Veranstaltungen im Botanischen Sondergarten

Der Botanische Sondergarten mitten im Kern von bot. sondergarten wandsb.Wandsbek ist eine Oase zur Entspannung. Bei den Gartenwissen-Führungen und in den kostenlosen Ausstellungen können sich Natur- und Gartenfreunde über die Zusammenhänge in der Natur – insbesondere der Pflanzenwelt – eingehend informieren. Sessel und Bänke in der Parkanlage laden zum Verweilen ein.

 

Im Botanischen Sondergarten finden wieder Gartenwissen-Vorträge, Führungen und Ausstellungen statt. Eine Anmeldung unter Telefon: 040 – 693 97 34 oder per E-Mail an sondergarten(ät)wandsbek.hamburg.de ist erforderlich. Weitere Informationen unter: www.hamburg.de/wandsbek/veranstaltungen-im-sondergarten.

VERANSTALTUNGEN

Dienstag, 29. Mai 2018 – 18 bis 20 Uhr Imkern in der Stadt oder „Urban beekeeping“ mit Manuel Sachse

Imkern in der Großstadt oder einfach dem Trend „Urban beekeeping“ (städtisches Bienenhalten) folgen? Dieser Kurs vermittelt hierzu Grundlagenwissen. Ein Honigbienenvolk auf Dach oder Balkon muss gepflegt und darf nicht sich selbst überlassen werden. Es ist unabdingbar zu wissen, wie Bienenkrankheiten zu erkennen und zu bekämpfen sind um eigene und Nachbarbienen zu schützen.

Eigenbeteiligung: 2 Euro pro Person (Kinder frei)

Sonntag, 3. Juni 2018 – 18 bis 20 Uhr Vogelkundlicher Rundgang mit Michael Rademann

Für viele Vögel ist Hamburg wie ein Wald. Sie sehen die Bäume und Wiesen inmitten der Häuserschluchten, die Gebäude nehmen die Vögel als Felsen und mögliche Nistplätze war. In Hamburg kommen deshalb ungefähr 150 Vogelarten vor, von denen viele auch im Botanischen Sondergarten Wandsbek brüten und nach Nahrung suchen. Auf den zweistündigen Wanderungen durch den Botanischen Sondergarten geht es um typischen Stadt- und Gartenvögel, wie Amsel, Singdrossel, Zilpzalp, Buntspecht, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Kohlmeise, Blaumeise, Gartenbaumläufer und Kleiber. Auch besondere Gäste des Botanischen Sondergartens wie der Austernfischer und Sperber können mit etwas Glück beobachtet werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren wie sich die einzelnen Vogelarten an ihrer Stimme und Kennzeichnungen, wie Größe, Gestalt und Färbung des Gefieders unterscheiden.

Eigenbeteiligung: 5 Euro pro Person


Phänologie-Projekt im Sondergarten
Vierte Runde: Gesucht wird der Frühsommer! – Zeigerpflanze: Holunder
Als es noch keine Wetterprognosen gegeben hat, wurde das Wetter genau beobachtet. Darauf basieren die sogenannten Bauernregeln: auf langjährigen Beobachtungen des Wetters. Die beobachteten Regelmäßigkeiten in Wetterabläufen und die Entwicklung der angebauten Pflanzen wie z.B. Getreide, wurde in Form von Reimen festgehalten.

Die Phänologie basiert auf den Beobachtungen der Tiere und Pflanzen. Sie beschäftigt sich mit witterungs- bzw. klimaabhängigen Ereignissen in der Natur. Es werden beispielsweise Blütenbildung und Blattfall beobachtet. Die Erkenntnisse werden im Gesundheitswesen (Pollenflug) und in der Landwirtschaft angewendet. Diese „Erscheinungslehre“ gliedert den Jahresablauf nicht in nur vier, sondern in zehn Jahreszeiten. Diese zehn Jahreszeiten orientieren sich an den Entwicklungen der so genannten „Zeigerpflanzen“.
Das Phänologie-Projekt des Botanischen Sondergartens möchte, gemeinsam mit Hamburger Naturfreundinnen und -freunden und Gartenbesitzerinnen und -besitzern, die zehn oben ausgewählten phänologischen Zeigerpflanzen beobachten. Der Beginn der phänologischen Jahreszeiten ist lokal sehr unterschiedlich (von Stadtteil zu Stadtteil) und ändert sich auch von Jahr zu Jahr.
Die Beobachtungen der „Phänophasen“ können Veränderungen des Klimas aufzeigen und dienen somit dazu, den Klimawandel im Auge zu behalten.

