Der Flugverkehr von und nach Hamburg hat die Klimaschäden erheblich erhöht und die Klimaziele klar verfehlt.
Seit 1990 hat sich der Klimaschaden durch Hamburgs Flieger bis 2023 um 33% erhöht. Hamburgs Benzin-PKW-Fahrer (incl. Hybrid) haben im gleichen Zeitraum ihren Klimaschaden um 63% reduziert und damit bereits jetzt die Klimaziele für 2030 (-60% gegenüber 1990) übertroffen.
Dies ergibt eine neue Auswertung der Hamburger Emissionsberichte durch die Notgemeinschaft der Flughafenanlieger Hamburg e.V. Das Jahr 2023 ist das aktuellste, für das Emissionsberichte vorliegen.
Gebhard Kraft, 1. Vorsitzender der Notgemeinschaft: „Hamburgs Flieger emittierten 2.384.100 t/a CO2-Äquivalente im Jahr 2023 gegenüber 1.798.200 t in 1990. Hamburgs Benzinkutschen-Fahrer dagegen von 2.437.000 t/a auf 908.000 t/a gesenkt. Bei den Flügen haben wir nur die in Hamburg vertankten Kerosinmengen berücksichtigt, also nur die Hälftev der Gesamt-Emissionen. Während 1990 die PKW noch deutlich mehr Klimaschäden als die Autos verursacht haben, machen die Flieger inzwischen 2,6 mal so viel Klimaschäden wie die Autofahrer.“
Die Notgemeinschaft fordert vom Senat, endlich auch im Luftverkehr von und nach Hamburg Klimaschutz einzuführen. Kraft: “Es macht wenig Sinn, auf die vergleichsweise vorbildlichen Hamburger Autofahrer einzuprügeln und stattdessen die zweieinhalb mal bedeutenderen Schäden durch Hamburgs Flieger völlig zu ignorieren, zumal Klimaschutz Verfassungsrang hat. Hamburg muss den Flugverkehr mit den antiquierten Kerosinfliegern auf 30% von heute begrenzen und Wachstum nur noch mit emissionsfreien Flugzeugen erlauben. “
Pressemitteilung Notgemeinschaft der Flughafen-Anlieger Hamburg e.V.