Verbrenner-Aus für Firmenflotten ist wichtiges Signal
Kopp: Gewerbliche Fahrzeuge konsequent elektrifizieren, um Klimaziele im Verkehr zu erreichen / Unterstützung durch Bundesregierung nötig
Nach Informationen der “Bild am Sonntag” plant die EU-Kommission, ab dem Jahr 2030 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge für Firmenflotten und Mietwagen zuzulassen. Der NABU begrüßt diesen Vorstoß ausdrücklich. Damit würde Brüssel ein wichtiges Zeichen für mehr Klimaschutz im Verkehrssektor setzen, der bislang deutlich hinter seinen Einsparzielen zurückbleibt.
„Bei der heißen Diskussion um das Verbrenner-Aus wird oft vergessen, dass zwei Drittel aller Autos nicht von Privatpersonen zugelassen werden, sondern gewerblich. Das muss angepackt werden, um den Verkehrssektor beim Klimaschutz voranzubringen. Daher ist es richtig, dass die EU-Kommission ambitionierte Klimaschutzvorgaben für gewerbliche Fahrzeugflotten ausarbeitet“, sagt NABU-Verkehrsexperte Christian Kopp.
Der NABU fordert die Bundesregierung auf, diesen Vorschlag aktiv zu unterstützen. Insbesondere das Bundesverkehrsministerium ist nun gefragt, sich hinter den Vorstoß der Kommission zu stellen und die Umstellung auf emissionsfreie Antriebe bei Firmenwagen nicht länger zu bremsen. „Nur wenn auch der gewerbliche Fahrzeugbestand konsequent elektrifiziert wird, können wir die Klimaziele im Verkehr überhaupt noch erreichen. Eine solche Regelung würde auch Herstellern weitere Planungssicherheit beim Hochlauf der E-Mobilität geben“, so Kopp weiter.
Der NABU sieht in dem geplanten Verbot einen entscheidenden Hebel, um den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Mobilität endlich zu beschleunigen. Denn gerade große Flotten bieten durch standardisierte Abläufe und planbare Fahrzeugwechsel ein enormes Potenzial für eine schnelle Umstellung.
Pressemitteilung NABU