Siegert: „Innovative Elemente mehr in den Fokus rücken“
Harley Days, Cruise Days, Hafengeburtstag – der Terminkalender der Stadt ist voll mit Großveranstaltungen, die in ihrem Kern umweltschädlich sind. Sie alle eint aber, dass umweltfreundlichere Alternativen in allen Bereichen, die bisher auf fossile Energien angewiesen sind, existieren. Sie bekommen nur nicht genug Aufmerksamkeit. Der NABU Hamburg fordert deshalb, dass der Hamburger Senat Veranstaltern bei Genehmigungen vorschreibt, dass innovative Elemente der jeweiligen Branche stärker in den Fokus gerückt werden müssen.
„Wir wollen diese Veranstaltungen nicht abschaffen. Im Gegenteil: Denn eigentlich böten sie eine hervorragende Plattform, um technische Innovationen erlebbar zu machen. Weil hunderttausende Menschen über die Veranstaltungen erreicht werden, sollte der Senat den Anspruch haben, diese Reichweite für die Transformation auch nutzen. So ließen sich die Möglichkeiten städtischer Mobilität und klimafreundlicher Schifffahrt der Zukunft sichtbarer und auch verständlicher machen. Wir erwarten deswegen vom Hamburger Senat, dass die Präsentation von innovativen Elementen einer Branche zukünftig eine deutlich stärkere Rolle bei Genehmigungsprozessen spielen sollte“, sagt Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg.
Harley-Davidson war beispielsweise einer der ersten großen Traditionshersteller, der das Segment Elektromotorräder ernst genommen hat. Bereits 2019 wurde das erste elektrifizierte Modell von Harley-Davidson auf den Markt gebracht – für die gesamte Branche ein symbolischer wichtiger Schritt.
„Hamburg versteht sich als moderne und nachhaltige Metropole. Umso wichtiger ist es, dass die größten Veranstaltungen der Stadt nicht allein traditionelle Antriebsformen, sondern auch den Wandel hin zu emissionsarmen und ressourcenschonenden Lösungen abbilden. Während Verbrennungsmotoren und konventionelle Kreuzfahrtschiffe große Aufmerksamkeit erhalten, sind zukunftsweisende Entwicklungen häufig kaum sichtbar. Dabei gibt es längst Elektromotorräder, alternativen Antriebssystemen und emissionsärmere Schiffstechnologien“, so Siegert.
Pressemitteilung NABU Hamburg