Europäisches Parlament fordert Recht auf Reparatur

Nachhaltige Produkte zugunsten von Verbraucher*innen und Umwelt
Das Europäische Parlament legt am morgigen Donnerstag seine Prioritäten für die vorgesehene Kommissionsinitiative zu einem Recht auf Reparatur vor. Dieser Vorschlag ist Teil der Bemühungen der Europäischen Union, ein Kreislaufwirtschaftsmodell zu fördern und bis 2050 klimaneutral zu werden.

 

René Repasi binnenmarktpolitischer Sprecher der Europa-SPD:

„Hohe Reparaturkosten und kurze Gebrauchsdauer: Die wenigsten Haushalts- und Elektrogeräte wie Spülmaschine oder Handy sind leicht reparierbar, im Gegenteil: Ihr verfrühter Verfall wird bereits bei der Herstellung geplant. Das ist weder verbraucherfreundlich noch nachhaltig und eine Marketingstrategie, die als unlautere Handelspraxis erklärt werden muss.

Ein Recht auf Reparatur ist nicht nur aus Perspektive der Verbraucher*innen notwendig. Es gibt auch andere gute Gründe, warum wir Rechtsvorschriften zum Recht auf Reparatur brauchen: Dazu zählen Elektronik als gewaltige Abfallquelle in der EU und die dramatischen Auswirkungen auf Klima und Umwelt. Die Reparatur elektronischer Geräte statt der Produktion neuer Geräte ist gut für die Umwelt, da sie zu niedrigerem Ressourcenverbrauch und dementsprechend weniger Treibhausgasemissionen führen würde.

Wir müssen sicherstellen, dass die Kommission gewährleistet, dass das Recht auf Reparatur für Verbraucher*innen attraktiv gestaltet wird, etwa durch Prämien oder den Erhalt eines Ersatzgeräts für die Dauer der Reparatur. Gleichzeitig müssen Hersteller verpflichtet werden, einen kostenlosen Zugang zu Reparatur- sowie Software-Updates für einen Mindestzeitraum zu garantieren.”

Die EU-Kommission will den Legislativvorschlag zum Recht auf Reparatur im dritten Quartal 2022 veröffentlichen.

Pressemitteilung SPD in EU-Parlament

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