Freiluftkino Rathausmarkt: Politische Kurzfilme im Juli

Freiluftkino Rathausmarkt: Landeszentrale für politische Bildung präsentiert vom 20. – 30. Juli politische Kurzfilme. In bewährter Tradition regen verschiedene filmische Sequenzen vor den Hauptfilmen zum Nachdenken und Reflektieren an

 

Jeweils ab 22.00 Uhr beschert das Freiluftkino auf dem Hamburger Rathausmarkt auch in diesem Jahr cineastische Leckerbissen unter hoffentlich wolkenlosem Sommernachtshimmel.
In enger Kooperation mit der KurzFilmAgentur Hamburg hat die Landeszentrale für politische Bildung wieder ein Kurzfilmprogramm zusammengestellt, das sich buchstäblich sehen lassen kann.
Der Eintritt frei.

Impulse zum Nachdenken und Reflektieren und vielleicht auch neue Sichtweisen geben die filmischen Sequenzen, die jeweils vor dem Hauptprogramm der Kinoabende gezeigt werden.

Und hier die Programmübersicht zu diesem kostenfreien Kinoangebot:

Donnerstag, 20.7., Call of Beauty, D 2016, Brenda Lien, 8’40“

Zwei Freundinnen betreiben einen Schmink-Kanal auf YouTube. Im Dschungel von Schönheitswahn, Beauty-Industrie und Produktplatzierung stellt sich die Frage, ob YouTube noch das freie Medium ohne Grenzen ist, oder ob es schon längst zu einem industriell gekerbten Raum geworden ist.

Hauptfilm: Drive OmU, USA 2011, Nicolas Winding Refn, 101 min.

Freitag, 21.7.,Mediterranian Dreams, Iran 2017, Misagh Bahraloloomian, 3’40“

Eine Frau findet einen Knopf im Bauch eines Fisches. Der Knopf hat eine Geschichte …

Der Spielfilm schneidet Nachrichtenbilder über die Flüchtlingskrise im Mittelmeer zusammen mit den Bildern eines Fisches, der ausgenommen wird. Ohne Worte und mit assoziativen Bildern erzählt der Film die Geschichte alltäglicher Not, Verzweiflung und der Spuren des Todes im Mittelmeer.

Hauptfilm: Citizen Kane OmU, USA 1941, Orson Welles, 119 min.

Sonnabend, 22.7.,Transit, D 2016, Oliver Kracht, 9’30“

Die zwei Kriegsfotografen Chris und Samuel stecken im Transitbereich eines internationalen Flughafens fest. Lange arbeiten sie schon zusammen. Als Fotografen, die ihr Leben für den Journalismus riskieren, und als enge Freunde, die füreinander auch in schwierigen Zeiten da sind.

Hauptfilm : La Boum OmU, F 1980, Claude Pinoteau, 114 min.

Sonntag, 23.7., Life Cycles, GB 2016, Ross Hogg, 4’17“

Der Animationsfilm ist eine beobachtende Erkundung von Routine, Monotonie, Aufmerksamkeit und Ablenkung. Mit einer regelbasierten, rhythmischen Struktur überhöht er die banalen persönlichen und zuordnenden Aspekte des Lebens bei gleichzeitiger Aufrechnung mit ernsteren, umfassenderen Fragestellungen, die kontinuierlich in unser Leben hineinsickern und zu neuer Normalität werden.

Hauptfilm: Gegen die Wand, D 2004, Fatih Akin, 121 min.

Montag, 24.7.

Keine Vorstellung

Dienstag, 25.7., Sprachlos, D 2016, Robin Polak, 6’47“

Ein kleiner Junge irrt durch ein Spielzeuggeschäft voller für ihn seltsam und unverständlich sprechender Menschen. Auf sich allein gestellt, vertraut er sich einer jungen Mutter an, die auch ohne Worte einen Weg findet, um mit ihm zu kommunizieren. Dadurch kann er ihr etwas mitteilen, auf das sie nicht vorbereitet war.

Hauptfilm: Night Moves OmU, USA 2014, Kelly Reichardt, 113 min.

Mittwoch, 26.7., Greetings from Aleppo, NL/Syrien 2017, Issa Touma, Floor van der Meulen, Thomas Vroege, 16’00“

„Greetings from Aleppo“ enthüllt, wie wenig die Nachrichten über Syrien mit den alltäglichen Erfahrungen der Menschen dort übereinstimmen. Der Fotograf Issa Touma setzt nicht auf plakative Erklärungen; er filmt das Leben, die Unvereinbarkeiten und Beharrlichkeit, wie sie sich vor seiner Kamera entfalten.

Hauptfilm: Außer Atem OmU, A bout de souffle, Frankreich 1959, Jean-Luc Godard, 88 min.

Donnerstag, 27.7., Die Hochzeits-Polizei, D 2016, Rogier Hardemann, 14’40“

Der russische Expat Mikail lebt glücklich in einer Partnerschaft mit seinem Mann in Berlin, als Hauptkommissar Böhnenkamp ihn beschuldigt, nicht schwul zu sein und eine Scheinehe zu führen. Ein Zeuge hat gesehen, wie er eine Frau küsste! Aber wie sich herausstellt, sind die Dinge nicht immer, wie sie scheinen.

Hauptfilm: Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben OmU
Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb
GB 1964, Stanley Kubrick, 93 min.

Freitag, 28.7., Not Guilty, D 2017, Maxim Kuphal-Potapenko, 3’51“

Schwul und schuldig? Heinz hat 1961 das Knie eines anderen Mannes gestreichelt. Dafür wurde er zu zwei Jahren Bewährung und drei Wochenenden Jugendknast verurteilt. Er ist bis heute nicht rehabilitiert worden.

Hauptfilm: Freeheld – Jede Liebe ist gleich OmU, USA 2015, Peter Sollett, 104 min.

Sonnabend, 29.7., Zufall, D/CH 2016, Thaïs Odermatt, 6’00“

Wo beginnt der Zufall im Leben eines jeden Menschen? Eine essayistische Reflektion über die Bedeutung des „Zufalls“.

Hauptfilm: Inside Llewyn Davis OmU, USA/F 2013, Ethan Coen, Joel Coen, 105 min.

Sonntag, 30.7., Wo der Widder stand, D 2017, Dorit Kiesewetter, Carsten Knoop, 3’01“

Wenn ich gehe, geht ein Bison. Wenn ich raste, ruht ein Berg. – Dieser Film ist zugleich eine ironische Reminiszenz an Werner Herzog, sein Anwandern gegen den Tod der deutschen Filmhistorikerin Lotte Eisner 1974 und ein Ausflug in die deutsche (Widerstands-)Kultur.

Hauptfilm: Lunchbox OmU, IND/F/USA/D 2013, Ritesh Batra, 105 min.

Änderungen vorbehalten.

Eine Veranstaltung der Kinemathek Hamburg e.V. / Metropolis Kino in Zusammenarbeit mit der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

Politische Kurzfilme präsentiert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Nähere Informationen sind unter www.freiluftkino-hamburg.de abrufbar.

Pressemitteilung Behörde für Schule und Berufsbildung / Landeszentrale für politische Bildung

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