Greenpeace-Aktive protestieren gegen VW

Auf der Zugspitze haben 20 Greenpeace-Aktive heute Vormittag ihren Protest für mehr Klimaschutz und einen schnellen Verbrenner-Ausstieg von Volkswagen fortgesetzt. Sie brachten die vorgestern in Emden entliehenen, rund 1500 VW-Autoschlüssel auf den nördlichen Schneeferner, einen durch die Erderhitzung bedrohten Gletscher.

 

Neben einem etwa 100 Quadratmeter großen, ölverschmutzten VW-Logo kritisierten sie den Konzern mit dem 300-Quadratmeter-Banner „Von Wegen: Klimaschutz“. Aus Protest gegen die massiven Klimaschäden, die Volkswagens Verbrenner-Autos weltweit verursachen, hatten die Umweltschützer:innen vorgestern Fahrzeugschlüssel sichergestellt. Die Schlüssel wurden heute um 11.30 Uhr auf dem Gletscher von der Polizei beschlagnahmt.

„Es ist ein Skandal, dass sich Volkswagen als Vorreiter der Elektromobilität inszeniert, aber noch immer 95 Prozent der verkauften VW Öl verbrennen und CO2 ausstoßen“, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. „Mit seiner falschen Modellpolitik blockiert VW die Verkehrswende und den zügigen Umstieg auf Elektromobilität.“ Greenpeace fordert, dass Volkswagen die Entwicklung weiterer Verbrenner stoppt und ab Mitte des Jahrzehnts in Deutschland nur noch Elektroautos verkauft.

Erderhitzung droht Gletscher in kommenden zehn Jahren abschmelzen zu lassen

Die durch den Temperaturanstieg bereits stark geschrumpften fünf bayerischen Gletscher drohen bis Anfang der 2030er-Jahre vollständig zu verschwinden, zeigt der jüngste Gletscherbericht des bayerischen Umweltministeriums. Die schmelzenden Gletschern zeigen eindrücklich, wie rasant und unwiederbringlich der Klimawandel unsere Welt verändert. Die Umweltschützer:innen fordern den weltweit zweitgrößten Autohersteller Volkswagen zu mehr Klimaschutz auf: Allein die im Jahr 2018 verkauften Autos des Konzerns stoßen über ihren Lebenszyklus mehr Treibhausgase aus, als ganz Australien. Bestätigt sehen sich die jungen Klimaschützer:innen durch jüngste Gerichtsurteile: Ende April erklärte das Bundesverfassungsgericht es für nicht legitim, Maßnahmen zum Klimaschutz in die Zukunft zu verschieben und so die Freiheitsrechte künftiger Generationen zu beschneiden. Mit ähnlicher Argumentation verurteilte diese Woche ein niederländisches Gericht den Ölkonzern Shell dazu, seinen CO2-Ausstoß weit schneller zu senken.

„Dieses Urteil reicht weit über Shell hinaus. Es warnt jedes Unternehmen, dass Geschäftsmodelle auf Kosten von Natur und Klima nicht länger zulässig sind“, sagt Stephan. „Auch Volkswagen muss seinen CO2-Ausstoß so schnell wie möglich senken, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern.“


Greenpeace-Aktive bringen 1500 VW-Autoschlüssel auf die Zugspitze
VWs klimaschädliches Geschäftsmodell trägt zur Gletscherschmelze bei

Auf der Zugspitze setzen 20 Greenpeace-Aktive heute ihren Protest für mehr Klimaschutz und einen schnellen Verbrenner-Ausstieg von Volkswagen fort. Sie bringen die vorgestern in Emden entliehenen, rund 1500 VW-Autoschlüssel auf den nördlichen Schneeferner, einen durch die Erderhitzung bedrohten Gletscher. Neben einem etwa 100 Quadratmeter großen, ölverschmutzten VW-Logo kritisieren sie den Konzern mit dem 300-Quadratmeter-Banner „Von Wegen: Klimaschutz“. Aus Protest gegen die massiven Klimaschäden, die Volkswagens Verbrenner-Autos weltweit verursachen, hatten die Umweltschützer:innen vorgestern Fahrzeugschlüssel sichergestellt. Greenpeace hat Volkswagen-Chef Herbert Diess heute zu einem Gespräch auf der Zugspitze eingeladen und hält die Schlüssel dort zur Abholung bereit.

