Buchtipp: Auf Sand gebaut

In seinem neuen Buch nimmt der mehrfach ausgezeichnete Journalist Vince Beiser seine Leser*innen mit auf eine investigative Reise in das Reich des Sandes: von seinen Quellen und Einsatzmöglichkeiten bis hin zur indischen Sandmafia und den Konflikten um seine Förderung.
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Sand scheint eines der Dinge zu sein, die nie knapp werden – doch diese Vorstellung trügt. Unsere Welt ist buchstäblich auf Sand gebaut, denn als Grundstoff von Beton steckt er in fast allen Gebäuden und Straßen. Auch zur Herstellung von Glas und sogar in Computerchips, Zahnpasta und Papier ist er zu finden. Mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten erleichtert Sand unser heutiges Leben und ist dabei in geeigneter Qualität längst Mangelware. Denn nur bestimmte Sandarten sind technisch verwertbar, wie zum Beispiel die selteneren Flusssande, die zugleich eine wichtige ökologische Funktion haben.
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Heutzutage herrscht eine so große Nachfrage nach Sand, dass überall auf der Welt ganze Strände und Flussbetten geplündert, landwirtschaftliche Flächen und Wälder zerstört und sogar Menschen eingesperrt und ermordet werden. Alles nur des Sandes wegen. In seinem Buch »Sand. Wie uns eine wertvolle Ressource durch die Finger rinnt« (ET 13.04.2021) erzählt Vince Beiser die fesselnde Geschichte dieses so wertvollen wie umkämpften Stoffes, ohne den unser modernes Leben nicht möglich wäre. Er berichtet von Konflikten, die sein Abbau hervorruft und zeigt auf, was uns droht, wenn uns der Sand einmal ausgeht. ­

Vince Beiser: »Sand. Wie uns eine wertvolle Ressource durch die Finger rinnt«, 320 Seiten, Hardcover, 26 Euro. Auch als E-Book erhältlich.
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Der Autor
Vince Beiser ist Journalist und lebt in Los Angeles. Für seine Arbeiten wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. durch das Pulitzer Center on Crisis Reporting. Beiser schreibt für renommierte Medien wie den Guardian, das Wall Street Journal, die Los Angeles und die New York Times.

Pressemitteilung Oekom Verlag

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