Angesichts der zunehmenden Hitzewellen soll
en Kerosin betriebene Flugzeuge vominnerstädtischen Flughafen Hamburg verbannt werden. Das fordert die die Notgemeinschaft der Flughafen-Anlieger Hamburg e.V.
Der innerstädtiche Flugverkehr belastet das Klima nicht nur durch Treibhausgase; die Verbrennung des Kerosins setzt auch über 3000 GigaJoule Wärmeenergie pro Tag in der Stadt frei. Die Berechnungen fußen auf den offiziellen LTO-Daten für den Flughafen Hamburg.
Gebhard Kraft, 1. Vorsitzender der Notgemeinschaft: „Die Wärmemenge entspricht der Wärmeproduktion von 40.000 Hausheizungen. An Hitzetagen über 30° Celsius stellt das eine bisher nicht berücksichtigte Belastung des Stadtklimas und eine zusätzliche Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung dar. In den Genehmigungsverfahren für den Flughafen wurde diese Fragestellung nie thematisiert; gemäß § 6 Luftverkehrsgesetz muss die Genehmigungsbehörde die Störung der öffentlichen Ordnung beseitigen.“
Dies bedeute nicht, dass Hamburg nicht mehr per Flugzeug erreicht werden könne. Vielmehr habe der Senat im „interregionalen Luftverkehrskonzept“ für Olympia dargestellt, dass die Flüge über andere, nicht innerstädtische Flughäfen abgewickelt werden könnten. Es sei an der Zeit zu zeigen, dass das Olympia-Konzept des Senats nicht völlig aus den Fingern gesogen sei und der Senat es mit dem Versprechen eines „stadtverträglichen Flughafens“ ernst meine.
Gebhard Kraft: „Hausheizungen sind an Hitzetagen abgeschaltet. Der Flugverkehr und damit seine Wärmeproduktion erreicht dagegen im Sommer die höchsten Werte. Insgesamt zeigen unsere Modellrechnungen, dass der innerstädtische Flugverkehr die Hitzebelastung um 3-6 Grad erhöhen kann. Aus kaum noch erträglichen 35 Grad können dann über 40 Grad werden. An anderen Flughäfen stellt sich diese Problematik weitaus weniger. Hamburg Airport ist bei weitem der größte innerstädtische Flughafen in West-, Mittel- und Nordeuropa. Die anderen innerstädtischen Flughäfen (London LCY und Stockholm BMA) haben weniger als ein Drittel des Flugverkehrs und weniger als ein Fünftel der Wärmeproduktion.“
Pressemitteilung Notgemeinschaft der Flughafen-Anlieger Hamburg e.V.