Auf der richtigen Spur: Bus und Bahn immer beliebter

Immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger fahren Bus und Bahn oder sind mit dem Fahrrad unterwegs. Das ergibt die neueste Befragung Mobilität in Deutschland (MiD), die heute (28.6.) die aktuellen Zahlen für 2017 liefert. Demnach ist der Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs am Verkehrsaufkommen in Hamburg um vier Prozentpunkte von 18 auf 22 Prozent gestiegen. Auch das Fahrrad wird häufiger genutzt.

 

Der Anteil des Radverkehrs stieg um drei Prozentpunkte auf 15 Prozent. Zu Fuß bewegen sich die Menschen zu 27 Prozent fort – ähnlich wie in den Vorjahren (2008: 28%, 2002: 25%). Rückläufig hingegen ist der Anteil der Wege, die in Hamburg mit dem Auto gefahren werden: Waren es 2002 noch 47 Prozent, sank der Anteil im Jahr 2008 auf 42 Prozent. 2017 wurden 36 Prozent aller Wege mit dem Auto zurückgelegt, das entspricht einem Rückgang von sechs Prozentpunkten. Die Zahlen im Überblick:

  2002 2008 2017
ÖV 19% 18% 22%
Rad 9% 12% 15%
MIV 47% 42% 36%
Fuß 25% 28% 27%

Verkehrsmittelwahl in Hamburg (Modal Split)/ Anteil der Hauptverkehrsmittel an allen Wegen – Quelle: infas, DLR: MiD 2008/ MiD 2017

Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Mit dem zielgerichteten Ausbau unseres Nahverkehrs, mehr Bussen und U- und S-Bahnen, dichteren Takten und neuen Linien, schaffen wir ein besseres Angebot für die Hamburgerinnen und Hamburger, ihr Ziel sicher und komfortabel zu erreichen. Die jährlich steigenden Fahrgastzahlen zeigen: Das nehmen die Bürgerinnen und Bürger gerne an. Auch die Verbesserung der Radwege und die damit verbundene Zunahme des Radverkehrs sind gut für unsere Stadt. Die geplanten Velorouten bringen diese Entwicklung nachhaltig voran. Das alles entlastet den Straßenraum und führt zu weniger Verkehrslärm und sauberer Luft. Gleichzeitig sanieren wir unsere Straßen und Autobahnen, entwickeln intelligente Verkehrssysteme und bauen die Infrastruktur für E-Mobilität aus. Damit schaffen wir in Hamburg einen modernen Mobilitätsmix, der den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht wird.“

Mobilität in Deutschland (MiD) ist eine bundesweite Befragung von Bürgerinnen und Bürgern zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Sie wurde bereits in den Jahren 2002 und 2008 erhoben. Die aktuelle Studie wurde 2017 durchgeführt. Die Ergebnisse stehen ab Ende Juni 2018 schrittweise zur Verfügung. Insgesamt wurden im Hamburger Stadtgebiet 7.000 Haushalte befragt. Das entspricht ca. 12.000 Personen. Auch im HVV-Verbundraum wurde eine hohe Anzahl von Haushalten befragt, um differenzierte Ergebnisse zu erhalten.

Die Studie liefert repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemografie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (z.B. Wege nach Zwecken und Verkehrsarten). Die Daten bilden eine wichtige Grundlage für die Ableitung und die Bewertung von Maßnahmen im Verkehrs- und Mobilitätsbereich und Investitionsentscheidungen und sind für die Verkehrsplanung unverzichtbar.

Mit den Vorgängeruntersuchungen aus den Jahren 2002 und 2008 stehen nun Zeitreihen zur Verfügung, die es ermöglichen, Entwicklungen und Trends im Mobilitätsverhalten zu beobachten.

Pressemitteilung Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation


Studie zum Mobilitätsverhalten: Bill: „Grüne Verkehrswende in vollem Gang“

Die neue Studie „Mobilität in Deutschland“ zeigt, dass auch in Hamburg immer mehr Menschen auf die Nutzung eines eigenen Autos verzichten und dafür häufiger die ÖPNV in Anspruch nehmen. Auch die Zahlen zum Radverkehr machen deutlich: Die Fahrradstadt Hamburg nimmt Gestalt an. Insgesamt hat der Umweltverbund aus Rad- und Fußverkehrs sowie Öffentlicher Nahverkehr in Hamburg inzwischen einen Anteil von 64 Prozent. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion sieht dies als Erfolg der angestrebten grünen Verkehrswende.

Dazu Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die grüne Verkehrswende ist in vollem Gang, das Auto spielt eine immer geringere Rolle. Das ist nicht nur eine Entlastung für die Umwelt, sondern zeigt auch, dass sich das Mobilitätsverhalten in Hamburg grundlegend ändert. Immer mehr Menschen nutzen umweltfreundliche Verkehrsmittel in Hamburg und das eigene Auto verliert immer mehr an Bedeutung; elf Prozent Rückgang seit 2002 sprechen eine deutliche Sprache! Diesen Weg werden wir konsequent weiterverfolgen. Wir werden weiter in den Ausbau des ÖPNV investieren und setzen dabei neben Neubauprojekten auch auf Taktverdichtungen im bestehenden Netz, um kurzfristig mehr Angebote zu schaffen. Und der Ausbau der Fahrradstadt macht immer größere Fortschritte. Mit dem Ausbau der Velorouten wird Radfahren in Hamburg noch attraktiver. Unser Ziel, den Radverkehrsanteil in den 20er Jahren auf 25 Prozent zu erhöhen ist ambitioniert, aber machbar! Die Zahlen der Studie belegen eindrücklich, dass die Menschen dieser Stadt die Förderung des ÖPNV sowie des Rad- und Fußverkehrs wollen. Eine deutliche Mehrheit nutzt schon heute den Umweltverbund – und ich bin mir sicher, es werden in Zukunft noch mehr!“

Hintergrund:

Die Studie „Mobilität in Deutschland“ wurde im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums erstellt. Die Ergebnisse für Hamburg: Während die Nutzung des eigenen Autos gegenüber 2002 um elf Prozent von 47 auf 36 Prozent sank, stieg der Anteil des Öffentlichen Nahverkehrs um drei Prozent von 19 auf 22 Prozent sowie der Anteil des Radverkehrs von 9 auf 15 Prozent. Insgesamt hat der Umweltverbund aus Rad- und Fußverkehrs sowie Öffentlicher Nahverkehr in Hamburg damit einen Anteil von 64 Prozent.

