„Laschet muss Klientelpolitik abschwören“

Nach dem heutigen Rückzug von Markus Söder (CSU) steht fest: Armin Laschet (CDU) wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU für die Bundestagswahl am 26. September.

Es kommentiert Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland:

“Der Klimaschutz braucht auch die Union. Dafür muss Armin Laschet aber ordentlich aufholen. Bislang steht er eher für alte Industrien als für einen Neuanfang im Klima- und Naturschutz. Unter Laschets Verantwortung sollen in Nordrhein-Westfalen noch immer Menschen und Dörfer der Braunkohle weichen, während der Windkraftausbau verhindert wird. Die Menschheitsaufgabe Klima- und Naturschutz kann Laschet als Kandidat nur glaubwürdig vertreten, wenn er die Union auf den Politikfeldern Energie, Verkehr und Landwirtschaft in eine neue Richtung treibt. Als ersten Schritt sollte er sich klar und deutlich zum 1,5-Grad-Ziel bekennen und Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise benennen. Einer Klientelpolitik zugunsten der fossilen Energiewirtschaft und der Agrarindustrie muss er abschwören, wenn er Verantwortung für künftige Generationen übernehmen will.”

Pressemitteilung Greenpeace

Foto: Braunkohletagebau Garzweiler

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