Fluglärm: Nächtliche Verspätungen nehmen erneut deutlich zu

Die geltenden Betriebszeiten am Flughafen Hamburg werden weiter massiv verletzt. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung des BUND Hamburg hervor. Danach liegt die Anzahl der nächtlich verspäteten Starts und Landungen nach
23 Uhr in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2017 nochmals deutlich höher.

 

Sämtliche Maßnahmen, die seitens der Wirtschaftsbehörde und des Flughafens zur Eindämmung der Verspätungen angekündigt wurden, laufen erkennbar ins Leere.

„Es wird nachts immer lauter – allen Versprechungen zum Trotz. Senat und Bürgerschaft ducken sich weg und opfern die Lebensqualität vieler Hamburgerinnen und Hamburger den betriebswirtschaftlichen Interessen des Flughafens und der Fluggesellschaften“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.

Im Einzelnen: Die Landungen kommerzieller Linien- und Touristikflieger außerhalb der offiziellen Betriebszeit nach 23 Uhr liegen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 bei 364 und damit deutlich über den 199 Verspätungen im gleichen Zeitraum 2017. Bei den Starts, die besonders belastend sind, hat sich die Anzahl im Vergleich zu 2017 ebenfalls leicht gesteigert (61 in 2017 zu 65 in 2018). Die ersten fünf Monate 2018 verzeichnen damit die meisten Verspätungen in diesem Jahrzehnt (siehe Grafik).

Der BUND Hamburg tritt für ein konsequentes Nachtflugverbot ab 22 Uhr am Hamburger Flughafen ein und fordert die Bürgerschaft auf, in diesem Sinne über die Fluglärm-Volkspetition des BUND zu entscheiden. Am 20. Juni 2018 wird der zuständige Umweltausschuss dazu eine Empfehlung an die Bürgerschaft abgeben.

Aktueller Fluglärmbericht:
https://www.bund-hamburg.de/fileadmin/hamburg/Publikationen/Flugverkehr/2018-03-19_BUND_Fluglaermreport_2017_WEB.pdf

Pressemitteilung BUND-Landesverband Hamburg e.V.

 

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