Radverkehr in Hamburg. Jahresausblick 2019

Hochschalten und weiter kräftig in die Pedale treten, so geht‘s in die nächste Etappe. Auch 2019 wird der Radverkehr in Hamburg schwungvoll vorangetrieben. Es gibt zahlreiche Aktivitäten in den Handlungsfeldern Infrastruktur, Service und Kommunikation, um die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer weiter zu verbessern.

 

Die Velorouten, das Rückgrat der Radverkehrswege, werden weiter ausgebaut. Es kommen neue Bike+Ride-Stationen dazu. Auch das StadtRAD-System erhält ein Update und wird vergrößert.

Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue sagte: „Es ist spürbar, Radfahren in Hamburg verbessert sich. Das Radverkehrsnetz wächst und wird immer enger. Auch 2019 werden wir wieder einen Schub erleben, damit Hamburg auch in Zukunft eine lebenswerte Stadt bleibt. Dass Radfahren ein besonderer Antrieb ist, zeigt sich auch an den Menschen, die täglich mit Leidenschaft und hoher Motivation an diesem Thema arbeiten. Das ist wirklich großartig und steckt an.“

Handlungsfeld Infrastruktur

Der Veloroutenausbau läuft bereits auf Hochtouren. 2019 werden Abschnitte der Velorouten 1 (Fahrradstraße Chemnitzstraße, Lückenschlüsse Othmarschen), Veloroute 3 (Rothenbaumchaussee bis Schlüterstraße), Veloroute 5 (Ballindamm, Pergolenviertel), Veloroute 7 (Steindamm) und Veloroute 13 (Holstenplatz bis Alsenstraße) in Bau gehen bzw. fertiggestellt.

Neben den Velorouten werden auch noch weitere Radverkehrsanlagen erneuert. Zur Bilanz der Radverkehrsanlagen zählen auch Maßnahmen des Erhaltungsmanagements Straße (EMS), der Busoptimierung, der Erschließungen, bei denen der Radverkehr profitiert, und Instandsetzungen von vorhandenen Radwegen. Beispiele sind: Alsenplatz, Barsbütteler Straße, Bergedorfer Straße, Binnenfeldredder, Borgweg, Burgstraße, Ernst-Bergeest-Weg, Finkenwerder Norderdeich, Friedensallee, Horner Rampe, Kupferdamm, Luruper Chausse, Luruper Hauptstraße, Maienweg, Nordschleswiger Straße, Reventlowstraße, Sierichstraße, Sievekingdamm, Wöhlerstraße.

Auch bei den Radschnellwegen geht es voran. Gemeinsam mit der Metropolregion werden Machbarkeitsstudien für sechs Korridore im Zulauf auf Hamburg erarbeitet, in alle Himmelsrichtungen. Ein weiterer siebter Korridor wird gerade vorbereitet. Ziel ist es, machbare Trassen für Radschnellwege zu finden und eine optimale Verknüpfung mit dem Hamburger Veloroutennetz zu schaffen. Die europaweite Ausschreibung ist 2018 erfolgreich abgeschlossen worden, auch renommierte internationale Büros aus Dänemark und den Niederlanden sind dabei. Im Jahr 2019 sind erste Ergebnisse zu Trassenvarianten zu erwarten. Geplant ist zu Jahresbeginn eine große Online-Beteiligung für Bürgerinnern und Bürger in Hamburg und der Region.

Handlungsfeld Service

Die Umsetzung des Bike+Ride-Entwicklungskonzepts schreitet planmäßig voran. Pro Jahr werden rund 1.200 bis 1.500 neue Stellplätze gebaut. 2019 wird es auch wieder zahlreiche Eröffnungen von neu gebauten Stationen geben, die nach einem stadtweit einheitlichen und hochwertigen Standard gestaltet werden. Neue Stationen wird es in Nettelnburg, Heimfeld und im Meiendorfer Weg geben. Weitere Stationen gehen in Bau, darunter große Vorhaben mit Strahlkraft. An der U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße wird beispielsweise ein komplett neues Fahrradparkhaus mit 600 Plätzen gebaut.

Beim StadtRAD wird es im Januar zunächst eine Systempause geben. Neustart erfolgt am 1. Februar mit komplett neuer und größerer Fahrradflotte. Ab Frühjahr startet der Probebetrieb von 20 Lastenpedelecs und es werden schrittweise neue StadtRAD-Stationen in noch unerschlossenen Stadtteilen in Betrieb genommen.

Auch Fahrradhäuser entstehen. Für die Fahrradstation Harburg startet zunächst ein hochbaulicher Wettbewerb.

Ein wichtiges Servicethema sind saubere Radwege und ein guter Winterdienst. Die Stadtreinigung intensiviert ihre Arbeit mit neuen Maschinen auf einem definierten Netz. Seit 2017 wurden allein für die Reinigung sieben neue Kehrmaschinen beschafft. Das kann jetzt wirksam werden. Das Winternetz für den Radverkehr, d.h. die Strecken, die explizit für den Radverkehr bearbeitet werden, umfasst mittlerweile über 260 Kilometer.

Handlungsfeld Kommunikation

Ab 2019 wird eine Marketingkampagne über neue Radfahrangebote in der Stadt informieren und Lust auf das Radfahren in Hamburg machen. Dies ist mit einer Sicherheitskampagne verzahnt, die die Verkehrssicherheit und gegenseitige Rücksichtnahme in den Mittelpunkt stellt. Beide Kampagnen werden miteinander verknüpft und inhaltlich aufeinander aufgebaut. Das verbindende Element ist das Miteinander. Es soll das Gemeinschaftsgefühl aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf der Straßen verbessert werden.

Auch das Radverkehrszählnetz wird aufgebaut. Die erste Ausbaustufe soll durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer und Hamburg Verkehrsanlagen GmbH installiert und in Betrieb genommen werden. In Planung ist, dass der zugehörige Internetservice, die Zählergebnisse und die Auswertungen live online gehen.

Unseren Fortschrittsbericht 2018 gibt es unter: https://www.hamburg.de/contentblob/11873926/4dcff718d6ebafbaa53c6c76c518c7e9/data/fortschrittsbericht-2018-webversion.pdf

Pressemitteilung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

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