Stabilisierung und Weiterentwicklung des S-Bahn-Betriebs

Runder Tisch von DB und BWVI trifft sich auf Einladung von Senator Michael Westhagemann erstmals in Hamburg/Weitere Treffen vereinbart

 

Hamburg ist einer der höchst belasteten Bahnknoten Europas. Bevölkerungszuwachs, Wirtschaftswachstum und verstärktes Klimabewusstsein werden in Zukunft noch mehr Menschen und Güter auf die Bahn bringen. Dafür muss die Bahninfrastruktur ertüchtigt und ausgebaut werden. Die Bahn hat in den vergangenen Monaten ihr langjähriges Qualitäts- und Pünktlichkeitsniveau nicht einhalten können. Darum kam auf Einladung von Senator Westhagemann am 26.06.2019 erstmals der Runde Tisch Bahn im Hamburger Rathaus zusammen. Gemeinsames Ziel der Teilnehmer ist es, das Pünktlichkeits- und Qualitätsniveau deutlich zu steigern.

Senator Westhagemann: „Zur Bewältigung dieser Situation müssen stringente und strategisch kluge Konzepte entwickelt werden, um bei kurzfristigen Problemlagen zügig handlungsfähig zu sein, aber auch um längerfristige Sanierungen während des Betriebs zu ermöglichen.“

„Mit der Ertüchtigung und dem Ausbau unserer Infrastruktur investieren wir in die Zukunft, um unseren Anspruch an Qualität und Pünktlichkeit zu gewährleisten“, so Manuela Herbort Konzernbevollmächtigte für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein.

Es bestand Einigkeit darüber, dass die Bahn gerade vor der besonderen Herausforderung steht, dass die Infrastruktur in die Jahre gekommen ist, gleichzeitig aber massiv mehr Leistungen bestellt wird. Die Infrastrukturunternehmen der DB AG werden, insbesondere vor dem Hintergrund der von Hamburg für die kommenden Jahre zusätzlich beauftragten Leistungen, steigende Beträge in die Instandhaltung der Stationen und des Netzes sowie in die Stärkung des Betriebs investieren. Die DB erweitert darüber hinaus ihren Personalkörper substantiell im dreistelligen Bereich. Hamburg und die DB werden außerdem eine gemeinsame Baumaßnahmenkoordinierung installieren.

Konkret vereinbart worden ist, dass es eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Staatsrat Andreas Rieckhof geben wird, in der konkrete Maßnahmen aufbereitet werden sollen, gerade auch im Hinblick auf eine kurzfristige Stabilisierung des Betriebs. Die Arbeitsgruppe berichtet unmittelbar an den Verkehrssenator und den Vorstand der Deutschen Bahn AG. Mitglieder sind DB Netz, DB Station & Service, S Bahn Hamburg und die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs. Der Runde Tisch wird sich erneut im November treffen und erste Ergebnisse dieses Prozesses der Öffentlichkeit vorstellen.

Folgende Sofortmaßnahmen werden darüber hinaus von der DB getroffen:

· Weitere Einzäunung von S-Bahnstrecken

· Sofortprogramm zur Verbesserung der Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur

· Schienenschleifprogramm für Weichen und Gleise im S-Bahn Netz bis Herbst 2019

· Aufnahme der Planungen für die Digitalisierung des S-Bahn Netzes, insbesondere Harburg/ S32

· Sauberkeitsoffensive an den Hamburgischen Bahnhöfen

· Die Voraussetzungen zur Verbesserung der Fahrgastinformation werden durch technische Lösungen geschaffen

· Die Sanierung des Bahnhofs Harburg wird bis Ende 2020 fertiggestellt

Information zum Teilnehmerkreis:

Teilnehmer des DB Konzerns waren: Manuela Herbort, DB AG, Konzernbevollmächtigte für die Länder HH und SH, Dr. Volker Hentschel, DB Netz AG, Vorstand Produktion, Kay Arnecke, S-Bahn Bahn Hamburg GmbH, Vorsitzender der Geschäftsführung

Bärbel Aissen , DB Station & Service AG, Leiterin Regionalbereich Nord, Gerd Matschke, DB Netz AG, Leiter Produktion Nord. Teilnehmer von Seiten der BWVI waren neben Senator Michael Westhagemann

Martin Huber, Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenwesen, Raimund Brodehl und Dr. Ina Tjardes, Abteilungsleitungen im Amt für Verkehr und Straßenwesen.

Pressemitteilung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

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