Ab 1. Januar keine Barzahlung im Bus mehr möglich

Ganz einfach ohne Bargeld Bus fahren: Bereits seit dem Sommer können Fahrgäste, die im Bereich Hamburg AB in den Bussen der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) und der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) unterwegs sind, ihr Ticket auch mit der neuen hvv Prepaid Card bezahlen. Damit schaffen die beiden Verkehrsunternehmen eine komfortable Alternative zur Kleingeldsuche. Das Besondere: Es werden weder Kundendaten noch Smartphone oder Computer noch ein eigenes Bankkonto benötigt.

Barverkauf wird Ende des Jahres eingestellt

Bereits heute gibt es im hvv einen deutlichen Trend hin zum bargeldlosen Bezahlen in Bussen, zusätzlich beflügelt durch die Einführung des Deutschlandtickets. 80 Prozent der Fahrten im hvv werden per Zeitkarten zurückgelegt, derzeit gibt es im hvv mehr als 1 Million Abos. Lediglich 5 Prozent der hvv Gesamteinnahmen entfallen auf den Barverkauf im Bus. Im Gegenzug steigt der Anteil digitaler Käufe von Einzel- und Tageskarten stetig, zurzeit liegt er bei 37 Prozent. Vor diesem Hintergrund wird die Bargeldzahlung in den Bussen der VHH und der HOCHBAHN in Hamburg zum 1. Januar 2024 durch das bargeldlose Bezahlen ersetzt. Neben der hvv Prepaid Card ist dies mit der hvv App, der hvv switch-App und hvv Any möglich. Im Laufe des Jahres 2024 wird der Ticketkauf per hvv Prepaid Card dann in allen Bussen im gesamten hvv möglich sein. Ein sogenannter „Friendly User Test“ der hvv Prepaid Card, eine Generalprobe mit 200 Fahrgästen, verlief im November 2022 bereits sehr positiv. Das Buspersonal wird auch weiterhin in Tarifkunde ausgebildet und berät Kundinnen und Kunden, wenn Fragen aufkommen sollten.

Außerdem bietet die hvv Mobilitätsberatung regelmäßig Schulungs- und Beratungstermine für Senior*innen sowie mobilitätseingeschränkte Menschen an, um sie bei der Nutzung des ÖPNV bestmöglich zu unterstützen. Da die Abschaffung des Barverkaufs vorerst nur im hvv Tarifbereich Hamburg AB (Stadtgebiet HH und angrenzende Gemeinden, z.B. Tangstedt, Ahrensburg) umgesetzt wird, alle Busse der VHH aber auch im Tarifbereich C (Speckgürtel u.a. Elmenhorst, Kaltenkirchen, Bargteheide∗) des hvv fahren, müssen diese weiterhin zwingend mit einem Kassensystem ausgestattet sein. Die hvv Prepaid Card wurde unter Projektleitung der VHH gemeinsam mit der HOCHBAHN für den hvv entwickelt und umgesetzt. Die Karte selbst ist kostenlos und kann mit einem Guthaben in Fünf-Euro-Schritten aufgeladen werden. Das maximale Guthaben liegt bei 150 Euro. Zurzeit ist die hvv Prepaid Card an allen U-Bahn- Haltestellen an den neuen Fahrkartenautomaten der Hochbahn erhältlich, darüber hinaus auch an über 550 Verkaufsstellen der teilnehmenden Vertriebspartner erhältlich, darunter zahlreiche Kioske, Rewe-, Penny- und Toom-Märkte sowie Tankstellen. Weitere Verkaufsstellen folgen. Eine aktuelle Übersicht aller Vertriebsstellen finden Fahrgäste im Internet unter https://www.hvv.de/prepaidcard. Übrigens: Überall da, wo die hvv Prepaid Card erhältlich ist, kann sie auch mit Geld aufgeladen werden. Neben den genannten Shops zusätzlich auch überall innerhalb des Systems Schiene, also an allen S-Bahn- und DB-Regio-Stationen. Die Anmeldung und das Hinterlegen von Konto- oder Kreditkartendaten in einem System sind dabei nicht notwendig. Die Karte eignet sich so zum Beispiel für Eltern, die ihren Kindern spontane Busfahrten ermöglichen möchten. Wenn die Karte bar bezahlt und aufgeladen wird, werden – genau wie bei der heutigen Barzahlung – keine persönlichen Daten der Fahrgäste erhoben.

