49 Storchenpaare ziehen 129 Jungstörche auf /
NABU würdigt 50 Jahre ehrenamtliches Engagement im Storchenschutz
In diesem Jahr verzeichnen die Hamburger Störche einen regelrechten Baby-Boom: 49 Storchenpaare haben 129 Junge großgezogen – die erfolgreichste Brutbilanz seit 100 Jahren! Damit ist die bisherige Rekordzahl von 2024 mit 113 Jungtieren übertroffen worden. Nur sieben Brutpaare hatten keinen Erfolg. Grund für den Rekordnachwuchs ist vermutlich eine gute Nahrungsgrundlage und das Ausbleiben von Extremwettereignissen wie Starkregen zu Beginn der Brutsaison.
Jürgen Pelch, ehrenamtlicher Storchenbetreuer beim NABU Hamburg, zeigt sich zufrieden: „Ich freue mich riesig über dieses positive Ergebnis. Die Storchenbestände entwickeln sich stabil in Hamburg. Das macht Mut für die kommenden Jahre und motiviert mich, weiterzumachen.“ Das Engagement von Jürgen Pelch für den Storchenschutz besteht seit nunmehr 50 Jahren. Mit seinem langjährigen, unermüdlichen Einsatz hat er einen großen Anteil an der positiven Entwicklung der Weißstörche in Hamburg.
Der Großteil der Storchenpaare brütet in den Vier- und Marschlanden. Aber auch in Neuland und Groß Moor, in Neugraben Fischbek, in Sülldorf und in Wohldorf gibt es Nester, die von Storchenpaaren belegt sind.
Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg, betont in diesem Zusammenhang, wie wichtig Flächenschutz ist: „Dieses Rekordergebnis ist eine starke Bestätigung dafür, wie wertvoll unser feuchtes Grünland in Hamburg ist. Wir müssen sensibel damit umgehen und es schützen, damit Störche auch künftig optimale Brut- und Nahrungsbedingungen vorfinden. Der Erhalt dieser Lebensräume ist entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung bedrohter Wiesenvögel in unserer Stadt und auch bundesweit.“
Katharina Fegebank, Umweltsenatorin und Zweite Bürgermeisterin, äußert sich ebenfalls positiv: „Ich freue mich sehr über den zahlreichen Störche-Nachwuchs vor unserer Haustür. Wenn so viele Störche in einer Großstadt wie Hamburg einen Lebensraum finden, ist das etwas ganz Besonderes. Aufgrund wichtiger Naturschutzarbeit bieten offene und feuchte Wiesen und Weiden gute Bedingungen für unsere beliebten Klapperstörche. In Hamburg bringen wir Mensch und Natur in Einklang: Kein anderes Bundesland hat einen so großen Teil seiner Landesfläche unter Naturschutz gestellt. Ich danke dem NABU und seinen Ehrenamtlichen für den riesigen Einsatz für die Störche in unserer Stadt – er zahlt sich aus.“
Noch bis Ende Juli/Anfang August können sich die Hamburger*innen an den Jungstörchen erfreuen. Dann machen sich die Tiere auf die Reise in ihre Überwinterungsgebiete in Spanien, Portugal oder Afrika. Die Altstörche erholen sich noch ein paar Wochen von der Aufzucht ihrer Jungen und fliegen dann ebenfalls gen Süden. Sechs Hamburger Störche, die der NABU mit einem Sender versehen hat, können auf ihrem Rückflug live im Internet verfolgt werden, unter www.NABU-Hamburg.de/stoerche. Bis dahin können auch noch die Internetstars des NABU Hamburg, Fiete und Jette und ihre drei Jungstörche live im Nest beobachtet werden: www.NABU-Hamburg.de/storchenwebcam
Pressemitteilung NABU Hamburg