Veranstaltungen im Botanischen Sondergarten

Der Botanische Sondergarten mitten im Kern von bot. sondergarten wandsb.Wandsbek ist eine Oase zur Entspannung. Bei den Gartenwissen-Führungen und in den kostenlosen Ausstellungen können sich Natur- und Gartenfreunde über die Zusammenhänge in der Natur – insbesondere der Pflanzenwelt – eingehend informieren. Sessel und Bänke in der Parkanlage laden zum Verweilen ein.

 

Phänologie-Projekt im Sondergarten – Achte Runde: Gesucht wird der Vollherbst! – Zeigerpflanze: Die reifen Früchte der Eiche

Den Klimawandel im Auge behalten

Als es noch keine Wetterprognosen gegeben hat, wurde das Wetter genau beobachtet. Darauf basieren die sogenannten Bauernregeln. Die Bauern beobachteten Regelmäßigkeiten in Wetterabläufen und die Entwicklungen der angebauten Pflanzen, wie z.B. Getreide, wurden in Form von Reimen festgehalten.

Die Phänologie basiert auf der Beobachtung von Tieren und Pflanzen. Sie beschäftigt sich mit witterungs- bzw. klimaabhängigen Ereignissen in der Natur. Es werden beispielsweise Blütenbildung und Blattfall beobachtet. Die Erkenntnisse werden im Gesundheitswesen (Pollenflug) und in der Landwirtschaft angewendet. Diese „Erscheinungslehre“ gliedert den Jahresablauf nicht in vier, sondern in zehn Jahreszeiten. Die zehn Jahreszeiten orientieren sich an den Entwicklungen der sogenannten „Zeigerpflanzen“.

Das Phänologie-Projekt des Botanischen Sondergartens möchte, gemeinsam mit Hamburger Naturfreundinnen und -freunden und Gartenbesitzerinnen und -besitzern, die zehn oben ausgewählten phänologischen Zeigerpflanzen beobachten. Der Beginn der phänologischen Jahreszeiten ist lokal sehr unterschiedlich (von Stadtteil zu Stadtteil) und ändert sich von Jahr zu Jahr.

Die Beobachtungen der „Phänophasen“ können Veränderungen des Klimas aufzeigen und dienen somit dazu, den Klimawandel im Auge zu behalten.

Wann sind die Früchte der Eiche reif?

Die braunen, mit Längsstreifen versehenen Eicheln zeigen den Beginn des Vollherbstes an. Der Deutsche Wetterdienst hat hierfür Mitte September (Mittelwert aus den Vorjahren) prognostiziert. Doch wann fallen die Eicheln wirklich reif aus den Bäumen? Die Früchte sind reif, wenn sie in einem bräunlichen Zustand sind.

Beobachten Sie mit uns:

Das Phänologie-Projekt des Botanischen Sondergartens möchte, gemeinsam mit Hamburger Naturfreunden und –freundinnen und Gartenbesitzern und -besitzerinnen, die oben ausgewählte phänologische Zeigerpflanze beobachten.

Entscheidend sind das Datum und der Stadtteil (in Hamburg und 25 km Umkreis) an dem die ersten ausgereiften Eicheln mit den charakteristischen Längsstreifen vom Baum fallen. Der Abwurf von grünen Früchten, die wurmstichig sind, ist nicht zu melden.

Beobachtungen können online (http://www.hamburg.de/wandsbek/phaenologie/) oder per Telefon (040 693 97 34) gemeldet werden. Wichtig ist die Angabe des Stadtteils und des Datums!

Die Sondergarten Referenz- Eiche wächst hinter der Hanfpalme.

Als nächstes suchen wir den Tag, an dem die Früchte der Schlehen reif sind, als Zeigerpflanze für den Spätherbst!


VERANSTALTUNGEN / FÜHRUNGEN /VORTRÄGE

Im Botanischen Sondergarten finden Gartenwissen-Vorträge, Führungen und Ausstellungen statt. Eine Anmeldung unter Telefon: 040 – 693 97 34 oder per E-Mail an sondergarten(ät)wandsbek.hamburg.de ist erforderlich. Weitere Informationen unter: www.hamburg.de/wandsbek/veranstaltungen-im-sondergarten.

