Zieralgen: Naturschutzforschungsprojekt zum Mitmachen

Zieralgen in Hamburg – Biologie, Geschichte und Bedeutung für den Naturschutz / Einführung in ein Naturschutzforschungsprojekt zum Mitmachen. Informationsveranstaltung zu Mikroalgen am 20. August 2019, 18 Uhr beim NABU Hamburg. Mit Vorträgen und Live-Mikroskopiervorführung.

 

Am Dienstag, den 20. August gibt der NABU Hamburg einen Einblick in einen spannenden Bereich der Naturschutzforschung. In Kooperation mit der Universität Hamburg und dem Naturwissenschaftlichen Verein Hamburg entführt der NABU in die mikroskopisch kleine Welt der Mikroalgen, genauer der Zieralgen. Sie bieten bizarr-schöne Formen, sind unersetzlich als Sauerstoffproduzenten und gleichzeitig wichtige Bioindikatoren für die Gewässerqualität in Mooren.

Der Naturwissenschaftliche Verein in Hamburg betreibt eine ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft, die sich dem Mikroskopieren und Bestimmen von Kleinstlebewesen, wie Mikroalgen, widmet. Jede/r Interessierte ist herzlich eingeladen, mitzuarbeiten und die Biodiversität der Zieralgen in Hamburger Mooren zu erforschen. Bei Interesse sind weiterführende Fortbildungen zu diesem Thema geplant. Am 20. August erwartet die Besucher/innen eine Live-Mikroskopiervorführung und Beiträge von:

– Christina Wolkenhauer, Vorstand NABU Hamburg

– Anne Ostwald, Referentin für Moorschutz NABU Hamburg

– PD Dr. Klaus von Schwartzenberg, Institut für Pflanzenwissenschaften und Mikrobiologie der Universität Hamburg, Kurator der Mikroalgensammlung

– Matthias Burba, 1. Vorsitzender Naturwissenschaftlicher Verein Hamburg

– Klaus Spiekermann, Mikrogruppe, Naturwissenschaftlicher Verein Hamburg

Zum Hintergrund:

Am Institut Pflanzenwissenschaften und Mikrobiologie der Universität Hamburg existiert eine weltweit einzigartige Spezialsammlung für sogenannte Joch- und Schmuckalgen (MZCH – Microalgae and Zygnematophyceae Collection Hamburg). Diese Kleinstlebewesen sind nur unter dem Mikroskop sichtbar, erfüllen aber enorm wichtige ökologische Funktionen. Gebunden an Feuchtlebensräume sind Mikroalgen Nahrungsgrundlage für andere Wasserbewohner und sie produzieren über Photosynthese Sauerstoff – weltweit wird bis zu 40 % des Luftsauerstoffs durch Mikroalgen produziert!

Unter den Mikroalgen kommen die Zieralgen überwiegend in Nieder- und Hochmooren vor. Je nachdem welche Arten in einem Moorgewässer vorkommen, können Rückschlüsse auf die Bedingungen (Nährstoffgehalt, pH-Wert, Eutrophierungsgrad, usw.) im Wasser gezogen werden, da unter ihnen Spezialisten zu finden sind. Sie sind demnach Indikatoren für den ökologischen Zustand eines Gewässers. Mikroalgen sind jedoch nur selten Gegenstand der aktuellen Naturschutzforschung, da ihre Sammlung und Bestimmung aufwendig ist.

Die Veranstaltung „Zieralgen in Hamburg – Biologie, Geschichte und Bedeutung für den Naturschutz“ findet am Dienstag, 20. August 2019 um 18.00 Uhr in der NABU-Geschäftsstelle, Klaus-Groth-Str. 21, 20535 Hamburg-Borgfelde statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Pressemitteilung NABU HH

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