Osterfeuer können für Wildtiere zum Verhängnis werden

Der NABU Hamburg gibt Tipps, wie das Osterfeuer nicht zum Scheiterhaufen für Wildtiere wird
An diesem Wochenende lodern auch in Hamburg wieder die beliebten Osterfeuer. Damit dieser Brauch nicht zur Todesfalle für heimische Tiere wird, bittet der NABU darum, das Brennmaterial vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten.

Oft beginnen Gartenbesitzer, Vereine und Gemeinden schon lange vor Ostern damit, Äste und Zweige für das Osterfeuer aufzuschichten. Diese Totholzhaufen sind in unserer ausgeräumten Landschaft attraktive und wichtige Lebensräume für Vögel, Insekten und Amphibien.
„Tiere nutzen diese großen Reisighaufen gern als Unterschlupf oder sogar als Brutmöglichkeit. Doch wenn das Osterfeuer angezündet wird, heißt das für sie den sicheren Tod“, erklärt Ilka Bodmann vom NABU Hamburg. Zaunkönig, Rotkehlchen und Amsel etwa brüten gern in dem angehäuften Grünschnitt. Aber auch Igel, Spitzmäuse und Amphibien machen es sich dort gemütlich. Damit das Osterfeuer also nicht zur Todesfalle für die Kleintiere wird, müssen vorher einige Dinge bedacht werden. Es wird dazu geraten, das Schnittholz erst kurz vor dem Abbrennen aufzuschichten. So können die Kleintiere das geplante Osterfeuer erst gar nicht als Wohnstätte nutzen und durch das Feuer droht für Igel und Co. keine Gefahr. Wenn der Holz- und Reisigstapel schon vor längerer Zeit angelegt worden ist, sollte das aufgehäufte Material am Tag des Anzündens vorher unbedingt vorsichtig umgeschichtet werden. So bekommen die Tiere die Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen.

Um die Entwicklung von Schadstoffen, wie z.B. Feinstäuben, möglichst gering zu halten, sollten die Feuer nicht unnötig groß sein. Die Kompostierung von Pflanzenschnitt ist erheblich umweltfreundlicher als die Verbrennung. Am besten wäre es jedoch, wenn Schnittholz und Reisig gar nicht erst verbrannt werden würden, sondern in der Landschaft blieben, um Tieren einen Unterschlupf zu bieten.

Weitere Informationen, wie man im eigenen Garten einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten kann, sind unter www.NABU-Hamburg.de/garten erhältlich.

Pressemitteilung NABU HH

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