So funktioniert die hvv Prepaid Card
Die Handhabung ist denkbar einfach: Die Busse der VHH und der HOCHBAHN sind im Einstiegsbereich mit Terminals ausgestattet. Dort kann der Fahrgast mit dem zuvor aufgeladenen Guthaben der hvv Prepaid Card kontaktlos bezahlen. Dazu tippt man am Terminal auf „Fahrkarte kaufen“, hält die hvv Prepaid Card vor das Lesegerät und wählt eine Fahrkarte aus. Es können Fahrkarten für das gesamte hvv-Gebiet und mehrere Personen gekauft werden. Die mit einer gültigen Fahrkarte versehene Prepaid Card kann selbstverständlich auch in den Schnellbahnen genutzt werden. Der Fahrkartenprüfdienst im gesamten hvv kann die hvv Prepaid Card einlesen und sehen, ob damit eine gültige Fahrkarte gekauft wurde. Nach jedem Fahrkartenkauf wird das aktuelle Restguthaben auf den Terminals im Bus angezeigt. Wer ein Smartphone nutzt, kann sich zudem die App hvv Card Info herunterladen. Mit ihr kann das Restguthaben ebenfalls jederzeit angezeigt werden. Wer seine hvv Prepaid Card nicht mehr nutzen möchte, kann die Karte in den Servicestellen des hvv zurückgeben und sich das restliche Guthaben auszahlen lassen.

Informationskampagne startet am 15. November
Ab 15. November werden die Fahrgäste im Hamburger Stadtgebiet an Bushaltestellen und in Bussen über die bevorstehende Abschaffung des Barverkaufs in den HOCHBAHN- und VHH- Bussen und über bargeldlose Alternativen des Ticketkaufs informiert. Dies geschieht mit Plakaten, Aufklebern an Kassenblöcken und Fahrkartenautomaten, Flyern und Durchsagen in den Bussen, Spots im Fahrgast-TV und Online-Werbung. Vom 20. bis 30. November sind zusätzlich Promoter an Bushaltestellen in Hamburg unterwegs, um Infoflyer auszugeben und Fragen rund um das bargeldlose Zahlen und das Ende des Barverkaufs in Bussen zu beantworten.

Pressemitteilung https://www.hvv.de/de/ueber-uns/presse (6.11.)

also kann man im 374er Bus (Bargteheide-Poppenbüttel) wohl noch mit Bargeld bezahlen?

Die wuz meint: Jetzt gibt es bald keine Bargeldzahlung im Bus mehr. Ab 1. Januar 2024 wird auf bargeldloses Zahlen umgestellt. Angeblich nutzen nur noch wenige Kunden den Barverkauf im Bus. “Die wenigen Ticketverkäufe in unseren Bussen sind kostenintensiv und unsere Busfahrerinnen und Busfahrer benötigen dafür auch sehr viel Zeit – in einem immer enger getakteten Busverkehr. Die Abschaffung des Barverkaufs hilft daher maßgeblich mit, dass unsere Busse die Haltestellen pünktlicher verlassen und dich schneller an dein Ziel bringen!”
Als Alternative sollen die Fahrgäste die HVV-App nutzen oder sogenannte Prepaidkarten kaufen. Mit der Prepaidkarte kann man Einzel-, Tages-, Gruppen- und Ergänzungskarten im Bus erwerben. Wo bleibt da die Zeitersparnis? Der Busfahrer kann doch bestimmt nicht eher losfahren, bis der letzte mit seiner Karte bezahlt hat? Oder werden jetzt in allen Bussen Entwerter eingebaut? Was kostet das? Die wuz fragt sich ernsthaft für wen diese Änderung etwas bringt. Wahrscheinlich gibt es nur Vorteile für den HVV. Die wenigen Kunden, die noch die Bargeldzahlung nutzen, können doch nicht der Grund sein, dass Busse von der Haltestelle langsamer abfahren können?

Weitere Infos: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/HVV-schafft-Bargeld-Zahlungen-in-Bussen-ab,hvv658.html

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Bauen / Verkehr / Mobilität veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.