Veranstaltungen im Botanischen Sondergarten

Der Botanische Sondergarten mitten im Kern von bot. sondergarten wandsb.Wandsbek ist eine Oase zur Entspannung. Bei den Gartenwissen-Führungen und in den kostenlosen Ausstellungen können sich Natur- und Gartenfreunde über die Zusammenhänge in der Natur – insbesondere der Pflanzenwelt – eingehend informieren. Sessel und Bänke in der Parkanlage laden zum Verweilen ein.

 

 

Phänologie-Projekt im Sondergarten – Spätsommer

Sechste Runde – Zeigerpflanze: Vogelbeere (auch Eberesche genannt)

Als es noch keine Wetterprognosen gegeben hat, wurde das Wetter genau beobachtet. Darauf basieren die sogenannten Bauernregeln: auf langjährigen Beobachtungen des Wetters. Die beobachteten Regelmäßigkeiten in Wetterabläufen und die Entwicklung der angebauten Pflanzen wie z.B. Getreide, wurde in Form von Reimen festgehalten.

Die Phänologie basiert auf den Beobachtungen der Tiere und Pflanzen. Sie beschäftigt sich mit witterungs- bzw. klimaabhängigen Ereignissen in der Natur. Es werden beispielsweise Blütenbildung und Blattfall beobachtet. Die Erkenntnisse werden im Gesundheitswesen (Pollenflug) und in der Landwirtschaft angewendet. Diese „Erscheinungslehre“ gliedert den Jahresablauf nicht in nur vier, sondern in zehn Jahreszeiten. Diese zehn Jahreszeiten orientieren sich an den Entwicklungen der so genannten „Zeigerpflanzen“.

Das Phänologie-Projekt des Botanischen Sondergartens möchte, gemeinsam mit Hamburger Naturfreundinnen und -freunden und Gartenbesitzerinnen und -besitzern, die zehn oben ausgewählten phänologischen Zeigerpflanzen beobachten. Der Beginn der phänologischen Jahreszeiten ist lokal sehr unterschiedlich (von Stadtteil zu Stadtteil) und ändert sich auch von Jahr zu Jahr.

Die Beobachtungen der „Phänophasen“ können Veränderungen des Klimas aufzeigen und dienen somit dazu, den Klimawandel im Auge zu behalten.

Hochsommer?

Die Beobachtungsaufgabe zum Hochsommer, die Sommerlinde, ist ausgefallen. Der Hochsommer hatte es einfach zu eilig. Nach nur 14 Tagen Frühsommer (sonst durchschnittlich 23 Tagen) blühten bereits die ersten Sommerlinden (Datenquelle: www.dwd.de).

Wann sind die Früchte der Vogelbeerbäume reif?

Die reifen Früchte des Vogelbeerbaums zeigen den Beginn des Spätsommers an. Der Deutsche Wetterdienst hat hierfür für Anfang August (Mittelwert aus den Vorjahren) prognostiziert. Bürgerinnen und Bürger können dem Botanischen Sondergarten melden, an dem an der am weitesten ausgereiften Vogelbeerdolde alle Einzelfrüchte mit der höchsten Farbintensität leuchten!

Beobachtung können online (www.hamburg.de/wandsbek/phaenologie/) oder per Telefon (040 693 97 34) gemeldet werden. Wichtig ist die Angabe des Stadtteils bzw. Ort in Hamburg (25 km Umkreis) und des Datums!

Als nächstes wird der Blühbeginn der Herbstzeitlosen, als Zeigerpflanze für den Frühherbst, gesucht werden!


Vegetationsesser: Ausstellung von „Superfoods“ im Botanischen Sondergarten

Zum Speiseplan gehören oft weitaus mehr als einheimische und lang bekannte Pflanzen. Auch viele neue oder noch unbekannte Pflanzen aus anderen Ländern bereichern den Ernährungsplan, wie beispielsweise die Chiasamen, Gojibeeren, Amaranth, Quinoa, oder Johannisbrotkernmehl. Gesunde Ernährung, eine vegetarische oder vegane Lebensweise wird zunehmend wichtiger und nährstoffreiche Lebensmittel aus anderen Ländern, sogenannte „Superfoods“, versprechen gesundheitliche Vorteile und mehr Energie.

Mittlerweile gibt es einige riesige Auswahl an pflanzlichen Ersatzprodukten die beispielsweise Tierprodukte aus Milch durch Lupine oder Soja ersetzen. Aber auch Pflanzen die fast in Vergessenheit geraten sind oder kaum noch angebaut wurden, tauchen wieder auf: Teigwaren aus Dinkel und Roggen bieten eine Alternative zu den Weizenprodukten.

In der Ausstellung Vegetationsesser werden die Pflanzen im Botanischen Sondergarten gezeigt. Öffnungszeiten der Ausstellung: Montags bis donnerstags von 7:00 bis 15:00 Uhr, freitags von 7:00 bis 14:00 Uhr.

