Greenpeace zum CO2-Vorschlag von ICEA-Präsident Zetsche

Die CO2-Grenzwerte der europäischen Autoflotte sollen nach dem Jahr 2020 nur noch abhängig von der Zahl verkaufter E-Autos sinken. Dies hat Daimler-Chef Dieter Zetsche, Präsident des europäischen Verbands der Automobilhersteller ACEA, heute auf der IAA vorgeschlagen. Der Flottengrenzwert soll bis 2030 um 20 Prozent verglichen mit 2021 sinken, 2025 soll der Marktanteil an E-Autos geprüft werden und abhängig davon das CO2-Ziel gesenkt oder erhöht werden. Es kommentiert Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan.

 

„Mit Zetsches Vorschlag versuchen sich die Autobauern weiter vor jeder Verantwortung im Klimaschutz zu drücken. Einen tatsächlichen Beitrag zum Schutz des Planeten wird die Branche nur mit einem verbindlichen CO2-Ziel leisten, das ambitioniert genug ist, den Abschied vom Öl einzuleiten.

Den jüngsten E-Auto-Ankündigungen zum Trotz, ignoriert die Autoindustrie weiter die nötige Geschwindigkeit, mit der sich ihr Geschäft ändern muss. Nur ein Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor hilft dem Klimaschutz und der deutschen Autoindustrie im aktuellen Branchenumbruch. Die nächste Bundesregierung muss hier für nötige Klarheit sorgen und sicherstellen, dass ab 2025 nur noch Autos ohne Verbrennungsmotor zugelassen werden.“

Pressemitteilung Greenpeace

 

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