„Es ist ein Skandal, dass sich Volkswagen als Vorreiter der Elektromobilität inszeniert, aber noch immer 95 Prozent der verkauften VW Öl verbrennen und CO2 ausstoßen“, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. „Mit seiner falschen Modellpolitik blockiert VW die Verkehrswende und den zügigen Umstieg auf Elektromobilität.“ Greenpeace fordert, dass Volkswagen die Entwicklung weiterer Verbrenner stoppt und ab Mitte des Jahrzehnts in Deutschland nur noch Elektroautos verkauft.

Erderhitzung droht Gletscher in kommenden zehn Jahren abschmelzen zu lassen

Die durch den Temperaturanstieg bereits stark geschrumpften fünf bayerischen Gletscher drohen bis Anfang der 2030er-Jahre vollständig zu verschwinden, zeigt der jüngste Gletscherbericht des bayerischen Umweltministeriums. Die schmelzenden Gletschern zeigen eindrücklich, wie rasant und unwiederbringlich der Klimawandel unsere Welt verändert. Die Umweltschützer:innen fordern den weltweit zweitgrößten Autohersteller Volkswagen zu mehr Klimaschutz auf: Alleine die im Jahr 2018 verkauften Autos des Konzerns stoßen über ihren Lebenszyklus mehr Treibhausgase aus, als ganz Australien. Bestätigt sehen sich die jungen Klimaschützer:innen durch jüngste Gerichtsurteile: Ende April erklärte das Bundesverfassungsgericht es für nicht legitim, Maßnahmen zum Klimaschutz in die Zukunft zu verschieben und so die Freiheitsrechte künftiger Generationen zu beschneiden. Mit ähnlicher Argumentation verurteilte diese Woche ein niederländisches Gericht den Ölkonzern Shell dazu, seinen CO2-Ausstoß weit schneller zu senken.

„Dieses Urteil reicht weit über Shell hinaus. Es warnt jedes Unternehmen, dass Geschäftsmodelle auf Kosten von Natur und Klima nicht länger zulässig sind“, sagt Stephan. „Auch Volkswagen muss seinen CO2-Ausstoß so schnell wie möglich senken, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern.“


1500 VW-Schlüssel reisen an Schauplatz der Klimakrise

Greenpeace-Aktive protestieren weiter gegen klimaschädliche Konzernstrategie

Die gestern von Greenpeace-Aktiven vorübergehend aus dem Verkehr gezogenen Schlüssel klimaschädlicher VW-Autos sind heute auf dem Weg an einen Ort, wo sich die Klimakrise besonders deutlich zeigt. Insgesamt entliehen die Aktivistinnen und Aktivisten am Verladehafen in Emden Schlüssel von gut 1500 Diesel und Benzinern des Volkswagen-Konzerns, darunter Modelle von Porsche, Audi und VW. Sie sollen morgen an einem Ort in Süddeutschland präsentiert werden. „Das gestrige Shell-Urteil in den Niederlanden unterstreicht noch einmal: Unternehmen müssen so schnell wie möglich aufhören, fossile Energien zu verbrennen. Das gilt auch für den Volkswagen-Konzern, der noch viel zu lange klimaschädliche Verbrenner verkaufen will“, sagt Greenpeace Verkehrsexperte Benjamin Stephan. „Volkswagen muss die Entwicklung weiterer Diesel und Benziner sofort stoppen.“

Laut Internationaler Energie Agentur (IEA) dürften weltweit ab dem Jahr 2035 keine weiteren Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden, um den Temperaturanstieg unter der kritischen Grenze von 1,5 Grad zu halten. In Europa muss dieser Umstieg auf saubere Antriebe bereits 2028 abgeschlossen sein, in Deutschland als Land mit vielen verkauften Neuwagen bereits 2025. Volkswagen weigert sich bislang, ein festes Ausstiegsdatum festzulegen und plant sogar noch eine weitere Generation Abgasautos zu entwickeln, die millionenfach bis mindestens 2040 verkauft werden sollen.