Die Ausstellung ist das Jahresprojekt der Mitarbeiterin im Freiwilligen Ökologischen Jahr im Botanischen Sondergarten Wandsbek.


VERANSTALTUNGEN / FÜHRUNGEN /VORTRÄGE

Im Botanischen Sondergarten finden Gartenwissen-Vorträge, Führungen und Ausstellungen statt. Eine Anmeldung unter Telefon: 040 – 693 97 34 oder per E-Mail an sondergarten(ät)wandsbek.hamburg.de ist erforderlich. Weitere Informationen unter: www.hamburg.de/wandsbek/veranstaltungen-im-sondergarten.

Dienstag, 14. August 2018 – 11 bis 12 Uhr und 14 bis 15 Uhr (Wiederholung) – Nicht zum Naschen – Kinderferienprogramm – mit Helge Masch
Pflanzenteile wie Blätter, Früchte Blüten und Wurzeln bestimmter Pflanzen gehören zum täglichen Essen. Sie liefern Vitamine, schmecken lecker und sind gesund. Jedoch gibt es auch Pflanzen deren Blätter, Früchte Blüten und Wurzeln nicht zum Essen geeignet sind, da diese giftige Stoffe enthalten. Diese Stoffe benötigt die Pflanze zur Abwehr von Schädlingen.
Doch wie lassen sich giftige von den ungiftigen Pflanzen unterscheiden? Bei dieser Kinderführung können einige wichtige Giftpflanzen kennengelernt werden.
Eigenbeteiligung 2 Euro pro Person, Kinder frei.

Freitag, 24. August 2018 – 17 bis 20 Uhr – Teil 1 / Freitag, 31. August 2018 – 18 bis 20 Uhr – Teil 2: Makrofotografie – Den Pflanzen ganz nah! – NEU – mit Helge Masch
Es handelt sich um einen Fotokurs für Anfängerinnen und Anfänger.
Erster Teil: Einführung in die Makrofotografie:
– Welche Möglichkeiten bieten mein Fotoapparat und das Zubehör?
– Einsatz des Stativs
– Planung des Fotos
– Schärfe und Unschärfe – Hier wird der schmale Grat der Schärfe auf dem Makrofoto besprochen und welche Chancen die Unschärfe bietet.
Nach den ersten Übungen mit der Kamera im Sitzen geht es für etwa zwei Stunden in den Park (bei Regenwetter ins Gewächshaus). Es kann ausprobiert und gefragt werden. Es werden unterschiedliche Aufgaben gestellt, die vom Foto mit Stativ bis zum „schnellen Schuss“ aus der Hand reichen.

Zweiter Teil: Am Ende des ersten Teils erhalten die Teilnehmenden eine Aufgabe: Sortieren der selbstgeschossenen Fotos und Treffen einer Auswahl. Diese werden (z.B. auf einem USB-Stick) mitgebracht und den Fotos Teilnehmenden vorgestellt. Es folgt eine Bildbesprechung.
Zum Referenten: Helge Masch ist kein Profifotograf, sondern Gärtner, doch seine Leidenschaft ist das Fotografieren. Seit dem 16ten Lebensjahr begleitet ihn seine Spiegelreflexkamera. In diesem Kurs wird er von seinen praktischen Erfahrungen berichten und ohne viel Fotografen-Latein für die Makrofotografie begeistern.
Ein Stativ, eine Spiegelreflexkamera mit Makroobjektiv oder Nahlinse (alternativ auch eine Bridgekamera) sind mitzubringen. Bitte an einen Reserve-Akku denken! Teilnehmende machen sich bitte mit Ihrer Kamera und den Einstellungen außerhalb der Automatikprogramme vertraut und bringen ggf. die Bedienungsanleitung der Kamera mit.
Eigenbeteiligung: 10 Euro pro Person (für Teil 1 und 2)

Mittwoch, 29. August 2018 – 18 bis 20 Uhr: Räuchern für die Sinne – Merkur und die Haselnuss – NEU – mit Anke Fricke
Welche Wirkprinzipien entsprechen Merkur? Welche Signaturen weisen uns auf Pflanzen des Merkur hin? Was kann in Bezug auf Kommunikation, Kreativität, Leichtigkeit und Lebensfreude von ihnen gelernt werden.
Am Beispiel der Haselnuss soll sich dem Thema durch Meditation, Räucherung, inneres Hören, Lesung von fachlichem Text und Geschichten genähert werden. Weitere Pflanzen des Merkurs können den Abend ergänzen.
Anke Fricke ist ehrenamtliche Helferin im Botanischen Sondergarten sowie Pflanzenkundlerin und Wellnesstherapeutin. Sie gestaltet den Abend und beantwortet Fragen zum Thema.
Der Abend richtet sich an Teilnehmende, die sich auf die Themen Pflanzenbotschaften, Meditation mit Pflanzen, Räucherkunde und ganzheitliche Pflanzenkunde einlassen, diese kennenlernen oder vertiefen möchten.
Eigenbeteiligung: 3 Euro pro Person

Alle Termine: http://www.hamburg.de/wandsbek/veranstaltungen-im-sondergarten/


GIFTPFLANZE DES JAHRES 2019

Jetzt im Sommer wachsen die Rizinuspflanzen (Giftpflanze des Jahres 2018) auf den Wechselflorbeeten der Parkanlagen zügig in die Höhe. Alljährlich im Juni ist es an der Zeit zur Wahl der Giftpflanze, diesmal der des Jahres 2019, aufzurufen und die Kandidaten vorzustellen.

