Kritik am Abschlussbericht der Kohlekommission

Über einen Entwurf des Abschlussberichts der Kohlekommission berichtet Spiegel Online heute. Demnach soll der Kohleausstieg im Rheinland starten und zunächst Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von 5 Gigawatt stillgelegt werden. So soll der Hambacher Wald vor der Zerstörung durch RWE bewahrt werden. Laut „Spiegel“ schlägt der Entwurf als Enddatum das Jahr 2035 vor.

 

Es kommentiert Greenpeace-Geschäftsführer und Mitglied der Kohlekommission Martin Kaiser:

„Dieser Entwurf liegt den Mitgliedern der Kommission nicht vor. Es ist selbstverständlich, dass der Hambacher Wald erhalten bleiben muss. Alles andere ist nach dem friedlichen Widerstand aus breiten Teilen der Gesellschaft gar nicht vorstellbar.

Ansonsten aber reichen die vermeldeten Zahlen hinten und vorne nicht, um die im Pariser Klimaabkommen beschlossenen Ziele zu erreichen. Erst im Jahr 2035 das letzte Kraftwerk im Osten abzuschalten, ist viel zu spät. Nur wenn die Bundesregierung den Ausstieg aus der Kohle umgehend im Westen aber auch im Osten einleiten und bis spätestens 2030 abschließt, lassen sich die deutschen Klimazusagen auch einhalten.“

Pressemitteilung Greenpeace

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