Greenpeace-Aktive ziehen hunderte VW-Autoschlüssel aus dem Verkehr
Protest gegen klimaschädliche Konzernstrategie und Greenwashing

Für mehr Klimaschutz bei Volkswagen und einen schnellen Verbrenner-Ausstieg protestieren 20 Greenpeace-Aktive heute am ostfriesischen Verladehafen in Emden. An VWs größtem Exporthafen haben die Umweltschützer:innen hunderte Autoschlüssel von neuen Pkw mit Verbrennungsmotor abgezogen und demonstrieren so für einen schnellen Ausstieg aus dem klimaschädlichen Antrieb. Über die auf einem riesigen Areal parkenden Autos legten sie ein 600 Quadratmeter großes Banner mit einem ölbesudelten VW-Logo. Mit den Botschaften „Von Wegen: Klimaschutz“, und „Von Wegen: just electric“, kritisieren sie, dass sich VW als Elektro-Vorreiter darstellt, jedoch weiter zu über 90 Prozent Öl-Verbrenner produziert.

„VW zählt noch immer zu den klimaschädlichsten Konzernen der Welt“, sagt Verkehrsexperte Benjamin Stephan von Greenpeace: „Wir ziehen heute hunderte Verbrenner vorerst aus dem Verkehr. Will VW seiner Klimaverantwortung gerecht werden, muss der Konzern aufhören, weitere Diesel und Benziner zu entwickeln und in alle Welt zu verkaufen.“ Der Wolfsburger Konzern verursacht allein durch seine Pkw-Sparte mehr als ein Prozent der globalen CO2-Emissionen. Aktuell will VW Milliarden in die Entwicklung neuer Verbrenner investieren, die noch bis mindestens 2040 verkauft werden.

Aus Emden 2020 exportierte Volkswagen-Pkw verursachen CO2-Ausstoß der Schweiz

Volkswagen setzt weiterhin auf klimaschädliche Antriebe: Zwar vermarktet der Konzern seine neuen Elektromodelle mit Slogans wie “way to zero” und „just electric“ – von weltweit rund 9 Millionen verkauften Autos im Jahr 2020 fahren jedoch nur 2,5 Prozent klimafreundlich vollelektrisch. Auch über Emden verschifft VW fast ausschließlich (über 95 Prozent) Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren (https://bit.ly/3fNLWGZ). Die im Jahr 2020 gut 735.000 vorwiegend nach Großbritannien und in die USA exportierten Fahrzeuge hatten einen CO2-Fußabdruck von etwa 42 Millionen Tonnen – das entspricht annähernd den Jahresemissionen der Schweiz „Als weltweit zweitgrößter Autobauer entscheidet VW mit seiner Modellpolitik maßgeblich über den globalen CO2-Ausstoß im Verkehr“, sagt Stephan. „Ohne einen schnellen Kurswechsel exportiert Volkswagen noch auf Jahrzehnte Klimazerstörung ‚Made in Germany‘.“

Von VW-Chef Herbert Diess fordern die Greenpeace-Aktiven jetzt eine Schlüsselentscheidung für den Klimaschutz (https://act.greenpeace.de/von-wegen-klimaschutz). Unterstützung bekommen sie aus Karlsruhe: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts haben künftige Generationen ein Grundrecht auf effektiven Klimaschutz. „Konzerne wie VW müssen ihren CO2-Fußabdruck verringern, sonst laden sie künftigen Generationen eine erdrückende Klimaschuld auf“, sagt Stephan. „Wer noch 20 weitere Jahre Verbrenner verkaufen will, obwohl es klimaschonender geht, handelt auf Kosten unserer Kinder und Enkel.“ Greenpeace fordert von Diess, den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor deutlich zu beschleunigen und ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das nicht länger auf immer mehr und immer größere Autos setzt, sondern auf geteilte Fahrzeuge, digitale Angebote und Dienstleistungen für eine neue, saubere Mobilität.

Pressemitteilungen Greenpeace (26., 27. + 28.5.)

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