Pflanzen mit einer giftigen Wirkung auf Menschen und Tiere werden in vielen Gärten und Wohnungen als Zierpflanzen kultiviert, ohne Kenntnis der besonderen Eigenschaften. Ziel dieser Aktion soll eine aktive Auseinandersetzung mit diesen Pflanzen sein. Die „Giftpflanze des Jahres“ unterscheidet sich von der Vielzahl an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, die jährlich als „Natur des Jahres“ ausgerufen werden darin, dass die Pflanzen nicht unbedingt in ihrer Existenz gefährdet sind.

Wahl der 15. Giftpflanze des Jahres

Zum fünfzehnten Mal ruft der Botanische Sondergarten Wandsbek auf, sich an der Wahl zur Giftpflanze des Jahres zu beteiligen. Es stehen für das Jahr 2019 folgenden Pflanzen zur Wahl:

Kategorie: Ein- und zweijährige Pflanzen
Jakobskreuzkraut — Senecio jacobaea — giftig +

Kategorie: Gehölze
Blauregen — Wisteria sinensis — giftig +

Kategorie: Giftige Nahrungspflanze
Rhabarber — Rheum rhaberbarum — wenig giftig (+)

Kategorie: Staude
Aronstab — Arum maculatum — stark giftig ++

Kategorie: Zimmer- und Kübelpflanze
Wandelröschen — Lantana camara — giftig +

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Nahrungspflanzen l, in denen Giftstoffe enthalten sind. Diese Giftstoffe führen jedoch durch Reife-Prozesse, oder richtige Zubereitung bzw. richtige (niedrige) Dosierung zu keinen Vergiftungen beim Verzehr.

Auf der Homepage des Botanischen Sondergartens (www.hamburg.de/giftpflanze-des-jahres/) werden die Pflanzen vorgestellt. Dort kann auch online abgestimmt werden. Darüber hinaus können Sie Kandidaten für die Wahl der Giftpflanze des Jahres 2020 vorschlagen. Ebenso stellen sich die vier Kandidaten im Gewächshaus des Sondergartens (Walddörferstraße 273 ) zur Wahl. Die Abstimmung endet am 15. Dezember 2018.

Am 17. Dezember 2018 wird das Ergebnis der Abstimmung bekannt gegeben.

Die Wahl zur Giftpflanze des Jahres soll zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Giftpflanzen“ anregen und auf die giftige Wirkung einiger Pflanzen aufmerksam machen. Pflanzen mit giftigen Inhaltsstoffen haben keinen Makel, daher sollten sie grundsätzlich nicht aus den Gärten und der Natur entfernt werden.

Mehr Infos: http://www.hamburg.de/wandsbek/gdj-abstimmung/


Pflanzen-Tauschtisch im Sondergarten
Für Zimmer- und Gartenpflanzen die ein neues Zuhause suchen
Aufgrund des großen Erfolges in den vergangenen Jahren, wurde vor dem Gewächshaus des Botanischen Sondergartens (Walddörferstraße 273) wieder ein Pflanzen-Tauschtisch aufgestellt.
Vom 15. Mai bis zum ersten Frost haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Pflanzen, für die kein Platz auf der Fensterbank oder im eigenen Garten ist, abzugeben. Zugleich können eine oder mehrere Pflanzen vom Tauschtisch in Obhut genommen werden, auch wenn keine Gewächse mitgebracht wurden. Tauschen – abgeben – mitnehmen ist das Motto dieses Angebotes.
Öffnungszeiten: Montags bis donnerstags von 7 bis 15 Uhr und freitags von 7 bis 14 Uhr.
Außerhalb dieser Öffnungszeiten ermöglichen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer eine Besichtigung in den Nachmittagsstunden und am Wochenende.

Mehr Infos zum Sondergarten: www.hamburg.de/wandsbek/botanischer-sondergarten

Für stets aktuelle Informationen kann der Email-Newsletter des Botanischen Sondergartens abonniert werden – Anmeldung unter www.hamburg.de/wandsbek/sondergarten-news . Für Fragen steht der Leiter des Botanischen Sondergartens, Helge Masch unter Tel. 693 97 34 zur Verfügung.

Der Sondergarten befindet sich in der Walddörferstraße 273 in Hamburg-Wandsbek/Hinschenfelde

Pressemitteilungen Bezirksamt Wandsbek

Dieser Beitrag wurde unter Natur, Termine veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.