Buchtipp: Das Stadtwachstum in den Blick nehmen

Corona bestimmt momentan unseren Alltag. Ausschlaggebend für die Verbreitung des Virus sind die Globalisierung sowie die zunehmende Bebauungsdichte und Verstädterung. Beides beeinträchtigt zudem das Klima und das Wohlbefinden der Menschen. Ingrid Krau, Architektin und Stadtplanerin, nimmt die Städte in den Blick und zeigt auf, dass sich etwas ändern muss.

 

Die Corona-Pandemie wurde zum Jahrhundertereignis, das weltweit den Alltag fast aller Menschen stark beeinflusst. Auch langfristig wird Corona unser Leben weiter bestimmen, über die Schutzimpfungen hinaus. Die Entstehung und Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus sind an die vehemente Zunahme der Verstädterung in kompakten Siedlungsstrukturen und an die Globalisierung der Handelsbeziehungen gebunden.

Der Weg der Ausbreitung führte über die Megacitys und wurde begleitet von umfangreicher Desorientierung durch die neuen sozialen Medien.

Die Gesellschaften des Westens ringen um Wege der Vernunft, um das Leben epidemiegerecht und zugleich klimaresilient zu gestalten – bei gleichzeitiger Geltung urbaner Freiheiten, wie sie für das »europäische Modell der Stadt« konstitutiv sind. Klimafragen und Pandemien zwingen uns, das Stadtwachstum selbst in den Blick zu nehmen, denn nur so können wir die Großkrise, die alles miteinander verbindet, hinter uns lassen. Für Ingrid Krau ist die Pandemie die größte Herausforderung der westlichen Gesellschaften, bei der es auch darum geht, unsere freiheitlichen Werte gegenüber den teilweise autoritär organisierten Gesellschaften Asiens zu verteidigen.

Ingrid Krau: CORONA und die Städte – Suche nach einer neuen Normalität. Softcover, 120 Seiten. 16 Euro, Oekom-Verlag

Pressemitteilung Oekom-Verlag München

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