Warnung vor unvorhersehbaren Astabbrüchen

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation bittet deshalb darum, beim Aufenthalt im Wald und an den Waldrändern besonderes achtsam zu sein.

 

Durch die bisher ungewöhnliche Wetterentwicklung der letzten Monate besteht nach aktueller Einschätzung immer noch eine hohe Gefahr von unvorhersehbaren Grünastabbrüchen. Nach den Beobachtungen Hamburger Revierförster wirken sich in diesem Jahr zwei Faktoren auf die Stabilität der Äste stabilitätsmindernd aus.

Die langanhaltende Dürre setzt die Bäume unter einen enormen Trockenstress. Der Abwurf grüner Äste ist eine bekannte Anpassungsreaktion einiger Baumarten auf einen akuten länger wirkenden Wassermangel. Ein starker Samenbehang führt in diesem Jahr zu einer weiteren großen mechanischen Belastung.

Der Trockenstress kann bei den Bäumen zu einer Unterbrechung der Wasserzufuhr in den Leitungsbahnen führen. Dieser Effekt ist vergleichbar einer Embolie beim Menschen. Grundsätzlich können alle Baumarten davon betroffen sein.

In diesem Jahr haben einige Baumarten zusätzlich in einigen Bereichen viele Früchte entwickelt. Dies führt insbesondere bei Bäumen mit schweren Einzelfrüchten, wie Eiche und Rosskastanie, zu enormen Lasten, die einzelne z.B. durch den Trockenstress vorschädigte Äste nicht mehr halten können.

Insbesondere bei der Eiche sind deshalb in diesem Jahr verstärkt Grünastabbrüche zu verzeichnen. Von außen sind die gefährdenden Äste nicht zu erkennen. Die Blätter sind grün und scheinbar weiterhin ausreichend mit Wasser versorgt. In Wirklichkeit sind die Äste jedoch komplett trocken.

Starkregen-Ereignisse und stärkere Winde oder gar Stürme können die Bäume zusätzlich mechanisch belasten und damit die Gefahren von Ast-, Kronen- oder Baumabbrüchen nochmals beträchtlich verstärken.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation bittet deshalb darum, beim Aufenthalt im Wald und an den Waldrändern besonderes achtsam zu sein, längere Aufenthalte vor allem unter Eichen und Kastanien zu vermeiden und bei Stürmen und heftigen Winden den Wald nicht zu betreten. In diesem Zusammenhang wird erneut darauf hingewiesen, dass das Betreten des Waldes auf eigene Gefahr erfolgt.

Bei Notfällen verständigen Sie bitte unverzüglich die örtliche Feuerwehr unter der Telefonnummer 112. Nutzen Sie, soweit möglich, die App „Hilfe im Wald“, die Ihnen im Unglücksfall schnell das Aufsuchen des nächstgelegenen Rettungstreffpunktes ermöglicht und die Rettungsleitstelle über diesen Rettungstreffpunkt informiert.

Näheres zu dieser App unter http://www.intend.de/produkte/hilfe-im-wald/

Pressemitteilung Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

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