Frank Horch scheidet als Wirtschaftssenator aus

Senator Frank Horch: „Nach einem längeren Abwägungsprozess habe ich mich entschieden, bis zum Ende des Jahres aus dem Senat auszuscheiden. Man sagt ja, aufhören soll man, wenn es am schönsten ist. Und jetzt ist der Zeitpunkt da, zu erkennen, dass mein Privatleben nicht länger mit dem Amt vereinbar ist.

 

Der Spagat zwischen familiärer Verpflichtung und Beruf ist inzwischen so intensiv, dass es für mich nicht mehr leistbar sein wird. Es ist eine ausschließlich persönliche Entscheidung, die mir gewiss nicht leicht gefallen ist, die aber genauso unumkehrbar ist.

Darüber habe ich den Ersten Bürgermeister informiert und ihn gebeten, mich spätestens zum Jahresende von meinen Aufgaben zu entbinden. Sie wissen alle, ich bin gern Senator und ich arbeite gern für diese Stadt. Es war und ist mir immer eine Ehre gewesen, für Hamburg etwas zu erreichen und meine Erfahrung und Arbeitskraft in ihren Dienst zu stellen.

Der Standort Hamburg liegt mir ungemein am Herzen. Ich denke, es ist viel passiert in den vergangenen Jahren, so dass ich ein gut bestelltes Feld hinterlassen kann, auf das sich bauen lässt.

Das war mir möglich, weil ich getragen wurde von einer Behörde mit ungemein loyalen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und von Fraktionen, die mich unterstützt haben, auch wenn ich kein Parteibuch und als Quereinsteiger auch keine lange politische Erfahrung hatte.

Ebenso haben mich meine Kolleginnen und Kollegen im Senat und die beiden Ersten Bürgermeister sehr unterstützt und ich denke, wir haben in diesen Jahren ganz außergewöhnlich gut zusammengearbeitet. Dafür bin ich sehr dankbar.

Ich habe viel gelernt. Die letzten fast acht Jahre haben mich sehr bereichert.

Ich habe dem Ersten Bürgermeister meine Entscheidung Anfang der Woche mitgeteilt. Selbstverständlich stehe ich zur Verfügung, bis eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden ist.“

Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Ich habe die Entscheidung von Frank Horch mit großem Bedauern, aber auch mit Verständnis aufgenommen.

Frank Horch hat das Amt als Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation über mehr als sieben Jahre mit großem persönlichem Einsatz und Erfolg geführt.

Die von ihm umgesetzten Projekte bis hin zur Fahrrinnenanpassung waren und sind für unsere Stadt von zentraler Bedeutung.

Seine langjährige Erfahrung in der Wirtschaft und in anderen wichtigen Aufgaben wie als Präses der Handelskammer, seine gute Vernetzung in der Wirtschaft, seine Integrität und durchsetzungsstarke Persönlichkeit haben uns sehr geholfen.

Ich danke Herrn Senator Horch im Namen des gesamten Senats sehr herzlich für seine Arbeit zum Wohle der Stadt Hamburg.“

Mitteilung der Senatsspressestelle


Zum Rücktritt des Wirtschaftssenators Frank Horch

Anlässlich des Rücktritts von Frank Horch, Wirtschaftssenator der Freien und Hansestadt Hamburg, äußert sich Dirk Kienscherf, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion wie folgt: „Mit Frank Horch verlässt ein engagierter und hochkompetenter Wirtschaftsfachmann den Senat, der sich seit 2011 engagiert und erfolgreich für die wirtschaftlichen Interessen Hamburgs eingesetzt hat. Seine Impulse und Fachkompetenz haben unsere Wirtschaft und den Hamburger Hafen vorangebracht. Sein Ausscheiden ist natürlich ein großer Verlust, seine Entscheidung und die persönlichen Gründe dafür sind ehrenwert und nachvollziehbar.“

Dazu auch Hansjörg Schmidt, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Frank Horch hat sich um die Hamburger Wirtschaft verdient gemacht, wie kaum ein anderer Senator. Sein Projekt ist die Fahrrinnenanpassung der Elbe, für die er wie ein Löwe gekämpft hat. Dass jetzt endlich losgelegt werden darf, ist insbesondere ihm zu verdanken. Er hat auch erkannt, dass Hamburg wirtschaftlich nur dann weiter stark sein wird, wenn es uns gelingt, im Bereich der Innovation schneller und besser zu werden. Die Innovationsstrategie des Senats hat er maßgeblich mitentwickelt und die Digitalisierung des Hafens vorangetrieben.“

Dorothee Martin, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Frank Horch hat maßgeblich den Ausbau des ÖPNV bei U-, S-Bahn und Bussen vorangebracht. Er hat sich zudem um den Ausbau der Elektromobilität in Hamburg verdient gemacht. Wenn 2021 der internationale Weltkongress für Mobilität und Logistik in Hamburg eröffnet wird, dann sollten sich alle daran erinnern, dass Frank Horch es war, der diesen Kongress nach Hamburg geholt hat.“

Pressemitteilung der SPD-Bürgerschaftsfraktion


Zum Rücktritt von Frank Horch – Tjarks: „Traurig, aber verständlich“

Wirtschaftssenator Frank Horch wird sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegen. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion bedauert diesen Schritt, kann die Entscheidung aber sehr gut nachvollziehen.

Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Entscheidung von Frank Horch macht mich traurig, ist aber menschlich nachvoIlziehbar und zeugt von persönlicher Größe. Ich habe mit Frank Horch seit 2011 in den unterschiedlichsten Konstellationen zusammen gearbeitet und ihn immer als feinen Kerl erlebt, der im persönlichen Umgang und im alltäglichen Politikbetrieb immer anständig und zuvorkommend war. Wir Grüne hätten uns sehr gewünscht, dass er das Amt als Wirtschaftssenator noch weiter ausübt. Wir möchten Frank Horch dafür danken, dass er trotz der schwierigen persönlichen Situation bis auf weiteres im Amt bleiben wird, um einen geregelten Übergang zu schaffen.“

Pressemitteilung GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg


Personelle Veränderung im Hamburger Staatsrätekollegium: Jan Pörksen wird Chef der Senatskanzlei, Petra Lotzkat wird Staatsrätin der Sozialbehörde

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher hat heute den bisherigen Staatsrat der Behörde für Arbeit, Soziales und Integration Jan Pörksen (54) zum neuen Chef der Senatskanzlei berufen. Er folgt auf Dr. Christoph Krupp, der mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 als Sprecher des Vorstands in die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) wechselt. Als neue Staatsrätin der Sozialbehörde wurde Petra Lotzkat (57) ernannt, die bisher Leiterin des Amtes für Arbeit und Integration war.

Der Jurist Pörksen war von 1997 bis 2006 in verschiedenen Funktionen in der Hamburger Verwaltung tätig, unter anderem in der Justizbehörde, in der Senatskanzlei und in der Gesundheitsbehörde. Von 2006 bis 2011 war er Haushaltsdirektor der Freien Hansestadt Bremen. 2011 wurde er Staatsrat der Sozialbehörde und hatte in dieser Funktion den Vorsitz in verschiedenen behördenübergreifenden Lenkungsgruppen, unter anderem in den Bereichen Integration, öffentliche Unterbringung und Erstaufnahme, Jugendkriminalität, Jugendhilfe, Fachkräftenetzwerk sowie im Beirat der Jugendberufsagentur. Außerdem war Pörksen auf Länderebene zuständig für die bundesweite Abstimmung in den Bereichen Arbeit, Soziales, Familie, Jugend und Integration.

Die studierte Volkswirtin Lotzkat ist seit 1989 in verschiedenen Behörden der Hamburger Verwaltung tätig. Sie war unter anderem für Personalmanagementkonzepte, Aus- und Fortbildung und die Rekrutierung von Nachwuchskräften verantwortlich. Von 2005 bis 2012 war sie Geschäftsführerin des Landesbetriebs „Zentrum für Aus- und Fortbildung“. Als Leiterin des Amtes für Arbeit und Integration war Petra Lotzkat unter anderem für Integrationsförderung, die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und des Opferschutzes zuständig, außerdem für Grundsatzfragen der Arbeitsmarktpolitik, die Kooperation mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter sowie mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern. Auch die Jugendberufsagentur, die Fachkräftestrategie und die Projekte des Europäischen Sozialfonds gehörten in ihren Zuständigkeitsbereich.

Bürgermeister Tschentscher dankte dem bisherigen Chef der Senatskanzlei Christoph Krupp sehr herzlich für seine Arbeit. „Als Koordinator der Regierungsarbeit in den vergangenen sieben Jahren hat er einen großen Anteil am Erfolg der Senatsarbeit. Ich danke ihm für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche ihm alles Gute für die künftige Aufgabe.“

Jan Pörksen bringe mit seiner langjährigen Erfahrung in der Verwaltung die besten Voraussetzungen für die Tätigkeit in der Senatskanzlei mit, sagte Tschentscher. Petra Lotzkat wünschte er alles Gute für ihre Tätigkeit als Staatsrätin der Sozialbehörde. Vor dem Hintergrund ihrer Fachkompetenz und beruflichen Erfahrungen sei auch sie sehr gut für die neue Aufgabe qualifiziert.

Mitteilung der Senatspressestelle

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