Natürliche Infrastruktur als Rückgrat für unsere Zukunft

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger sieht in dem geplanten Gesetz zurNatürlichen Infrastruktur einen wichtigen Meilenstein:
„Mit dem geplanten Gesetz wird ein überfälliger Perspektivwechsel eingeleitet: Intakte Natur ist kein Luxus, sondern Teil unserer kritischen Infrastruktur. Wer sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Hochwasserschutz und Kühlung sichern will, muss natürliche Ökosysteme genauso ernst nehmen wie Straßen oder Stromnetze.

Es ist gut, dass das Gesetz ausdrücklich auch das Infrastruktur-Zukunftsgesetz aus dem Verkehrsministerium ergänzen soll, denn technische und natürliche Infrastruktur müssen gemeinsam gedacht und geplant werden, nicht gegeneinander.

Dass die Bundesregierung auf ein vernetztes System aus Auen, Flüssen und eine vielfältige Agrarlandschaft setzt, ist der richtige Ansatz. Besonders interessant ist zudem das im Gesetzesentwurf verankerte Instrument der Naturgutschriften, mit dem innovative und einkommenswirksame Finanzierungsquellen für den Schutz und die Wiederherstellung der etabliert werden könnten.

Entscheidend ist: Mit dem Natürliche-Infrastruktur-Gesetz des Bundesumweltministeriums liegt nun ein konstruktiver Vorschlag auf dem Tisch. Die politischen Akteure müssen sich entscheiden, ob sie reflexartig ‚dagegen‘ sein oder sich konstruktiv in die aktive Gestaltung unserer Zukunft einbringen wollen.“

Pressemitteilung NABU

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