Auffällig viele Beschwerden über Voxenergie und Primastrom

Verbraucherzentrale Hamburg rät Betroffenen, überhöhte Forderungen nicht zu bezahlen
Seit Januar 2022 sind die Beschwerden bei der Verbraucherzentrale Hamburg und anderen Verbraucherzentralen über die Energieanbieter Voxenergie und Primastrom sprunghaft angestiegen. Bei den Beschwerden geht es in der Regel darum, dass der vereinbarte Verbrauchspreis für Strom oder Gas trotz Preisgarantie erhöht oder die monatliche Abschlagszahlung auf ein exorbitantes Niveau angehoben wurde.

 

Auch das gesetzlich bestehende Sonderkündigungsrecht, das den Kundinnen und Kunden bei Vertrags- oder Preisänderung zusteht, wird seitens der beiden Unternehmen anscheinend immer wieder zurückgewiesen.

“Ein plötzlicher Anstieg der Energiekosten kann Verbraucherinnen und Verbraucher in große finanzielle Bedrängnis bringen. Wenn dann obendrein noch das Kündigungsrecht nicht anerkannt wird, sollten Kundinnen und Kunden sich zur Wehr setzen”, so Jan Bornemann von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, unzulässig überhöhte Forderungen nicht zu bezahlen und sich juristisch beraten zu lassen.

Die Verbraucherzentralen haben die Bundesnetzagentur über ihren Bundesverband frühzeitig über die Missstände unterrichtet und um aufsichtsrechtliches Einschreiten gebeten. Aktuell prüft die Behörde das von den Verbraucherverbänden kritisierte Marktgebaren der Anbieter.

Bei Problemen mit Strom- oder Gasanbietern beraten die Expertinnen und Experten der Verbraucherzentrale Hamburg. Termine für Beratungsgespräche können Ratsuchende telefonisch unter (040) 24832-107 vereinbaren, per E-Mail termine@vzhh.de oder über die Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter vzhh.de/beratung.

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

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