Keine Zukunft ohne Natur / Krüger: Natur- und Klimaschutz sichern Wohlstand und Lebensqualität in einem krisenfesten Deutschland
Zur heutigen Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:
„In seiner heutigen Erklärung betont Bundeskanzler Friedrich Merz die Verantwortung für künftige Generationen – zu Recht. Diese Verantwortung umfasst mehr als Sicherheit und Verteidigung: Sie schließt den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein. Eine intakte Natur und ein stabiles Klima sind unverzichtbar für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Die Bewältigung der Natur- und Klimakrise ist eine zentrale Aufgabe unserer Zeit – und braucht mutiges und entschlossenes Handeln. Wir vertrauen darauf, dass der Bundeskanzler und die neue Bundesregierung diese Verantwortung ernst nehmen – und Natur- und Klimaschutz zur politischen und finanziellen Priorität machen. Nur so sichern wir Zukunft, Wohlstand und Lebensqualität in einem krisenfesten Deutschland.“
Pressemitteilung NABU
Regierungserklärung: Leerstelle Klima- und Artenschutz
Die erste Regierungserklärung des neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz kommentiert Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Friedrich Merz widmet nur drei Minuten seiner Erklärung der Menschheitsaufgabe Klimaschutz. Die Biodiversitätskrise und die Verschmutzung unserer Umwelt werden ganz ausgeblendet. Verantwortung für unser Land geht anders. Denn es ist klar, dass nur intakte Lebensgrundlagen Sicherheit und Wohlstand gewährleisten.
Wir erwarten, dass der neue Bundeskanzler die Verantwortung seiner Regierung wahrnimmt und Artenschutz, den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und auch dem Ressourcenschutz den zentralen Stellenwert gibt, den sie erfordern. Das ist Politik im Interesse junger Menschen.“
Pressemitteilung BUND
Greenpeace-Stellungnahme zur Regierungserklärung
Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland zur heutigen Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, in der er nur kurz die existenzielle Klimakrise streifte, und auf Naturschutz gar nicht einging:
„Das war zu kurz gesprungen. Bundeskanzler Friedrich Merz weiß um die Bedeutung der neuen Legislaturperiode für kommende Generationen und benennt diese. Er bekennt sich zwar zu den nationalen und internationalen Klimaschutzzielen, doch er bietet keinen ausreichenden Plan für deren Erreichung.
Statt den notwendigen ökologischen Fortschritt voranzutreiben, stellt er lediglich die Wettbewerbsfähigkeit in das Zentrum der Europapolitik. Anstatt die staatlichen Investitionen aus dem Sondervermögen konsequent auf Klima- und Naturschutz auszurichten, forciert der Bundeskanzler mit weiteren Gaskraftwerken und gefährlicher CO2-Speicherung klimaschädliche Projekte.
Das ist klimapolitisch unverantwortlich. Wer Frieden und Sicherheit schaffen will, muss auch die existenziellen Risiken durch Klimakrise und Artensterben bewältigen.“
Pressemitteilung Greenpeace