Veranstaltungen im Botanischen Sondergarten

Der Botanische Sondergarten mitten im Kern von bot. sondergarten wandsb.Wandsbek ist eine Oase zur Entspannung. Bei den Gartenwissen-Führungen und in den kostenlosen Ausstellungen können sich Natur- und Gartenfreunde über die Zusammenhänge in der Natur – insbesondere der Pflanzenwelt – eingehend informieren. Sessel und Bänke in der Parkanlage laden zum Verweilen ein.

 

Wahl der Giftpflanze des Jahres 2022

Wie in jedem Juni ist es an der Zeit zur Wahl der Giftpflanze des Jahres aufzurufen und die Kandidaten vorzustellen.

Pflanzen mit einer giftigen Wirkung auf Menschen und Tiere werden in vielen Gärten und Wohnungen, ohne Kenntnis der besonderen Eigenschaften, als Zierpflanzen kultiviert. Ziel dieser Aktion soll eine aktive Auseinandersetzung mit diesen Pflanzen sein. Die „Giftpflanze des Jahres“ unterscheidet sich von der Vielzahl an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, die jährlich als „Natur des Jahres“ ausgerufen werden darin, dass die Pflanzen nicht unbedingt in ihrer Existenz gefährdet sind.

Wahl der 18. Giftpflanze des Jahres

Zum achtzehnten Mal ruft der Botanische Sondergarten Wandsbek (Hamburg) auf, sich an der Wahl zur Giftpflanze des Jahres zu beteiligen. Es stehen für das Jahr 2022 folgenden Pflanzen zur Wahl:

Kategorie: Ein- und zweijährige Pflanzen

Schwarzes Bilsenkraut – Hyoscyamus niger — sehr stark giftig +++

Kategorie: Gehölze

Lebensbaum — Thuja sp. — stark giftig ++

Kategorie: Giftige Nahrungspflanze

Kartoffel — Solanum tuberosum — stark giftig ++

Kategorie: Staude

Dickmännchen — Pachysandra terminalis — giftig +

Kategorie: Zimmer- und Kübelpflanze

Enzianstrauch — Lycianthes rantonnetii — sehr stark giftig +

Ein besonderes Augenmerk wird auch auf Nahrungspflanzen gelegt, in denen Giftstoffe enthalten sind. Diese Giftstoffe führen jedoch durch Reifeprozesse oder richtige Zubereitung bzw. richtige (niedrige) Dosierung zu keinen Vergiftungen beim Verzehr.

Alle können mitentscheiden!

Auf der Homepage des Botanischen Sondergartens unter www.hamburg.de/giftpflanze-des-jahres/ werden die Pflanzen vorgestellt. Von dort aus kann online abgestimmt werden. Ebenso stellen sich die fünf Kandidaten im Gewächshaus des Sondergartens (Walddörferstraße 273, 22047 Hamburg-Wandsbek) zur Wahl. Die Abstimmung endet am 15. Dezember 2021. Bei der Abstimmung geht es nicht um Schönheit oder Artenschutz, sondern um das ganz persönliche Bauchgefühl. Darüber hinaus können Kandidaten für die Wahl der Giftpflanze des Jahres 2023 vorgeschlagen werden. Am 16. Dezember 2021 wird das Ergebnis der Abstimmung bekannt gegeben.

Wahllokale in Naturhäusern und Schulklassen

Der Botanische Sondergarten bietet die Möglichkeit an, dass interessierte Naturinformationshäuser für ihre Besucherinnen und Besucher und Naturführerende für ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Ordner mit Wahlunterlagen auslegen können. Somit eine Abstimmung auch außerhalb des Internets und des Sondergartens möglich.

Weitere Informationen über das Mobile-Wahl-Lokal unter: https://www.hamburg.de/wandsbek/gdj-mobile-wahl/ und https://www.hamburg.de/wandsbek/gdj-wahllokal-schulklasse/.


Gartenwissen @home – Online-Angebote aus dem Botanischen Sondergarten Wandsbek
Im Botanischen Sondergarten finden aufgrund der aktuellen Situation keine Gartenwissen-Angebote mit persönlicher Präsenz statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen es sich zuhause gemütlich und verfolgen und bereichern auf und mit ihrem Computer, Tablet oder Smartphone die folgenden Angebote aus dem Botanischen Sondergarten. Eine Anmeldung im Sondergarten ist ausreichend, eine Registrierung bei Zoom ist nicht erforderlich. Der Eintritt in den Online-Garten des Botanischen Sondergartens ist frei.

