„Diese Bundesregierung hat den
Zukunftsmodus verlassen“, sagt Dr. Thomas M. Fischer. Wenige Tage vor der UN-Klimakonferenz COP30 in Belém/Brasilien kritisiert der Unternehmer und Investor die Energie-, Klima- und Umweltpolitik der Bundesregierung scharf, die als Rückwärts-Regierung fatale Signale in alle Richtungen aussende.
„Die Wirtschaft verliert ihren Transformationsimpuls. Die Unternehmen sowie viele Bürgerinnen und Bürger empfinden nachhaltiges Handeln nicht mehr als dringlich. Europa verspielt seine Rolle als zukunftsfähiger Wirtschaftsraum. Das ist kontraproduktiv: Deutschland bremst und gibt seine Rolle als Tempomacher im Klima- und Umweltschutz auf.“
Fischer erkennt in der aktuellen politischen Linie keine Balance von ökonomischer Vorsorge und ökologischer Verantwortung. Unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung würden Nachhaltigkeitsziele verwässert. In der Energiepolitik bekomme Gas als fossiler Brennstoff wieder zu viel Gewicht, statt vehement die erneuerbaren Energien auszubauen. Der Klima- und Transformationsfonds drohe als Verschiebebahnhof für Haushalts- und Budgetschwierigkeiten missbraucht zu werden. „Nachhaltigkeit ist keine Belastung, sondern eine Zukunftsinvestition. Wenn wir jetzt Klimaschutz gegen Wettbewerbsfähigkeit ausspielen, ruinieren wir beides – die Wirtschaft von morgen und das Vertrauen der Menschen in eine handlungsfähige Politik.“
Mit Blick auf die anstehende COP30 warnt Fischer vor einem strategischen Relevanzverlust Europas: „Die Erde überhitzt, die Ökosysteme kollabieren – und Deutschland verhält sich, als stünde uns noch ein weiteres Jahrhundert für Gegenmaßnamen zur Verfügung. Wer in dieser Situation Klimaschutz als Zumutung begreift, hat die Dimension der Krise nicht verstanden. Nachhaltigkeit ist kein grünes Add-on, sondern die Überlebensstrategie einer zivilisierten Welt.
Deutschland muss jetzt zeigen, dass wirtschaftliche Stärke und ökologische Verantwortung zwei Seiten derselben Zukunft sind.“ Fischer fordert einen Kurswechsel: „Wir brauchen jetzt eine Politik, die Lust auf Zukunft macht – und den Mut und endlich die Einsicht, dass Transformation ein gesellschaftliches Gemeinschaftsprojekt ist. Deutschland kann noch Vorreiter werden, aber dafür müssen wir den Stillstand beenden.“
Pressemitteilung Westend-Verlag
Siehe auch die WUZ-Buchvorstellung vom April diesen Jahres: /unsere-zukunft-entscheidet-sich-in-der-wirtschaft/