Der Holunderstrauch ist die Zeigerpflanze für den Frühsommer. Der Deutsche Wetterdienst hat die Holunderblüte in Deutschland für den 1. Juni 2018 (Mittelwert aus den Vorjahren) prognostiziert. Doch wann blühen die Holundersträuche in den verschiedenen Hamburger Stadtteilen? Der Botanische Sondergarten nimmt ab sofort Meldungen entgegen. Gemeldet werden kann jeder Schwarze Holunder an dem sich an der am weitesten entwickelten Trugdolde etwa 50 Prozent der Einzelblüten völlig geöffnet haben. Meldungen bitte immer mit Datum und Ort (Stadtteil in Hamburg und 25 Kilometer Umkreis). Beobachtungen können online (www.hamburg.de/wandsbek/phaenologie) oder per Telefon (040 – 693 97 34) gemeldet werden. Wichtig ist die Angabe von Stadtteil und Datum!
Der Sondergarten Referenz-Holunder wächst im Rundgang.

Ergebnis der dritten Runde: Vollfrühling – Zeigerpflanze: Apfelbaum
Die Apfel-Blüte setzte im Botanischen Sondergarten am 29. April 2018 ein. Alle gemeldeten Daten finden Sie auf unserer Phänologie-Seite im Internet.
Als nächstes wird der Blühbeginn der Lindenbäume, als Zeigerpflanze für den Hochsommer, gesucht werden.


Pflanzen-Tauschtisch im Sondergarten
Für Zimmer- und Gartenpflanzen die ein neues Zuhause suchen
Aufgrund des großen Erfolges in den vergangenen Jahren, wurde vor dem Gewächshaus des Botanischen Sondergartens (Walddörferstraße 273) wieder ein Pflanzen-Tauschtisch aufgestellt.
Vom 15. Mai bis 31. Oktober haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Pflanzen, für die kein Platz auf der Fensterbank oder im eigenen Garten ist, abzugeben. Zugleich können eine oder mehrere Pflanzen vom Tauschtisch in Obhut genommen werden, auch wenn keine Gewächse mitgebracht wurden. Tauschen – abgeben – mitnehmen ist das Motto dieses Angebotes.
Öffnungszeiten: Montags bis donnerstags von 7 bis 15 Uhr und freitags von 7 bis 14 Uhr.
Außerhalb dieser Öffnungszeiten ermöglichen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer eine Besichtigung in den Nachmittagsstunden und am Wochenende.


Abgabestellen für Weihnachts­bäume, Blumenzwiebeln und Amaryllis eingerichtet

Kostenlose Tauschtische ermöglichen Zweitnutzung
Gern werden Tannen oder Fichten mit Ballen für das Weihnachtsfest gekauft. In Ermangelung eines eigenen Gartens landen die Bäume anschließend häufig in der Bio-Tonne. Das kann jedoch vermieden werden: Weihnachtsbäume, die über einen guten Wurzelballen verfügen, können stattdessen ab jetzt auf dem Weihnachtsbaum-Tauschtisch im Botanischen Sondergarten Wandsbek abgestellt werden.

Ein ähnliches Schicksal haben abgeblühte Christrosen, Narzissen-, Tulpen- und Hyazinthenzwiebeln. Sie werden gern als Topfpflanze fürs Zimmer gekauft. Viele landen dann abgeblüht in der Biotonne oder im Restmüll. Auch hier vermittelt der Botanische Sondergarten. Der Blumenzwiebel-Rettungstisch steht ab sofort wieder vor dem Gewächshaus und nimmt alle abgeblühten Zwiebelpflanzen aus Zimmerkultur auf.

Erstmals nimmt der Botanische Sondergarten in diesem Jahr auch abgeblühte Rittersterne (häufig als Amaryllis im Handel) an. Diese Pflanzen können im kleinen Raum (kalte Abteilung) des Gewächshauses in eine bereitstehende Kiste gestellt werden. Es wird darum gebeten die Töpfe mit einer Information über die Blütenfarbe zu versehen. Alle Blumenzwiebeln speichern über ihre Blätter Energie für den Austrieb in der nächsten Saison. Daher dürfen die Blätter nicht abgeschnitten werden.

Bürgerinnen und Bürger mit eigenem Garten können sich den Weihnachtsbaum oder die Freiland-Blumenzwiebel von den Tischen mitnehmen und in den Garten pflanzen. Rittersterne werden nur in Zimmerkultur vermittelt. Es fallen keine Vermittlungsgebühren an.

Die Tauschtische erreichen Sie montags bis freitags zwischen 7:00 und 15:00 Uhr. Zurzeit werden ausschließlich die oben beschriebenen Pflanzen angenommen.


