NABU kritisiert
Forderung der CDU/CSU-Fraktion – Bund und Länder arbeiten bereits an konkreter Umsetzung von Renaturierungsmaßnahmen
NABU-Verbandspräsident Jörg-Andreas Krüger zur Beschlussvorlage der CDU/CSU-Fraktionsklausur, in der die Abschaffung der EU-Wiederherstellungsverordnung gefordert wird:
„Die Forderung aus der Fraktionsklausur von CDU/CSU, die EU-Wiederherstellungsverordnung abzuschaffen, kommt zur Unzeit. Bund und Länder arbeiten derzeit an der konkreten Umsetzung, etwa bei der Wiedervernässung von Mooren, der Renaturierung von Flussauen, der Stabilisierung von Wäldern und der Förderung artenreicher Agrarlandschaften. Eine Abschaffungsdebatte stellt diesen laufenden Prozess infrage und schafft unnötige Unsicherheit.
Gerade jetzt brauchen Landwirtinnen und Landwirte, Kommunen und Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen: klare Regeln, ausreichende Finanzierung und praktikable Förderinstrumente. Pauschale Forderungen nach einem Ausstieg verzögern Investitionen und helfen niemandem vor Ort.
Intakte Ökosysteme sind die Grundlage für Klimaschutz, Hochwasservorsorge und langfristig stabile Erträge. Der NABU appelliert daher an die politischen Entscheidungsträger, sich konstruktiv in die laufenden Abstimmungen einzubringen. Statt unrealistische Forderungen nach Abschaffung zu erheben, braucht es jetzt konkrete Lösungen: eine ausreichende Finanzierung, unbürokratische Förderinstrumente und klare, verlässliche Rahmenbedingungen für die Umsetzung vor Ort.“
Pressemitteilung NABU