Eine Anmeldung per E-Mail unter sondergarten(ät)wandsbek.hamburg.de ist erforderlich. Für Fragen steht der Leiter des Botanischen Sondergartens, Herr Helge Masch, unter der Telefonnummer 040 / 693 97 34 zur Verfügung. Weitere Informationen unter: www.hamburg.de/wandsbek/veranstaltungen-im-sondergarten/.

Mittwoch, 23. Juni 2021 – 18:30 bis 20:30 Uhr: Gartenwissen @home – Gärtnerisch botanisches Kuddelmuddel – mit Helge Masch

Menschliche Missverständnisse mit der Pflanzenwelt

Dornröschens Rosen haben keine Dornen, sondern Stacheln. Pilze sind keine Pflanzen und die Weiß-Buche ist keine Buche, die Rot-Buche hingegen schon. Seit mehr als 27 Jahren leitet Helge Masch den Botanischen Sondergarten Wandsbek und bietet ebenso lange Führungen durch den Garten an und hält gärtnerisch botanische Vorträge. In dieser Zeit traten einige Missverständnisse zutage, die in dieser unterhaltsamen und reich bebilderten Veranstaltung via Zoom humorvoll beleuchtet werden.

Gärtnerische Laien und Klugschieter werden gleichermaßen mit neuen Erkenntnissen aus der Veranstaltung gehen, bei der ein grüner Daumen nicht notwendig ist. Besucherinnen und Besucher können sich überraschen lassen und Spaß mit der Pflanzenwelt haben.

Eine Anmeldung per E-Mail (sondergarten(ät)wandsbek.hamburg.de) ist erforderlich!


Phänologie-Projekt im Sondergarten: Gesucht wird der Frühsommer! – Zeigerpflanze: Holunder

Den Klimawandel im Auge behalten

Als es noch keine Wetterprognosen gegeben hat, wurde das Wetter genau beobachtet. Darauf basieren die sogenannten Bauernregeln: Auf langjährigen Beobachtungen von Bauern über das Wetter. Diese beobachteten Regelmäßigkeiten in Wetterabläufen und die Entwicklung der angebauten Pflanzen, wie z. B. Getreide, wurde in Form von Reimen festgehalten. Einige mögen die Bauernweisheiten für Aberglauben halten, jedoch konnten einige wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Die Phänologie basiert auf den Beobachtungen von Tieren und Pflanzen. Sie beschäftigt sich mit witterungs- bzw. klimaabhängigen Ereignissen in der Natur. Beispielsweise werden Blütenbildung und Blattfall der Pflanzen beobachtet. Die Erkenntnisse werden im Gesundheitswesen (Pollenflug) und in der Landwirtschaft angewendet. Diese „Erscheinungslehre“ gliedert den Jahresablauf nicht in nur vier, sondern in zehn Jahreszeiten. Diese zehn Jahreszeiten orientieren sich an den Entwicklungen der so genannten „Zeigerpflanzen“.

Zusammen beobachten:

Das Phänologie-Projekt des Botanischen Sondergartens möchte – gemeinsam mit Hamburger Naturfreundinnen und Naturfreunden und/oder Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer – zehn ausgewählte phänologische Zeigerpflanzen beobachten. Der Beginn der phänologischen Jahreszeiten ist von Stadtteil zu Stadtteil sehr unterschiedlich und ändert sich auch von Jahr zu Jahr. Aus diesem Grund ist jede Mithilfe wünschenswert! Die Beobachtungen der „Phänophasen“ können Veränderungen des Klimas aufweisen und dienen dazu den Klimawandel im Auge zu behalten.

Wann blüht der Holunderstrauch?

Dies ist die Zeigerpflanze für den Frühsommer. Der Deutsche Wetterdienst hat die Holunder in Deutschland für den 1. Juni 2021 (Mittelwert aus den Vorjahren) prognostiziert. Doch wann blühen die Holundersträucher in welchem Stadtteil?

Sofern sich an der am weitesten entwickelten Trugdolde des beobachteten Schwarzen Holunders etwa 50 % der Einzelblüten völlig geöffnet haben, melden Interessierte ihre Beobachtung bitte unter Angabe von Datum und Ort (in Hamburg und 25 km Umkreis) online unter http://www.hamburg.de/wandsbek/phaenologie/ oder per Telefon unter 040 / 693 97 34. Wichtig ist die Angabe von Stadtteil und Datum!

Der Sondergarten Referenz-Holunder wächst im Rundgang.

Zeigerpflanze für den Hochsommer ist der Lindenbaum und dessen Blühbeginn!

Der Botanische Sondergarten Wandsbek befindet sich in der Walddörferstraße 273, 22047 Hamburg.

Pressemitteilungen Bezirksamt Wandsbek

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