Donnerstag, 25. Oktober 2018 – 18 bis 20 Uhr: Bonsai-Workshop: Herbstarbeiten – mit Reiner Kurps

In diesem Kurs wird besprochen, wie aus einer Baumschulpflanze (Rohbonsai – siehe Kosten) ein Bonsai wird. Es stehen mehrjährige Ahorn-Pflanzen zur Verfügung. Diese werden durch das Losverfahren an die Teilnehmenden ausgegeben. Die Pflanzen gehen in das Eigentum der Teilnehmenden über und sollen in jedem Kurs zur weiteren Bearbeitung mitgebracht werden.
Der Kurs geht über vier Termine. Diese sind so gewählt, dass im laufenden Gartenjahr an den Pflanzen gearbeitet werden kann, um diese zu einem Bonsai zu formen. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, in den Kurs einzusteigen.
Herbstarbeiten: Es wird das Einlagern bzw. das Vorbereiten zum richtigen Überwintern der Bonsaipflanzen besprochen sowie die Vorbereitungen für das nächste Frühjahr.
Bitte eine scharfe Rosenschere und einen Seiten- oder Drahtschneider mitbringen!
Kursgebühr: 5 Euro pro Person, Materialkosten: 5 Euro pro Pflanze
Rohbonsai für Neueinsteigende: 50 Euro pro Pflanze inkl. Material für diesen Workshop-Tag.
Den Rohbonsai bitte bei der Anmeldung bestellen (mindestens eine Woche vor dem Termin)!

Alle Termine: http://www.hamburg.de/wandsbek/veranstaltungen-im-sondergarten/


 

Vegetationsesser: Ausstellung von „Superfoods“ im Botanischen Sondergarten

Zum Speiseplan gehören oft weitaus mehr als einheimische und lang bekannte Pflanzen. Auch viele neue oder noch unbekannte Pflanzen aus anderen Ländern bereichern den Ernährungsplan, wie beispielsweise die Chiasamen, Gojibeeren, Amaranth, Quinoa, oder Johannisbrotkernmehl. Gesunde Ernährung, eine vegetarische oder vegane Lebensweise wird zunehmend wichtiger und nährstoffreiche Lebensmittel aus anderen Ländern, sogenannte „Superfoods“, versprechen gesundheitliche Vorteile und mehr Energie.

Mittlerweile gibt es einige riesige Auswahl an pflanzlichen Ersatzprodukten die beispielsweise Tierprodukte aus Milch durch Lupine oder Soja ersetzen. Aber auch Pflanzen die fast in Vergessenheit geraten sind oder kaum noch angebaut wurden, tauchen wieder auf: Teigwaren aus Dinkel und Roggen bieten eine Alternative zu den Weizenprodukten.

In der Ausstellung Vegetationsesser werden die Pflanzen im Botanischen Sondergarten gezeigt. Öffnungszeiten der Ausstellung: Montags bis donnerstags von 7:00 bis 15:00 Uhr, freitags von 7:00 bis 14:00 Uhr.

Die Ausstellung ist das Jahresprojekt der Mitarbeiterin im Freiwilligen Ökologischen Jahr im Botanischen Sondergarten Wandsbek.


GIFTPFLANZE DES JAHRES 2019

Jetzt im Sommer wachsen die Rizinuspflanzen (Giftpflanze des Jahres 2018) auf den Wechselflorbeeten der Parkanlagen zügig in die Höhe. Alljährlich im Juni ist es an der Zeit zur Wahl der Giftpflanze, diesmal der des Jahres 2019, aufzurufen und die Kandidaten vorzustellen.

Pflanzen mit einer giftigen Wirkung auf Menschen und Tiere werden in vielen Gärten und Wohnungen als Zierpflanzen kultiviert, ohne Kenntnis der besonderen Eigenschaften. Ziel dieser Aktion soll eine aktive Auseinandersetzung mit diesen Pflanzen sein. Die „Giftpflanze des Jahres“ unterscheidet sich von der Vielzahl an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, die jährlich als „Natur des Jahres“ ausgerufen werden darin, dass die Pflanzen nicht unbedingt in ihrer Existenz gefährdet sind.

