Entwurf der kommunalen Wärmeplanung vorgestellt

Die Freie und Hansestadt Hamburg macht einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung und veröffentlicht heute den Entwurf des Wärmeplans. Das Wärmeplanungsgesetz des Bundes verpflichtet Kommunen bis spätestens 2045 ein Zielbild für klimaneutrale Wärme zu entwickeln. Hamburg strebt mit seinem eigenen Klimaschutzgesetz die Klimaneutralität bereits bis 2040 an.

 

Die Wärmeplanung bildet die Grundlage für die Energieinfrastrukturplanung der Netzbetreiber. Sie schafft Orientierung für private und gewerbliche Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer sowie das produzierende Gewerbe.

Das Zielszenario des Wärmeplans zeigt auf, welche Wärmelösungen in den verschiedenen Gebieten Hamburgs am besten geeignet sind. Interaktive Karten im Wärmeportal Hamburg ermöglichen es online einzusehen, welche Art der Wärmeversorgung vor Ort empfohlen wird. Dadurch wird deutlich, in welchen Bereichen dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen besonders geeignet sind, wo gemeinschaftliche Wärmeprojekte sinnvoll sein können und wo Wärmenetze ausgebaut oder verdichtet werden können.

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die Wärmewende ist zentral, um unsere ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Aktuell entstehen rund die Hälfte des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in Hamburg durch die Wärmeversorgung. Dass derzeit noch acht von zehn Heizungen mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, zeigt unser riesiges Potenzial. In Hamburg läuft der Umstieg auf klimafreundliche Wärme bereits auf Hochtouren: Das zeigen der geplante Kohleausstieg bis 2030, Investitionen in Energieparks sowie zahlreiche Beratungs- und Förderangebote. Bei all dem ist uns klar: Die Wärmeplanung wird bei vielen Hamburgerinnen und Hamburger die Frage aufwerfen, was das jetzt konkret für sie bedeutet. Deswegen setzen wir in dem ganzen Prozess konsequent auf Austausch und Beteiligung. Für eine erfolgreiche Wärmewende sind wir allerdings auch auf die richtigen Rahmenbedingungen im Bund angewiesen, für die wir uns gerade dringender denn je einsetzen.“

Im ausführlichen Bericht zum Wärmeplan erfahren Interessierte mehr über die Vorgehensweise bei der Planung, die angewandten Methoden und die wichtigsten Annahmen, die der Hamburger Wärmeplanung zugrunde liegen. Sie können sich auch über die Analysen zur Dekarbonisierung betrieblicher Prozesswärme und zum Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur für die Industrie informieren.

Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende sind eingeladen, ihre Anregungen und Hinweise zum Entwurf des Wärmeplans über das Beteiligungs-Portal DiPlanung einzureichen. Die Beteiligungsphase läuft noch bis zum 14. April 2026. Die Rückmeldungen aus der Stadtgesellschaft sind wichtig, um die kommunale Wärmeplanung noch besser an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Der finale Beschluss des Wärmeplans ist bis Ende Juni 2026 geplant. In der zweiten Jahreshälfte wird es weitere Informations- und Beratungsangebote geben. Ziel ist es, Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümern eine verlässliche Orientierungshilfe bei ihrer langfristigen Heizungsplanung zu bieten.

Pressemitteilung Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)

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