“Billige Agrarproduktimporte gefährden Bauern”

Anlässlich des heutigen (Donnerstag, 1. Februar) Sondergipfels protestieren Landwirtinnen und Landwirte in Brüssel gegen die europäische Agrarpolitik und das geplante Mercosur-Abkommen. Anna Cavazinni, Mitglied der Grünen/EFA-Fraktion und stellvertretende Vorsitzende der Brasilien-Delegation des Europäischen Parlaments, kommentiert:

„Europaweit protestieren Landwirtinnen und Landwirte gegen ein kaputtes Agrarsystem. Europäische Bäuerinnen und Bauern sind Kollateralopfer eines ungerechten Wirtschaftsmodells, das soziale Ungleichheiten und die Umweltkrise vertieft.

Importe billiger Agrarprodukte, die unseren Umwelt- und Sozialstandards nicht entsprechen, verschärfen den Druck auf unsere Landwirtinnen und Landwirte. Eine vorschnelle Ratifikation des EU-Mercosur-Handelsabkommens widerspricht einer fairen und nachhaltigen Landwirtschaft in der EU und in den Mercosur-Mitgliedstaaten. Die Grünen/EFA sprechen sich seit Jahren gegen dieses veraltete Mercosur-Handelsabkommen aus und fordern, dass alle EU-Abkommen mit dem Green Deal kompatibel sein müssen.”

Hintergrund:
Die EU sowie die Mercosur-Mitgliedstaaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay haben das Freihandelsabkommen bereits seit 2019 fertig ausgehandelt, allerdings noch nicht ratifiziert.

Pressemitteilung Grüne im EU-Parlament

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