung BBU

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