Pressemitteilung GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg


Ganzheitliche Verkehrspolitik: Immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger steigen um

Der Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs am Verkehrsaufkommen in Hamburg ist 2017 von 18 auf 22 Prozent gestiegen. Das geht aus der Studie „Mobilität in Deutschland“ hervor, die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur angefertigt wurde. Im Rahmen der Studie wurden im Hamburger Stadtgebiet in 7.000 Haushalten ca. 12.000 Personen befragt.

Dazu Dorothee Martin, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Ich freue mich sehr, dass immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger auf das gute und umfangreiche Angebot von U- und S-Bahnen sowie Bussen umsteigen und damit zu einem Plus an umweltfreundlicher Mobilität beitragen. Die Rekordzahl von 780 Millionen Fahrgästen im letzten Jahr unterstreicht die Attraktivität unseres öffentlichen Nahverkehrs. Mit den weiteren Plänen der SPD für den Ausbau des ÖPNV – etwa mit der Erweiterung der U4, der neuen U5, S4 und S21 sowie der Taktverbesserung im Hamburger Süden – werden wir das Angebot konsequent verbessern. Der aufeinander abgestimmte Mobilitätsmix führt in Kombination mit dem Ausbau des Radwegenetzes in Hamburg erfreulicherweise auch zu einem Anstieg des Radverkehrs. Alleine in 2017 wurden in Hamburg über 30 Kilometer neue Radverkehrsführungen wie etwa Fahrradstraßen, Radfahrstreifen und Velorouten fertiggestellt. Für einen komfortablen und guten Verkehrsfluss sorgen auch die zahlreichen Sanierungsmaßnahmen auf unseren Hauptverkehrsstraßen. Im Rahmen des ITS-Kongresses wird Hamburg zudem zahlreiche Formen neuer Mobilitätsangebote testen und die Digitalisierung vorantreiben. Die verschiedenen Maßnahmen zeigen: Wir gestalten ganzheitliche Verkehrspolitik aus einem Guss, die sich an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger ausrichtet.“

Pressemitteilung SPD-Bürgerschaftsfraktion


Thering: Den Umstieg auf Busse, Bahnen und Fähren noch attraktiver machen
Hamburg hat ein Verkehrsproblem. Die Straßeninfrastruktur hat vielerorts ihre Kapazitätsgrenzen erreicht oder in Stoßzeiten sogar schon überschritten. Auch gerade im Alstertal und den Walddörfern wird dieses tagtäglich wieder deutlich. Es ist daher wichtig, gute Anreize für den Umstieg vom eigenen Auto zu schaffen. Der öffentliche Nahverkehr ist das Rückgrat der Mobilität in unserer Stadt. Zwar steigt der Anteil der Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs, doch reicht der derzeitige Anstieg noch nicht aus, um die Verkehrsprobleme der Gegenwart zu lösen. Die CDU setzt sich deshalb in einem Antrag dafür ein, die Attraktivität des ÖPNV mit verschiedenen Maßnahmen insgesamt deutlich zu steigern. Dazu zählen, dass in Normal- und Hauptverkehrszeiten nur noch Voll- und Langzüge und leistungsfähige Gelenkbusse eingesetzt werden, die Taktfrequenzen bei Bahnen und Bussen zu erhöhen, den 24-Stunden-Betrieb auf die Wochentage auszuweiten, das Angebot auf der Elbe auszubauen und auf anderen Gewässern einzuführen und die HVV-Angebote für Smartphones deutlich auszuweiten.

Dazu Dennis Thering, CDU Wahlkreisabgeordneter für das Alstertal und die Walddörfer: „Die Busse und Bahnen sind das Rückgrat der Mobilität in unserer Stadt. Besonders in den Hauptverkehrszeiten haben die Busse und Bahnen vielerorts ihre Kapazitätsgrenze erreicht und zum Teil bereits überschritten. Deshalb ist es uns als CDU auch ein besonderes Anliegen, die Leistungsfähigkeit und die Attraktivität der Busse, Bahnen und Fähren weiter zu steigern. Vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Zahl der angemeldeten Autos in Hamburg und der chaotischen Radverkehrspolitik von SPD und Grünen ist es wichtig, dass die Busse, Bahnen und Fähren noch leistungsfähiger werden. Überfüllte, verspätete und ausfallende Busse, Bahnen und Fähren müssen der Vergangenheit angehören. Neben einer verkürzten Taktung, dem regelhaften Einsatz von Langzügen und Gelenkbussen, wollen wir auch unter der Woche einen 24-Stunden-Betrieb bei Bussen und Bahnen realisieren. Ziel der CDU ist es, durch intelligente und pragmatische Lösungen mehr Menschen zum Umstieg vom eigenen Auto auf die verschiedenen Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs zu bewegen. Nur so können wir den verkehrspolitischen Herausforderungen der heutigen Zeit erfolgreich begegnen.“

Pressemitteilung Dennis Thering, MdHB, CDU

Dieser Beitrag wurde unter Bauen / Verkehr veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.