Schmähpreis Goldener Geier

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft alle Verbraucherinnen und Verbraucher zum gemeinsamen Kampf gegen Greenwashing auf. Ab sofort können Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen, die Klima-, Umwelt- oder Naturschutz nur versprechen, in Wahrheit aber Umweltsünder sind, für den seit Jahren etablierten Schmähpreis nominiert werden. Einreichungen für die „dreisteste Umweltlüge“ sind mit nur wenigen Klicks unter www.duh.de/goldenergeier2022/ möglich.

 

„Beinahe täglich täuschen Industrie und Handel die Verbraucherinnen und Verbraucher: ob angeblich klimaneutrale Flüge, sogenannte biologisch abbaubare Kaffeekapseln oder umweltschädliche Einweg-Tüten, die als Mehrwegprodukte angepriesen werden. Mit diesem Greenwashing verdienen Unternehmen und Dienstleister mittlerweile Milliarden. Und das ist dreifach schlimm: Während mit klima- und umweltschädlichen Produkten hohe Gewinne erzielt werden, werden Verbraucherinnen und Verbraucher abgezockt und ihr Vertrauen in wirklich grüne Produkte sinkt. Das müssen wir gemeinsam verhindern. Deshalb helfen Sie mit: Sagen Sie uns, über welche Umweltlüge Sie sich zuletzt am meisten geärgert haben. Kämpfen Sie mit uns gegen die dreistesten Umweltlügen 2022“, appelliert Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH.

Die Nominierungsphase startet ab sofort und endet am 24. Juli 2022. Aus den eingereichten Vorschlägen stellt die DUH die Kandidaten für den Goldenen Geier 2022 online zur Abstimmung. Die öffentliche Verleihung des Goldenen Geiers ist für September 2022 geplant.

Mit dem Schmähpreis macht die DUH auf Greenwashing allgemein aufmerksam, warnt Verbraucherinnen und Verbraucher und enttarnt ganz konkret Produkte, mit denen Menschen getäuscht werden. Letztendlich sollen Unternehmen dazu bewegt werden, ehrliche und ökologische Produkte auf den Markt zu bringen.

Hintergrund:

Die Wirkung des Goldenen Geiers zeigt das Beispiel Nestlé: 2019 erhielt der Lebensmittelkonzern den Schmähpreis für das aus Frankreich importierte und mehrfach in Einweg-Kunststoff verpackte Mineralwasser Vittel. Auf Druck der Öffentlichkeit und einer anschließend gestarteten Petition, an der sich mehr als 158.000 Verbraucherinnen und Verbraucher beteiligten, nahm der Konzern 2022 das Mineralwasser Vittel schlussendlich in Deutschland und Österreich vom Markt.

Pressemitteilung Deutsche Umwelthilfe

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