Ohlstedter Initiativen gehen vor Gericht

Wohldorfer Wald Initiativen gehen ohne Vorankündigung wieder vor Gericht. Rot-Grün: “Erst reden, dann klagen”

 

Die rot-grüne Koalition hat mit Verwunderung auf das von den verschiedenen Initiativen wieder aufgenommene Klageverfahren gegen die Bebauung am Wohldorfer Wald reagiert. SPD und Grüne hatten allen Beteiligten konkrete Gesprächsangebote über Renaturierung, mehr Naturschutz, Freihaltung von Landschaftsachsen im umstrittenen Bebauungsplangebiet Wohldorf-Ohlstedt 13 übermittelt. Die Ausweisung einer Fläche für eine Flüchtlingsunterkunft ist bereits seit langem vom Tisch. Auch das in beiden Koalitionsverträgen enthaltene Moratorium für diese Wahlperiode sollte unangetastet bleiben. Statt einer konkreten Antwort erhielten die Fraktionen ein Anwaltsschreiben, was die Wiederaufnahme des Klageverfahrens bei Gericht beantragt. Die beiden Wahlkreisabgeordneten Andreas Dressel und Christiane Blömeke äußerten ihr Bedauern über den nicht nachvollziehbaren Schritt: “Wir waren und sind gesprächsbereit – und zwar immer auf Basis des Moratoriums, was für uns ohne Abstriche gilt. Eigentlich sollte doch das Motto sein: erst reden dann klagen. Nachdem wir mit den Verhandlungen während der Flüchtlingskrise schon recht weit waren, gibt es auch jetzt ohne den Sonderbedarf Flüchtlinge Raum für Kompromisse, die die Belange des Naturschutzes und der Klägerseite wesentlich stärker berücksichtigen. Die Klägerseite will aber offenbar keine Kompromisse mehr, sondern setzt rein auf eine juristische Klärung. Ob damit den Interessen des Naturschutzes, der Stadt und des Stadtteils langfristig mehr gedient ist, muss man bezweifeln. Einen echten Interessenausgleich erreicht man so jedenfalls nicht.”

Pressemitteilung Andreas Dressel (SPD) und Christiane Blöomeke (Grüne), Wahlkreisabgeordnete der Walddörfer für die Bürgerschaft

Foto: Knick im geplanten Baugebiet an der Hoisbüttler Straße (C) WUZ

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