Auf der Mauer, auf der Lauer

Insektensommer-Entdeckungsfrage hilft beim Bestimmen von Feuerwanzen
Wanze oder keine Wanze? Manchmal ist genau das die Frage. Um das herauszufinden, nimmt der NABU-Insektensommer in diesem Jahr die Feuerwanze genauer unter die Lupe. Die wird nämlich gern auch mal Feuer- oder Schusterkäfer genannt, obwohl sie kein Käfer ist. Die Entdeckungsfrage soll dabei helfen, den Unterschied zu erkennen – anhand gut erkennbarer Merkmale wie dem großen dreieckigen Schildchen auf dem Rücken, dem Saugrüssel oder den zur Hälfte verhärteten Flügeln.

Als kleine Gartenhelfer räumen die Insekten auf. So stehen neben Pflanzensamen auch Insekten- und Schneckeneier auf ihrem Speiseplan, damit helfen sie dabei, die Anzahl der Gartenschädlinge in Schach zu halten.

“Uns ist es wichtig, mit der Aktion auch die Artenkenntnis zu Insekten zu fördern. Mit der Entdeckungsfrage wollen wir es Neueinsteigern leichter machen, bei der Aktion mitzumachen. Denn für den Anfang kann es hilfreich sein, sich zunächst auf eine Art zu konzentrieren”, sagt Dr. Laura Breitkreuz, Insektenexpertin beim NABU. “Die Welt der Insekten ist überwältigend in ihrer Vielfalt: Rund 34.000 Arten gibt es in Deutschland. Diese auffällig gezeichneten Tierchen haben vermutlich schon viele irgendwo einmal gesehen oder erinnern sich aus ihren Kindertagen an sie. Wenn man sie jetzt gezielt erkennen kann, wagt man sich vielleicht auch an andere Insektengruppen.”

Die Feuerwanze wurde im ersten Zählzeitraum (31. Mai bis 9. Juni) auch am häufigsten gemeldet, gefolgt von der Hainschwebfliege und der Steinhummel auf Platz drei. “Für den zweiten Zählzeitraum im August hoffen wir auf besseres Wetter,”, so Breitkreuz. “Bei Dauerregen und kühlen Temperaturen, wie in weiten Teilen Deutschlands fliegen auch Insekten nicht gern, sondern sitzen still oder verstecken sich. Bei windstillem und sonnigem Wetter hingegen tummeln sie sich gern und lassen sich auch an ungewöhnlichen Orten beobachten und zählen wie am Badesee oder beim Warten auf den Bus.“

Vom 2. bis 11. August sind alle großen und kleinen Insektenfans erneut aufgerufen, bis zu einer Stunde draußen in der Natur zu verbringen und sich zu notieren, wie viele Feuerwanzen und andere Sechsbeiner krabbeln, summen und brummen – und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich oder Bach. Das Beobachtungsgebiet sollte nicht größer als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus sein. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App NABU Insektensommer. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de zu finden.

2024 hat die Aktion wieder prominente Unterstützung durch die NABU-Insektenbotschafter: Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler, die Moderatoren Ruth Moschner und Ralf Caspers, der forensische Entomologe Dr. Mark Benecke und die Schriftstellerin und Wissenschaftsjournalistin Jasmin Schreiber rufen zum Mitzählen auf. Garten-Influencer Robinga Schnögelrögel unterstützt die Aktion ebenso wie die bekannte Figur Biene Maja und ihre Freunde (www.diebienemaja-bienenschutz.de).

Auch das Quizduell, ein interaktives Quizspiel, unterstützt den Insektensommer 2024 mit einem eigenen, kostenlosen Insekten-Sonderquiz. Mit einer eigenen TV-Show in Deutschland und über 100 Millionen Downloads ist Quizduell das führende mobile Trivia-Game in Europa.

Der Insektensommer ist eine Gemeinschaftsaktion von NABU und LBV. Die Daten der Zählaktion werden in Zusammenarbeit mit der Meldeplattform www.NABU-naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU transparent und zeitnah auf www.NABU.de/Insektensommer-Ergebnisse veröffentlicht.

Weiterführende Links:

Die Aktion ist die größte Insektenzählaktion in Deutschland. Mehr Infos zur Aktion finden Sie unter www.insektensommer.de.

Fragen und Antworten zum Insektensommer: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/aktionsinfos/24141.html

Web-App Insektensommer: www.NABU.de/insektensommer/app

Insektentrainer: www.insektentrainer.de

Feuerwanzen: www.nabu.de/entdeckungsfrage

Pressemitteilung NABU + NABU Hamburg

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