Wahl der 15. Giftpflanze des Jahres

Zum fünfzehnten Mal ruft der Botanische Sondergarten Wandsbek auf, sich an der Wahl zur Giftpflanze des Jahres zu beteiligen. Es stehen für das Jahr 2019 folgenden Pflanzen zur Wahl:

Kategorie: Ein- und zweijährige Pflanzen
Jakobskreuzkraut — Senecio jacobaea — giftig +

Kategorie: Gehölze
Blauregen — Wisteria sinensis — giftig +

Kategorie: Giftige Nahrungspflanze
Rhabarber — Rheum rhaberbarum — wenig giftig (+)

Kategorie: Staude
Aronstab — Arum maculatum — stark giftig ++

Kategorie: Zimmer- und Kübelpflanze
Wandelröschen — Lantana camara — giftig +

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Nahrungspflanzen l, in denen Giftstoffe enthalten sind. Diese Giftstoffe führen jedoch durch Reife-Prozesse, oder richtige Zubereitung bzw. richtige (niedrige) Dosierung zu keinen Vergiftungen beim Verzehr.

Auf der Homepage des Botanischen Sondergartens (www.hamburg.de/giftpflanze-des-jahres/) werden die Pflanzen vorgestellt. Dort kann auch online abgestimmt werden. Darüber hinaus können Sie Kandidaten für die Wahl der Giftpflanze des Jahres 2020 vorschlagen. Ebenso stellen sich die vier Kandidaten im Gewächshaus des Sondergartens (Walddörferstraße 273 ) zur Wahl. Die Abstimmung endet am 15. Dezember 2018.

Am 17. Dezember 2018 wird das Ergebnis der Abstimmung bekannt gegeben.

Die Wahl zur Giftpflanze des Jahres soll zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Giftpflanzen“ anregen und auf die giftige Wirkung einiger Pflanzen aufmerksam machen. Pflanzen mit giftigen Inhaltsstoffen haben keinen Makel, daher sollten sie grundsätzlich nicht aus den Gärten und der Natur entfernt werden.

Mehr Infos: http://www.hamburg.de/wandsbek/gdj-abstimmung/


Pflanzen-Tauschtisch im Sondergarten
Für Zimmer- und Gartenpflanzen die ein neues Zuhause suchen
Aufgrund des großen Erfolges in den vergangenen Jahren, wurde vor dem Gewächshaus des Botanischen Sondergartens (Walddörferstraße 273) wieder ein Pflanzen-Tauschtisch aufgestellt.
Vom 15. Mai bis zum ersten Frost haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Pflanzen, für die kein Platz auf der Fensterbank oder im eigenen Garten ist, abzugeben. Zugleich können eine oder mehrere Pflanzen vom Tauschtisch in Obhut genommen werden, auch wenn keine Gewächse mitgebracht wurden. Tauschen – abgeben – mitnehmen ist das Motto dieses Angebotes.
Öffnungszeiten: Montags bis donnerstags von 7 bis 15 Uhr und freitags von 7 bis 14 Uhr.
Außerhalb dieser Öffnungszeiten ermöglichen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer eine Besichtigung in den Nachmittagsstunden und am Wochenende.

Mehr Infos zum Sondergarten: www.hamburg.de/wandsbek/botanischer-sondergarten

Für stets aktuelle Informationen kann der Email-Newsletter des Botanischen Sondergartens abonniert werden – Anmeldung unter www.hamburg.de/wandsbek/sondergarten-news . Für Fragen steht der Leiter des Botanischen Sondergartens, Helge Masch unter Tel. 693 97 34 zur Verfügung.

Der Sondergarten befindet sich in der Walddörferstraße 273 in Hamburg-Wandsbek/Hinschenfelde

Pressemitteilungen Bezirksamt Wandsbek

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