Zweite Runde „Abpflastern“: Hambur
g und Bremen fordern sich gegenseitig löwenzum Nordderby heraus
Nach über 5.400 entsiegelten Quadratmetern im Auftaktjahr 2025 startet der Hamburger Wettbewerb zum Abpflastern in die nächste Runde. Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) ruft diesmal zu einem besonderen Wettstreit auf: Beim Abpflaster-Nordderby tritt Hamburg gegen Bremen an.
Ziel des sportlichen Vergleichs ist es, pro Kopf so viel Beton- und Asphaltfläche wie möglich zu entfernen und durch begrünte Böden zu ersetzen. Beide Hansestädte messen sich im Rahmen des bundesweiten Entsiegelungswettbewerbs in der sogenannten „Liga Groß“ (Städte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern).
Die erste Runde hat bereits gezeigt, welches riesige Potenzial in der Entsiegelung Hamburger Böden steckt. Daran knüpft die Wettbewerbsphase 2026 nun an – mit dem besonderen sportlichen Duell. Die offizielle Abpflastern-Saison läuft in diesem Jahr noch bis zum 31. Oktober 2026.
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Was Hamburg in der ersten Runde des Abpflasterns abgeliefert hat, ist wirklich stark. Ob Privatleute, Unternehmen, Initiativen oder unsere Bezirke – alle haben sich reingehängt und unsere Stadt ein gutes Stück grüner gemacht. Mit dem Anpfiff zur zweiten Runde rufen wir jetzt das Nordderby aus. Klimaanpassung ist ein Mannschaftssport, bei dem es am Ende für unsere Stadt nur Gewinner:innen gibt: Wenn wir graue Pflastersteine gegen frisches Grün eintauschen, kann das Regenwasser besser versickern, die Kanalisation wird entlastet und unser Stadtklima profitiert enorm. Das Derby weckt jetzt natürlich unseren sportlichen Ehrgeiz. Wir wollen zeigen, wer im Norden die Nase vorn hat. Bis zum 31. Oktober ist jetzt Zeit, mehr abzupflastern als die Menschen in Bremen. Ich bin mir sicher: Hamburg holt sich den Derbysieg!“
Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft in Bremen: „Zwei Hansestädte, zwei Umweltsenatorinnen – und ein gemeinsames Ziel: unsere Städte spürbar lebenswerter zu machen. Dabei geht es um weit mehr als Klimaschutz: Es geht um echtes Wohlfühlen vor der eigenen Haustür – weniger Hitze, Regenwasser kann besser versickern, Plätze und Straßen werden wieder zu Orten, an denen man gerne Zeit verbringt. Dass wir das jetzt in einem sportlichen Wettstreit angehen, macht das Ganze sichtbar und motiviert die Menschen, selbst aktiv zu werden. Am Ende profitieren alle – es gibt dabei nur Gewinner:innen.“
Mitmachen und punkten
Alle Hamburgerinnen und Hamburger sowie Unternehmen und Initiativen können mitmachen. Jeder entsiegelte Quadratmeter fließt direkt in die Wertung für das Nordderby ein. Wer bis zum Stichtag am 31. Oktober 2026 Flächen entsiegelt, kann seine Beiträge ab sofort an abpflastern@bukea.hamburg.de melden.
Hintergrund
Entsiegelte und begrünte Böden ermöglichen die Versickerung von Niederschlagswasser, mindern durch Kühlungseffekte die gesundheitlichen Folgen sommerlicher Hitzeereignisse und reduzieren den Biodiversitätsverlust. Dagegen verstärken versiegelte Flächen insbesondere in verdichteten Innenstädten die negativen Folgen der Klimakrise, da sie Schäden durch Starkregen erhöhen und den städtischen Wärmeinseleffekt weiter anfachen.
Pressemitteilung Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Mehr Infos: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/boden-und-geologie/bodenschutz/abpflastern