… Natur und Umwelt
investieren – Weyland: Jeder Euro in die Wiederherstellung von Ökosystemen zahlt sich vielfach für Gesellschaft und Wirtschaft aus
Ab heute beraten die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten über zentrale Weichenstellungen für den nächsten EU-Haushalt (Mehrjähriger Finanzrahmen, MFR) bis 2034. Zum Auftakt des Europäischen Rates fordert der NABU eine deutlich stärkere und eigenständige Finanzierung von Naturschutz und Wiederherstellung der Natur. Er verweist dabei auf das aktuelle Eurobarometer, wonach sich eine überwältigende Mehrheit der Europäer*innen für stärkere Investitionen in den Natur- und Umweltschutz ausspricht.
„Investitionen in Natur sind kein Kostenfaktor, sondern ein Resilienz-Jackpot – jeder Euro in den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen zahlt sich vielfach für Gesellschaft und Wirtschaft aus. Völlig zurecht erwarten die Menschen in Europa, dass die EU stärker in den Natur- und Umweltschutz investiert. Der politische Spielraum ist da – jetzt muss er genutzt werden. Der nächste EU-Haushalt entscheidet darüber, ob wir Naturzerstörung weiter teuer reparieren oder endlich wirksam verhindern. Der Bundeskanzler trägt nun Verantwortung, sich mit seinen Amtskolleg*innen für eine ambitionierte und eigenständige Naturschutzfinanzierung einzusetzen”, sagt Raphael Weyland, Leiter des NABU-Büros in Brüssel.
Außerdem wünschen sich die EU-Bürger*innen laut Eurobarometer eine ambitionierte Wiederherstellung der Natur sowie eine konsequentere Umsetzung des Naturschutzrechts – einschließlich wirksamer und ausreichend großer Schutzgebiete. Diese Ergebnisse decken sich mit der breiten Unterstützung für die Initiative „Hands off Nature“: Mehr als 500.000 Menschen haben sich in einer Petition bereits gegen den Abbau von Umwelt- und Naturschutzstandards ausgesprochen.
Pressemitteilung NABU