Rizinus ist Giftpflanze des Jahres 2018

Öffentliche Abstimmung im 14. Jahr mit Rekordbeteiligung
Zum 14. Mal gibt der Botanische Sondergarten Wandsbek das Ergebnis der Wahl zur „Giftpflanze des Jahres“ bekannt. Im Gegensatz zu anderen Nominierungen im Bereich „Natur des Jahres“ kann jede und jeder Kandidaten vorschlagen und sich an der Abstimmung beteiligen.
Am 15. Dezember 2017 endete die 200tägige Abstimmung. Die Rizinus-Pflanze ging daraus als Sieger hervor. So trugen 24,7 Prozent, gleich 1.369 der 5.542 gültigen Stimmzettel, den Namen der Rizinus-Pflanze. Die Wahlbeteiligung war in bei diesem Durchgang überdurchschnittlich hoch. In den vergangenen Jahren lag die Wahlbeteiligung durchschnittlich bei 1.200 Stimmen.

Die weiteren Plätze verteilen sich wie folgt:
2. Platz: Akelei Aquilegia vulgaris 1143 Stimmen (20,6 Prozent)
3. Platz: Seidelbast Daphne mezereum 1099 Stimmen (19,8 Prozent)
4. Platz: Liebesblume Agapanthus sp. 1040 Stimmen (18,8 Prozent)
5. Platz: Tomate Solanum esculentum 891 Stimmen (16,1 Prozent)

Die Wahl zur Giftpflanze des Jahres soll zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Giftpflanzen“ anregen und auf die giftige Wirkung einiger Pflanzen aufmerksam machen. Pflanzen mit giftigen Inhaltsstoffen haben keinen Makel, daher sollten sie grundsätzlich nicht aus den Gärten und der Natur entfernt werden.

Über die Giftpflanze des Jahres 2018

Die Rizinus-Pflanze, oder auch Wunderbaum und Palma Christi genannt, wird in Deutschland einjährig gezogen und in Parkanlagen und großen Gärten als Zierpflanze eingesetzt. Der dekorative Halbstrauch ist leicht an seinen großen gefingerten Blättern und seiner Größe (bis zu 2 Meter hoch und breit) zu erkennen.

Das bekannte Rizinus-Öl wird aus den Saatkörnern der schnellwüchsigen Pflanze gewonnen. Es kommt als Arzneimittel, Schmierstoff, Brennmaterial, als Rohstoff für Linoleumböden, in der Lack- und Farbherstellung und in Kosmetikartikeln (Grundstoff für Lippenstifte und Shampoo) zum Einsatz. Das stickstoffhaltige Rizinus-Schrot findet man in organischen Düngemitteln wieder.

Rizinus gehört zu den sehr stark giftigen Pflanzen. Eine Rizin-Vergiftung zeigt Symptome wie z.B. hohes Fieber, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Übelkeit und Erbrechen.

Unbehandelt tritt der Tod etwa 48 Stunden nach der Vergiftung ein. Beim geringsten Verdacht einer Vergiftung sollte man sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben. Die Giftinformations­zentralen sind rund um die Uhr erreichbar sind und können Auskunft geben. Das Giftinformationszentrum Nord erreichen Sie im Notfall unter 0551 / 19240.

Unter www.hamburg.de/giftpflanze-des-jahres gibt es weitere Informationen.

Die Aktion „Giftpflanze des Jahres“ geht weiter. Bis zum 20. Mai 2018 können Vorschläge für die Wahl der Giftpflanze des Jahres 2019 eingereicht werden.

Aus den Vorschlägen wird je eine giftige Nahrungspflanze, eine Staude, ein Gehölz und eine Kübel-/Zimmerpflanze sowie eine ein-/zweijährige Pflanze zur Wahl gestellt.

Vorschläge können über das Online-Formular: http://www.hamburg.de/wandsbek/gdj-kandidaten-vorschlag/oder per Telefon 040 – 693 97 34 eingereicht werden. Die Wahl der „Giftpflanze des Jahres“ 2019 beginnt am 1. Juni 2018 und endet am 15. Dezember 2018.

Alle Termine: http://www.hamburg.de/wandsbek/veranstaltungen-im-sondergarten/

Mehr Infos: www.hamburg.de/wandsbek/botanischer-sondergarten

Für stets aktuelle Informationen kann der Email-Newsletter des Botanischen Sondergartens abonniert werden – Anmeldung unter www.hamburg.de/wandsbek/sondergarten-news . Für Fragen steht der Leiter des Botanischen Sondergartens, Helge Masch unter Tel. 693 97 34 zur Verfügung.

Der Sondergarten befindet sich in der Walddörferstraße 273 in Hamburg-Wandsbek/Hinschenfelde

Pressemitteilungen Bezirksamt Wandsbek

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