„Autobranche muss Umstieg zehn Jahre schneller abschließen“

Der Volkswagen-Konzern leitet das Ende des Verbrennungsmotors und den vollständigen Umstieg auf Elektromobilität ein. Ab dem Jahr 2026 werde das letzte Modell mit Verbrennungsmotor entwickelt, kündigte VW-Chefstratege Michael Jost gestern bei einer Veranstaltung in Wolfsburg an. Der letzte neue Verbrenner käme dann Anfang der 30er Jahre auf den Markt, der Verkauf neuer Diesel und Benzin-Pkw müsse spätestens 2040 enden. Jost begründete die Ankündigungen auch mit dem Klimaschutz.

 

Es kommentiert Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan:

„Es ist gut, dass Volkswagen als erster großer Hersteller die Konsequenzen aus einer schlichten Wahrheit zieht: Der Verbrennungsmotor verhindert Klimaschutz. Jetzt kann endlich darüber diskutiert werden, wie der CO2-Ausstoß auch im Verkehr sinken kann. Wenn andere Hersteller nicht im Gestern zurückbleiben wollen, müssen sie jetzt nachziehen. Um die in Paris vereinbarten Klimaziele zu erreichen, muss die Autobranche den Umstieg jedoch gut zehn Jahre schneller abschließen, als VW ihn bislang plant.

Wirklich zukunftsfähig aber werden Autohersteller nur, wenn sie über den Austausch des Antriebs hinausgehen. Es geht darum, in überfüllten Städten die Zahl der Autos zu verringern und den Menschen öffentlichen Raum zurückzugeben. Dabei wird Verkehr von einem klimaschädlichen und Platz verschwendenden Produkt zu einer sauberen Dienstleistung, die mehr Menschen ganz ohne eigenes Auto an ihr Ziel bringt. Nur wenn Volkswagen sich ehrgeizige Ziele als Dienstleister für Mobilität setzt, wird der Konzern seine Position als Marktführer langfristig verteidigen.“

Pressemitteilung Greenpeace

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