Hamburg setzt auf innovative Technik, um den öffentlichen
Raum effizienter zu gestalten: An 100 ausgewählten Haltestellen im Stadtgebiet werden ab sofort rund 370 digitale Abstellflächen für E-Scooter eingerichtet. Das Ziel ist klar definiert: Die Fahrzeuge sollen gebündelt werden, um die Sicherheit und Barrierefreiheit an wichtigen Verkehrsknotenpunkten wie U-Bahn-, S-Bahn oder Bushaltestellen zu erhöhen. Jenseits der digital ausgezeichneten Abstellflächen ist es dort nicht mehr möglich, die E-Roller-Leihe zu beenden.
So funktioniert das Prinzip „Geofencing“
Die neuen Abstellflächen sind vor Ort nicht durch Markierungen auf dem Asphalt sichtbar, sondern existieren rein virtuell.
-Führung per App: Die Standorte sind in den Apps der jeweiligen E-Scooter-Anbieter hinterlegt.
-Parkverbotszonen: Die Flächen sind durch sogenanntes Geofencing definiert. Wer versucht, seinen Scooter außerhalb dieser Zonen abzustellen, kann die Miete in der App nicht beenden.
-Frist für Anbieter: Die E-Scooter-Verleiher sind dazu verpflichtet, die technischen Anpassungen für diese digitalen Zonen bis heute, 20. März, vollständig in ihren Systemen umzusetzen.
Flexibilität als großer Vorteil
Ein wesentlicher Pluspunkt der rein digitalen Lösung ist ihre Wandlungsfähigkeit. Sollte sich beispielsweise die Verkehrssituation vor Ort ändern, können die Flächen ohne baulichen Aufwand verschoben oder gelöscht werden. Die Einrichtung erfolgt dabei bevorzugt dort, wo die Gehwege ausreichend Platz bieten, um Konflikte mit dem Fußverkehr zu vermeiden, wie etwa an den U-Bahn-Stationen Buchenkamp, Emilienstraße, Sengelmannstraße oder den Landungsbrücken.
Die digitalen Abstellflächen ergänzen die 54 bereits bestehenden festen Parkzonen für E-Scooter im gesamten Stadtgebiet, damit gibt es jetzt insgesamt 424 definierte Abstellflächen. In Harburg entstehen zurzeit 30 weitere sichtbare Abstellflächen bis Ende Mai.
Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „E-Scooter haben sich besonders bei jüngeren Menschen als Verkehrsmittel etabliert. Vor allem kürzere Distanzen zur Bahn oder Bushaltestelle werden damit zurückgelegt. Damit die E-Roller aber besonders dort nicht zu Hindernissen für andere Verkehrsteilnehmer werden, müssen sie unbedingt sicher und geordnet abgestellt werden. Mit den digitalen Abstellflächen schaffen wir eine pragmatische Lösung für mehr Ordnung an den Stellen, wo besonders viele Fahrzeuge genutzt werden. So machen wir moderne Mobilität in Hamburg wieder ein Stück attraktiver und sicherer. Perspektivisch werden wir dieses Konzept weiterentwickeln und verstetigen.“
Ausblick: Von digital zu stationär
Die Nutzung der digitalen Flächen wird im Rahmen des Pilotprojektes genau beobachtet und analysiert. Langfristig ist geplant, Standorte auch durch bauliche Maßnahmen fest im Stadtbild zu verankern und somit auch physisch sichtbar zu machen.
Pressemitteilung Behörde für Verkehr und Mobilitätswende