In mehreren Gewässern im Bezirk Wandsbek wurden invasive Krebsarten nachgewiesen, darunter die Wollhandkrabbe, der Kamberkrebs und der Rote Amerikanische Sumpfkrebs. Diese Arten stellen eine wachsende Bedrohung für heimische Ökosysteme dar. Sie verdrängen heimische Flusskrebse, können die für europäische Arten tödliche Krebspest übertragen und gefährden durch ihre Grabtätigkeit Böschungen und Uferstrukturen. Darüber hinaus sind viele invasive Krebsarten Laichräuber und beeinträchtigen damit die Bestände von Fischen und Amphibien.
Besonders kritisch ist das Vorkommen des Roten Amerikanischen Sumpfkrebses im Raakmoorgraben. Da dieser in die Tarpenbek und damit weiter in die Alster übergeht, besteht das Risiko einer schnellen, großflächigen Ausbreitung im Hamburger Stadtgebiet.
Die CDU-Fraktion Wandsbek fordert daher ein umfassendes Monitoring der Fließgewässer im Bezirk. Ziel ist es, Vorkommen und Ausbreitung invasiver Krebsarten systematisch zu erfassen, auszuwerten und geeignete Eindämmungsmaßnahmen zu entwickeln. Dabei sollen auch Anglervereine, Umweltgruppen und die Abteilung Wasserwirtschaft im Bezirksamt aktiv eingebunden werden.
„Wir dürfen nicht abwarten, bis sich invasive Krebsarten in ganz Hamburg ausgebreitet haben“, sagt Ralf Kanstorf, zubenannter Bürger für die CDU im Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz. „Nur wenn wir jetzt konsequent erfassen, wo sich diese Arten bereits befinden, können wir rechtzeitig handeln und unser Ökosystem schützen.“
Die erhobenen Daten sollen nach einem Jahr in einem Bericht zusammengefasst und im Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz vorgestellt werden. Auf dieser Grundlage können geeignete Maßnahmen zur Eindämmung beschlossen werden.
Wolfgang Kühl, CDU-Bezirksabgeordneter aus dem Alstertal, ergänzt: „Unsere Stadtnatur ist wertvoll und schützenswert. Ein gezieltes Monitoring ist der notwendige erste Schritt, um Schäden an Gewässern, Uferbereichen und der Artenvielfalt zu verhindern.“
Mit dem Antrag in der nächsten Bezirksversammlung setzt die CDU-Fraktion ein klares Zeichen für aktiven Gewässer- und Artenschutz vor Ort.
Pressemitteilung CDU Fraktion Wandsbek